von Wera Nägler, veröffentlicht in Büroorganisation
Kennen Sie das? Sie sitzen schon ziemlich lange am PC, um den Bericht fertig zu stellen. Und immer öfter massieren Sie in kleinen Denkpausen Ihr Handgelenk. Wenn es Ihre "Maushand" ist, kann es sein, dass Sie Ihre Hand und Ihren Arm überstrapazieren. Oft sind es diejenigen, die täglich und/oder lange am PC arbeiten, die häufig über den so genannten "Mausarm", auch bekannt als "Sekretärinnenkrankheit", klagen.
Mit ergonomischer Büroausstattung und anderen erprobten Maßnahmen schonen Sie Nerven und Sehnen.
Ergonomie im Büro – den "Mausarm" gibt es wirklich
Obwohl immer mehr Büromenschen betroffen waren und sind, wurden die gesundheitlichen Probleme durch den "Mausarm" als eigenständige Krankheit lange bagatellisiert. Sogar die Gerichte wurde bei "Mausarm" oder "RSI-Syndrom", wie die medizinische Bezeichnung lautet, schon angerufen:
Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (AZ 3 A 38/05) gab 2006 einer Klägerin recht, welche die Anerkennung einer Sehnenscheidenentzündung als Berufskrankheit einklagte. Im Leitsatz heißt es "Sehnenscheidenentzündungen der rechten Hand infolge langjähriger Arbeit an PC-Standardtastaturen und -mäusen können eine dienstunfallrechtliche Berufskrankheit sein, wenn …".
PC-Standardtastaturen und –mäusen wird hier also eine "Mitwirkung" eingeräumt. Doch schauen wir erst einmal, wieso es im Büro überhaupt zu dem Mausarm kommt, bevor wir die Ergonomie am PC unter die Lupe nehmen.
Statt Ergonomie am PC: Die Fehlhaltung
Bei herkömmlichen PC-Mäusen ist das Handgelenk abgeknickt. Dadurch drückt das gesamte Gewicht der Hand auf den sogenannten Handwurzelkanal. Diese Fehlhaltung wird schnell unbequem. Aber es kann auch sein, dass diese Fehlhaltung die Durchblutung der Hand beeinträchtigt. Dadurch kann es zu ernsthaften Entzündungen von Sehnen und Nerven kommen.
Sollten Sie häufig oder sogar dauerhaft Beschwerden verspüren, ist es äußerst angezeigt, einen Facharzt aufzusuchen. Versuchen Sie nicht, den Helden zu spielen. Nehmen Sie Beschwerden ernst und gehen Sie zeitnah zum Arzt, damit keine dauerhaften Schäden entstehen.
Abhilfe schaffen ergonomische Mäuse
Mit ergonomischen Mäusen bleibt das Handgelenk dagegen immer in waagerechter Stellung. Das verbessert auch die Durchblutung der Hand. Die Hand liegt nicht mehr mittig auf, sondern hat eine seitliche Position. Die empfindliche Handwurzel wird dadurch entlastet. Nerven und Sehnen werden geschont und bleiben länger gesund.
Am besten lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Probieren Sie verschiedene Mäuse im Geschäft aus. Lassen Sie sich Vorteile und Wirkung genau erläutern. Machen Sie wirklich den "Anfass-Test". Denn wie soll eine einzige Maus d a s Spitzenprodukt sowohl für eine "kleine" Frauenhand und zugleich für eine "große" Männerhand sein? Probieren Sie wirklich so lange, bis Sie eine passende Maus gefunden haben. Virtuelle Käufe schließen dies aus meiner Sicht aus, aber Testberichte sind natürlich hilfreich.
Ergonomie plus das richtige Verhalten
Verlassen Sie sich aber nicht nur auf die richtige Maus. Sie können mehr tun. Hier sind einige Anregungen für Sie:
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| Praxishandbuch "Einfach organisiert!" | Das Sekretärinnen-Handbuch | simplify organisiert - Einfach, schnell und effektiv! |
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