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Können Gedanken kontrolliert werden? – Erste Technik zur bewussten Gedankenkontrolle

Lesezeit: 3 Minuten Ihre Gedanken zu erkennen, zu kontrollieren und zu steuern ist ganz einfach, wenn man weiß, wie es geht. Hier finden Sie eine Technik, wie Sie vom Gedanken-Stopp zum Powersatz kommen.

3 min Lesezeit

Können Gedanken kontrolliert werden? – Erste Technik zur bewussten Gedankenkontrolle

Lesezeit: 3 Minuten

Noch ein Wort bevor Sie Ihre Gedanken erfolgreich kontrollieren
Mit meinem Gedanken-Kontrolle-Konzept möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dass wir die Gedanken ignorieren sollen. Wir beobachten hiermit nur unsere Gedanken. Wir hinterfragen auch nach wie vor unsere Gedanken, und würdigen unsere Gedanken.

Auf diese Thematik tiefer einzugehen, würde den Rahmen dieser Unterlagen sprengen.

Ich beobachte, lenke und steuere also nur bewusster meine Gedanken!

Die folgende Technik wollen Sie bitte vor der Gedankenkontrolle schriftlich ausarbeiten. Damit können Sie eventuelle negative Gedanken gleich neutralisieren.

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Die drei Schritte vom Gedanken-Stopp zum Powersatz

  1. Formulieren Sie aus einem vorigen negativen Gedanken (oder Gesprochenes) einen positiven Powersatz.

    Beispiel:
    negativ: "Hoffentlich ist das nicht wieder so ein demotivierter Haufen."
    Powersatz: "Ich habe hoch motivierte und aufgeschlossene Seminarteilnehmer."

  2. Gedankenkontrolle
    (Eventuell vorbereitete Strichliste oder Notizzettel für Gedankennotizen bereitlegen.)
  3. Beobachten und Gedanken-Stopp aktivieren

    Beispiel:
    Gedankenüberfall: "Hoffentlich ist das nicht wieder so ein demotivierter Haufen."
    Gedanken-Stopp: "Stopp – Ich habe soeben gedacht ‚Hoffentlich ist das nicht wieder so ein demotivierter Haufen‘. – Den Gedanken wandle ich sofort in: ‚Ich bin es wert, hoch motivierte und aufgeschlossene Seminarteilnehmer zu haben.’"

Technik 1: Passive Gedanken beobachten
Mit dieser einfachen Strichlisten-Version können Sie überhaupt einmal prüfen, zu wie viel Prozent Sie selbst positiv, negativ oder neutral denken.

  • Gleichzeitig können Sie langsam – Schritt für Schritt – selbst sehen und sich bewusst machen, in welcher Qualität Sie überwiegend denken. So können Sie zum bewussten Beobachter Ihrer Gedanken werden.
  • Wenn Sie in Hektik sind oder Ihr Tag mit Pleiten, Pech und Pannen begonnen hat, können Sie mit dieser Strichliste mehr Ruhe in Ihr geistiges Wirrwarr-Denken bringen beziehungsweise Ihre Gedanken-Zappelphilippe besser erziehen.
  • Wenn Sie ein Projekt angefangen haben und hierfür die Verantwortung tragen, prüfen Sie gleich mit dieser Strichliste, wie Sie mit Ihrer Gedankenqualität vielleicht unbewusst schon eventuelle Katastrophen, Fehlschläge und so weiter vorprogrammieren.

Ein Gedanken-Protokoll – egal welche Version – führen Sie entweder täglich mit einem neuen Protokoll durch. Oder Sie können auch ein Protokoll vom Tag zuvor weiter führen. So, wie Sie es am Besten in Ihren Alltag integrie­ren können. Es kommt nur darauf an, dass Sie anfangen, Ihre Gedanken einfach zu beobachten!

Gedanken-Protokoll: Die Strichliste – praktisch
(positiv – negativ – neutral)

  • Sie haben diese Liste (kann auch handschriftlich sein) direkt auf Ihrem Schreibtisch in Sichtnähe liegen.
  • Sie sind immer in der Achtsamkeit, was Sie denken. Sie können auch nach einigen Minuten kurz überlegen, ob Sie eher positiv, negativ oder neutral gedacht haben. Dann machen Sie hierfür Striche in der entsprechenden Reihe in Ihrer Liste (Vorlage siehe unten).
  • Sie werden feststellen, dass Sie auf einmal bewusster denken – oder, wenn die Gedanken vorher durchein­ander waren – Sie jetzt eher disziplinierter denken.
  • Diesen Zettel (oder Block) haben Sie den ganzen Tag einfach bei sich liegen oder Sie nehmen ihn überall hin mit, wo Sie sich gerade aufhalten (bei der Arbeit, beim Autofahren, in der Küche, im Wohnzimmer).
Tag ________Strichliste |||| ||||
positiv
negativ
neutral

Zu Technik 1: Ständig wechselnde Standorte
Was mache ich, wenn ich nicht den ganzen Tag am gleichen Arbeitsplatz oder Aufenthaltsort sein kann?

  • Beispiel: Hausfrau und Haushalt
    • Besorgen Sie sich Kugeln, Perlen etc. in drei Farben (gelb = positiv / rot = negativ / grau = neutral)
    • Stellen Sie an einem Ort – an dem Sie am häufigsten vorbei kommen – oder Sie sich gerade aufhalten – folgende Gegenstände (je ein Behälter für die gelben, roten und grauen Perlen und ein größerer Behälter, in den Sie nun Ihre Gedankenperlen hinein legen.
    • Am Tagesende können Sie relativ schnell sehen, welches Ihre überwiegende Farbe (= Gedankenquali­tät) war.
    • Perlen (können auch bunte Büroklammern, Stecknadeln, oder angemalte Erbsen und so weiter sein) und auch die Farben sind jederzeit austauschbar. Sie sollten sich jedoch am Anfang für eine feste Variation entscheiden.
  • Beispiel: Büro
    • wie oben – jedoch Perlen austauschen mit Büroklammern oder Pin-Nadeln und so weiter
  • Beispiel: Viel im Auto unterwegs
    • Hier könnten Sie die Strichliste an einer Halterung befestigen und dort jeweils beim entsprechenden Gedanken kurz einen Strich machen.
    • Sie können aber auch an verschiedenen Orten im Auto Kügelchen, Erbsen und so weiter deponieren (z. B. im Aschenbecher die negativen Gedanken / in der Getränkeablage die neutralen / in der Zettelbox oder Stiftablage die positiven Gedanken) 

So, jetzt haben Sie genügend Übungs- und Praxismaterial, um jetzt aktiv mit Ihren Gedanken und Ihrer Gedankenqualität zu arbeiten. Gerne freue ich mich auf Ihr Feedback, was dieser Prozess mit Ihnen, Ihrer Gedanken- und Arbeitsqualität macht.

Freuen Sie sich auf weitere Profi-Techniken!

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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