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Coachauswahl: So finden Führungskräfte den richtigen Coach

Lesezeit: 3 Minuten Coach ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Deshalb kann Coaching auch so ziemlich alles Mögliche (und Unmögliche) sein. Ebenso groß ist die Bandbreite an Coachs. Da fällt es schwer, unter all den Angeboten den Coach zu finden, der für Ihre individuelle Fragestellung am besten geeignet ist.

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Coachauswahl: So finden Führungskräfte den richtigen Coach

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Führungskräfte suchen in ihrem Coach einen respektvollen Sparringspartner, der ihnen aufmerksam zuhört und hilft, neue Sichtweisen und Lösungen zu finden. Einen, der weiß, wovon die Führungskraft spricht und bei dem sie sich „gut aufgehoben“ fühlt.
Diese Kriterien helfen Ihnen, den richtigen Coach für Ihre Fragestellung zu finden.

Spezialisierung klären: Keiner kann alles
Viele Coachs sind auf bestimmte Probleme, Themen, Fragestellungen und Zielgruppen spezialisiert. Prüfen Sie, ob Ihr individuelles Anliegen zum thematischen Schwerpunkt des Coachs passt. Ein Coach mit dem Schwerpunkt Gründungsberatung hilft Ihnen bei der Klärung von Konflikten mit Mitarbeitern meist nicht weiter. Professionelle Führungskräfte-Coachs haben in der Regel eingehende Kenntnisse der Prozesse und Strukturen aller Führungsebenen und verfügen im optimalen Fall selber über langjährige Führungserfahrung.

Seriöse Coachs kennen ihre Grenzen und benennen diese auch. Allround-Coachs, die Ihnen versprechen, für jedes Anliegen kompetent zu sein, sollten Sie mit Vorsicht genießen.

Qualifikationen sind das A und O
Coaching-Ausbildungen gibt es wie Sand am Meer: Vom Wochenendseminar bis zur dreijährigen Ausbildung ist fast alles vertreten. Erfragen Sie den Ausbildungshintergrund Ihres Coachs: Hat er eine professionelle Coaching-Ausbildung erhalten? Hat er ein Studium absolviert? Welchen Grundberuf hat er vor seiner Tätigkeit als Coach ausgeübt? Welche Berufserfahrungen bringt er mit? Ihr Coach sollte Ihnen schlüssig und nachvollziehbar erklären können, was ihn zum Coaching befähigt.

Branchenkenntnis kann nützlich sein
Führen funktioniert überall gleich. Das stimmt im Allgemeinen schon, denn die Art und Weise, wie z. B. die Führungskraft Konflikte klären kann, unterscheidet sich nicht, egal, ob sie Führungskraft in einem Krankenhaus, einer Bank oder in der Automobilbranche ist. Trotzdem kann es hilfreich sein, wenn der Coach die "Sprache" spricht, die in der jeweiligen Branche üblich ist. Darüber hinaus kennt ein Coach, der z. B. selbst einmal in einer Klinik tätig war, die Besonderheiten, die hier auf Führungskräfte und Mitarbeiter warten. Fragen Sie also Ihren Coach, welche Branchenerfahrungen er hat.

Methodenzauber ist nicht alles
Manche Coachs glänzen mit einem Feuerwerk an Coachingmethoden und bieten vielfältige, mit zusätzlichen Kosten verbundene, Tests an. Die Qualität eines Coachs lässt sich jedoch nicht an der Menge und Spritzigkeit seiner Methoden messen. Coaching braucht solides Handwerkszeug. Dieses Handwerkszeug steht aber im Dienst des Coachingziels der Führungskraft und ist nicht Selbstzweck. Lassen Sie sich von Ihrem Coach erklären, wie er im Coaching arbeitet bzw. wie ein Coaching abläuft. Die Methodik, die Ihr Coach vorschlägt, muss zu Ihnen, Ihrer Fragestellung und Ihren Erwartungen passen.

Probe-Coaching zum Kennenlernen
Internetseiten und gedruckte Broschüren halten still, wenn es um die – oft blumige – Darstellung des Coachs und seiner Dienstleistungen geht. Ein persönliches und unverbindliches Erstgespräch dient dem gegenseitigen Kennen lernen und der Abschätzung, ob Sie miteinander arbeiten können und wollen. Sie bekommen so einen direkten Eindruck von Ihrem (zukünftigen) Coach. Lassen Sie unbedingt Ihr Bauchgefühl zu. Wirkt der Coach authentisch oder ist sein Verhalten aufgesetzt und auf Außenwirkung bedacht? Ein Coach, der mit tollen Referenzen aufwarten kann, der ihnen aber nicht wirklich sympathisch ist, sollte von Ihrer Auswahlliste gestrichen werden.

Referenzen ja – die aber vertraulich
Manche Coachs listen seitenlang ihre Referenzen auf. Das ist oft beeindruckend, weil manchmal kaum eines der großen und renommierten Unternehmen fehlt. Hilfreicher und aussagekräftiger kann es jedoch sein, sich vom Coach ein bis zwei Referenzen nennen zu lassen, die Sie nach Rücksprache und Zustimmung ggf. persönlich kontaktieren dürfen. Dieses Vorgehen zeigt Ihnen auch, dass der Coach seine Verpflichtung zur Vertraulichkeit und Diskretion ernst nimmt. Persönliche Empfehlungen aus dem Bekannten- oder Kollegenkreis, die bereits gute Erfahrungen mit einem Coach gemacht haben, sind ebenfalls nützlich.

Ein professioneller Coach ist eine Persönlichkeit
Professionelles Coaching basiert nicht nur auf guter Ausbildung, passender Methodik und langer Berufserfahrung. Gute Coachs sind Persönlichkeiten, die sich mit sich selbst auseinandersetzen und ihr Handelns reflektieren. Sie strahlen Wertschätzung aus und begegnen auf Augenhöhe (und nicht von oben herab). Sie haben ein positives Menschenbild, das darauf setzt, dass jeder Mensch eigenverantwortlich die beste Lösung für sich finden kann. Sie belehren nicht, sondern lassen Querdenken und Lösungsvielfalt zu.

Ihr Auftritt im Internet oder in Broschüren ist kongruent zum Auftritt als natürliche Person. Sie sind kritikfähig, humorvoll und können mit einem Augenzwinkern über sich selber lachen. Das macht sie zu Menschen, die Sie als Führungskraft professionell, respektvoll und zielorientiert in Ihrer Weiterentwicklung begleiten können.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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