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Konfliktlösung 2- Teamparadoxien in Projekten

Lesezeit: 2 Minuten In der Konfliktbehandlung spielt das Erkennen und der strategische Umgang mit Paradoxien eine wesentliche Rolle. Besonders konfliktgefährdet sind Projektteams, die unter hohem Termin - und Erfolgsdruck operieren. Die Projektteams sollten die Risikopotentiale erkennen, um darauf agieren zu können.

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Konfliktlösung 2- Teamparadoxien in Projekten

Lesezeit: 2 Minuten

Projektteams sind besonders konfliktgefährdet. Deshalb müssen die Personalentwickler die Projektleiter und das Projektmanagement mit dem Erkennen von Problemfeldern und Paradoxien in der Teamarbeit vertraut machen. Zu diesen grundlegenden Erkenntnissen gehören der Umgang mit paradoxen Interventionsstrategien (wie in Konfliktlösung 1 behandelt) und das strategische Arbeiten mit Paradoxien.

Das altgriechische Wort paradoxos bedeutet u.a. wider Erwarten, unglaublich, unbegreiflich, sonderbar, unsinnig. Eine typische von uns alle erlebbare Paradoxie ist "Alle Arbeit ist zugleich produktiv und destruktiv".

Jeder von uns wird einige der folgenden Teamparadoxien – nicht nur in der Projektarbeit – erlebt haben.  

Der Soziologe Dirk Baecker hat ein Analyseschema von sieben unterschiedlichen Paradoxien entwickelt:

1. Die Paradoxie der Identität
Diese wesentliche Paradoxie ergibt sich aus der Identitätsbildung der Projektgruppe. Man muss eine "doppelte Identität" als Teil der Arbeitsgruppe und des neuen Projektteams aufbauen.Wenn die Denkstile zwischen differierenden Arbeitsgruppen zu unterschiedlich sind, kann es schon vorzeitig zur Gruppenauflösung oder zum Verlassen von Gruppenmitgliedern kommen.

2. Die Paradoxie der Mitteilung
Die zweite Paradoxie ergibt sich aus der Sinn-Gebung der Gruppe. Die Teammitglider können sich erst dann sinnvoll mitteilen, wenn sie wissen, auf welchen Sinn die Gruppe abstellen will "Soll ein Buchhaltungssystem lediglich durch einen Update modernisiert werden oder die gesamten Prozessabläufe?"

3. Die Paradoxie des Vertrauens
Die dritte Paradoxie des Vertrauens liegt darin, dass das vorausgestzt werden muss, was erst erworben werden muss. Durch die Kürze eines Projektes wird häufig blindes Vertrauen vorausgesetzt, das aber gar nicht vorhanden ist.

4. Die Paradoxie der Individualität
Gruppenmitglieder fragen danach, was die Gruppe dem einzelnen geben kann. "Was bringt die Supervision oder das Projektcoaching dem Projektteam, was aber mir?" 

5. Die Paradoxie der Autorität
"Ist der Entwicklungsleiter bereit, kooperativ mit dem Projektmanager zusammenzuarbeiten und auf Definitionsmacht zu verzichten?" wäre eine typische Frage, wenn es um das Maß von Autorität einer Projektgruppe geht.

6. Die Paradoxie der Regression
Gelingt es unter den vorhandenen begrenzenden Rahmenbedingungen eine Atmosphäre der Spannungsfreiheit zu gewährleisten. in dem jeder ohne Sanktionen sagen kann, was er für notwendig hält?

7. Die Paradoxie der Kreativität
Diese Paradoxie erzeugt einen stetigen Kampf um Innovationen mit den stabilsierenden, aber auch mit den starren Strukturen einer Organisationssystems.

Auf diese paradoxen Situationen aufmerksam zu machen und dadurch auch das Enttäuschungsrisko zu mindern und den Erfolg eines Projektteams zu erhöhen, gehört  auch zur Aufgabe einer Personalentwicklung, die gute Förderkonzepte für Projektmanager sucht.     

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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