Geldanlage

Das bringt Ihnen die betriebliche Altersvorsorge

geschrieben von Burkhard Strack

Da immer mehr Fakten dafür sprechen, dass die gesetzliche Rente nicht ausreichen wird, sorgen Millionen Menschen zusätzlich vor. Dies ist auch sinnvoll, denn durch den Staat wird das private Sparen für das Alter gefördert, beispielsweise für die betriebliche Altersvorsorge. Seit dem Jahr 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch darauf.

Die betriebliche Altersvorsorge bietet im Vergleich zu anderen Anlageformen zahlreiche Vorteile. Nachfolgend wird alles Wissenswerte erläutert.

Betriebliche Altersversorgung – was ist das?

Betriebliche Altersversorgung bezeichnet alle finanziellen Leistungen, welche die Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern zur Altersversorgung, der Versorgung von Hinterbliebenen bei einem Todesfall oder der Invaliditätsversorgung bei einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit zusagt.

Betriebliche Altersvorsorge – Die verschiedenen Formen

Pensionszusage: Bei der Pensionszusage zahlt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Alters-, Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenversorgung. Hierfür bildet der Arbeitgeber für ihn gewinnbringende Pensionsrückstellungen.

Direktversicherung: Hierbei handelt es sich um eine vom Arbeitgeber abgeschlossene Lebensversicherung. Daher ist er auch der Versicherungsnehmer und Beitragszahler, wobei die Beiträge zum steuerpflichtigen Lohn des Arbeitnehmers gehören. Der Versicherer zahlt im Versorgungsfall die Leistungen an den Arbeitnehmer bzw. die Hinterbliebenen aus.

Unterstützungskasse: Diese rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung finanziert sich aus Zuwendungen von Trägerunternehmen. Dabei werden den Arbeitnehmern Versorgungsleistungen ohne Rechtsanspruch gewährt.

Pensionskasse: Hierbei zahlt der Arbeitgeber bei der Entgeltumwandlung den Teil, den er vom Gehalt des Arbeitsnehmers einbehält, in die Pensionskasse ein. Beim Ausscheiden aus dem Unternehmen kann der Arbeitnehmer die betriebliche Altersvorsorge mit eigenen Beiträgen fortführen. Bei den Pensionsfonds kann im Vergleich zur Pensionskasse zum Teil eine höhere Rendite erreicht werden.

Wer ist berechtigt?

  • Unbefristet und befristet angestellte Arbeitnehmer
  • Teilzeitkräfte
  • Geringfügig Beschäftigte
  • Lehrlinge
  • Geschäftsführer

Die Entgeltumwandlung – wie funktioniert sie?

Die Arbeitnehmer wandeln einen Teil des Bruttolohns oder von Sonderzahlungen in Rentenversicherungen um. Der Arbeitnehmer zahlt seine Beiträge nicht, wie es privat der Fall ist, selber ein, sondern dies übernimmt der Arbeitgeber. Dieser entscheidet auch über die Anlageart. Die Beträge können beispielsweise intern angelegt oder extern an eine Versicherung oder einen Pensionsfonds geleitet werden.

Vor- und Nachteile der Entgeltumwandlung

Der Anteil, den der Arbeitnehmer einzahlt, bleibt steuer- und sozialabgabenfrei. Jeder Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Die Voraussetzung ist, dass er einen Teil des Gehalts dafür einsetzt. Bei einem eventuellen Wechsel des Arbeitsplatzes kann der Mitarbeiter die erworbenen Ansprüche auf seinen neuen Arbeitgeber übertragen.

Zu den Nachteilen einer Entgeltumwandlung gehört, dass Rentner die betriebliche Rente im Alter versteuern müssen. Der Staat wird bis zum Jahr 2040 den Versorgungsfreibetrag Schritt für Schritt abbauen. Danach wird die gesamte Betriebsrente als ein Teil der Einkünfte angepasst. Die Lohnanteile, die in der aktiven Zeit abgezogen wurden, fehlen dann bei der Berechnung der Rente des Staates, wodurch es zur niedrigeren Auszahlung kommt.

Welche betriebliche Altersvorsorge ist am besten geeignet?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da viele verschiedene Faktoren darüber entscheiden, ob die Entgeltumwandlung lohnend ist. Sinnvoll kann sie in folgenden Fällen sein:

  • Eine betriebliche Vorsorge ist sinnvoll, wenn nicht nur Sie selber, sondern ebenso Ihr Arbeitgeber einzahlt.
  • Wenn Sie privat krankenversichert sind, genießen Sie den Vorteil, dass im Ruhestand auf die Bezüge keine Sozialabgaben anfallen.

Fazit

Für das Alter vorzusorgen, ist grundsätzlich sinnvoll. Um die optimale Altersvorsorge zu finden, die individuell zu Ihnen am besten passt, sollten Sie sich von einem unabhängigen Fachmann beraten lassen.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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