Versicherung

So klappt der Wechsel von gesetzlicher zu privater Krankenkasse

So klappt der Wechsel von gesetzlicher zu privater Krankenkasse
geschrieben von Burkhard Strack

Wer von einer gesetzlichen Krankenkasse in eine private Krankenkasse wechseln möchte, muss ein bestimmtes Mindesteinkommen im Jahr nachweisen können. Alle Arbeitnehmer mit einem geringeren Verdienst müssen in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert bleiben. Mit einem Jahreseinkommen von mehr als 54.900 Euro kann erst ein Wechsel von gesetzlicher zu privater Krankenkasse erfolgen.

Das trifft hauptsächlich auf Beamte, Angestellte und Selbständige mit einem entsprechenden Einkommen zu, wobei vor allem Beamte sich für die Leistungen einer privaten Krankenkasse entscheiden sollten. Ansonsten lohnt sich für Arbeitnehmer oder Selbständige noch der Wechsel von gesetzlicher zu privater Krankenkasse, wenn der Interessent unter 40 Jahre alt, weitgehend gesund ist und eine absehbare Familienplanung hat.

Dazu sollte im Rentenalter eine Vermögenssicherheit bestehen und nur ein geringes Berufsrisiko vorliegen. Wer diese Kriterien nicht erfüllt, ist oft in der gesetzlichen Krankenkasse besser aufgehoben.

Private Krankenkassen bieten bessere Leistungen an

Ein Wechsel von gesetzlicher zu privater Krankenkasse lohnt sich vor allem für jemand, der die gehobenen Leistungen einer privaten Krankenkasse zu schätzen weiß. Die Mitglieder der privaten Krankenkassen genießen ganz andere medizinische Versorgungsansprüche und werden von vielen Ärzten sogar bevorzugt behandelt. Selbst bei der Vergabe eines Arzttermins bekommen die Mitglieder einer privaten Krankenversicherung meist schneller einen Termin als jemand, der nur gesetzlich krankenversichert ist. Allerdings sollte sich für das Mitglied der privaten Krankenkasse auch die Erbringung der höheren Beiträge bezahlt machen.

Beamte können frei wählen

Bei Beamten zahlt der Dienstherr mindestens 50 Prozent der Krankenkassenbeiträge, wodurch Beamte praktisch die freie Wahl haben, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern möchten. Bei ihnen wird der Wechsel von gesetzlicher zu privater Krankenkasse angestrebt, da sie eindeutig von den besseren medizinischen Leistungen profitieren.

Bei Selbständigen oder gut verdienenden Angestellten sollte jedoch eine genaue Berechnung der langfristigen Kosten einer Versicherung in einer privaten Krankenkasse eine Entscheidungsgrundlage bilden. Denn wer kaum krank ist, zahlt überdurchschnittlich hohe Krankenkassenbeiträge, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu haben.

Private Krankenkassen wünschen gesunde Versicherte

Strebt ein Angestellter einen Wechsel von gesetzlicher zu privater Krankenkasse an, so muss er sich einer Prüfung durch die private Krankenkasse unterziehen. Menschen, die unter chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Asthma oder Diabetes leiden, haben kaum eine Chance darauf, in einer privaten Kasse aufgenommen zu werden.

Auch Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Krebspatienten, selbst wenn der Krebs besiegt wurde, haben ebenso wenig eine Chance auf eine Aufnahme. Zudem sollte die Familienplanung bereits festgelegt sein. Nur wer alleinstehend ist und sich keine Kinder wünscht, für den lohnt sich der Wechsel durchaus.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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