Bewerbungen

Was Sie über professionelle Bewerbungsfotos wissen sollten

geschrieben von Dr. Jürgen Nawatzki

Es ist unbedingt empfehlenswert, einer Bewerbung ein professionelles Bewerbungsfoto hinzuzufügen. Pflicht ist es nicht und ein Arbeitgeber darf dies auch nicht verlangen, aber es ist üblich und wird erwartet. Und für den Bewerber ist es eine Chance, von Beginn an Sympathie aufzubauen. Doch worauf kommt es bei einem guten Bewerbungsfoto an?

Worauf Sie bei der Wahl Ihrer Garderabe achten sollten

Zunächst ist wichtig, wo Sie sich bewerben. Für einen Handwerker gelten andere Regeln als bei einer Bewerbung in der freien Wirtschaft. Und bei einer Werbeagentur gelten wiederum andere Regeln für das Bewerbungsfoto als bei einer Bank. Wenn Sie unsicher sind, schauen Sie sich doch einmal an, wie typische Firmenvertreter gekleidet sind.

Ein Handwerker macht sich eher verdächtig, wenn er sich im Business-Outfit ablichten lässt, während ein Bewerber ohne Krawatte bei einer Bank oder in der Industrie von vornherein chancenlos ist. Dabei mögen Ausnahmen die Regel bestätigen. Bei Bewerbungen in der freien Wirtschaft gilt auf jeden Fall: Ein Business-Outfit ist unbedingt erforderlich. Entweder Anzug, Kostüm oder Hosenanzug.

Und Sie sind besser beraten mit dunklen, gedeckten Farben. Für Tücher und Krawatten gilt: Bitte nicht zu bunt und schrill; auf keien Fall Mickey-Mouse-Krawatten. Ein Make-up sollte zudem eher dezent sein.

Auswahl des richtigen Fotografen für professionelle Bewerbungsfotos

Bitte wählen Sie ein gutes Fotoatelier, das unter anderem auf Bewerbungsportraits spezialisiert ist. Hören Sie sich im Bekanntenkreis um und lassen Sie sich eines empfehlen. Übrigens können Sie Passfotos nicht gleichzeitig als Bewerbungsfotos verwenden, da Sie auf eienem Passfoto nicht lächeln dürfen und auf einem Bewerbungsfoto unbedingt freundlich lächeln sollten. Zudem ist der Bildausschnitt bei einem Passfoto ein anderer als bei einem Bewerbungsfoto. 

Besser eine ganze Fotoserie als nur einzelne Bilder

Meine unbedingte Empfehlung lautet, besser eine Fotoserie von 20 bis 30 Aufnahmen in unterschiedlichen Positionen mit unter Umständen verschiedenen Outfits machen zu lassen als nur drei oder vier einzelne Aufnahmen. Wahrscheinlich sind Sie kein ausgebildeter Schauspieler oder ein Fotomodel, und die Gefahr, dass Sie bei nur drei Aufnahmen mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, ist groß.

Ein guter Fotograf lenkt Sie bei einer Fotosession mit professionellem Smalltalk ab, damit Sie Ihre Anspannung verlieren und lässt Sie mehrfach die Position wechseln. Ein wirklich sehr gutes Bewerbungsfoto reicht als Ergebnis völlig aus. Dieses darf sowohl horizontal als auch vertikal sein und je nach Gusto bunt oder schwarzweiß. Hier gibt es keine festen Regeln.

Und Sie können sich Ihre Bewerbungsfotos auf CD-ROM brennen lassen, in ein Word-Dokument (Deckblatt oder Lebenslauf) einbinden und so die Kosten für teure Bewerbungsfotos einsparen. Ab der Position eines Abteilungsleiters empfehle ich jedoch die Verwendung eines hochwertigen Fotos, das Sie in die Bewerbung einkleben, sofern Sie sich nicht per Internet bewerben.

Über Ihren Experten

Dr. Jürgen Nawatzki

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