Praxistipps Verein

Wieso Sie gegen Mobbing im Verein konsequent vorgehen sollten

Lesezeit: 2 Minuten Mobbing ist ein Thema, das in allen Gesellschaftsbereichen vorkommt. Die Ursachen sind vielfältig, doch oft reicht es schon aus, wenn Menschen, die eigentlich miteinander kooperieren müssten, sich nicht mögen. Wenn dann auch noch eine Grüppchenbildung hinzukommt und einzelne Personen isoliert werden, ist das Mobbing bereits da.

2 min Lesezeit

Wieso Sie gegen Mobbing im Verein konsequent vorgehen sollten

Lesezeit: 2 Minuten

Ein offenes Vereinsklima pflegen

Mobbing lässt sich nicht prinzipiell vermeiden, aber wenn Sie in Ihrem Verein ein offenes Gesprächsklima fliegen, insbesondere als Führungskraft, dann haben Sie gute Chancen, Mobbing schon in den Anfangsstadien zu erkennen. Wenn ein Vereinsmitglied zu Ihnen kommt, um sich über Mobbing zu beschweren, sollten Sie dies unbedingt ernst nehmen.

Auf keinen Fall sollten Sie die Beschwerden relativieren oder gar abstreiten, dass die Behauptungen des Mobbing-Opfers wahr seien. Allerdings sollten Sie auch nicht gleich mit den neuen Informationen hausieren gehen, denn die meisten Mobbing-Opfer haben Angst davor, dass sich dadurch ihre Situation verschlechtern könnte.

Die Situation ganz genau analysieren

Zunächst einmal sollten Sie Gespräche führen mit diversen Vereinsmitgliedern, die nicht unmittelbar mit der Mobbing-Situation zu tun haben. Daraus ergeben sich oftmals schon wichtige Erkenntnisse. Erst im letzten Schritt sollten Sie auch das Gespräch mit den Personen, die das Mobbing betreiben, suchen. Das sollten Sie am besten zunächst alleine machen, aber dann auch gleich ankündigen, dass Sie eine Konfrontation mit dem Mobbing-Opfer wünschen.

Die Konfrontation von Opfer und Tätern

Manchmal stellt sich heraus, dass die Täter sich gar nicht bewusst sind, dass sich eine Person gemobbt fühlen könnte. In diesem Fall reicht schon ein einfaches Gespräch, um die Situation erheblich zu verbessern. Wenn sich bei der Konfrontation allerdings fundamentale Probleme ergeben, sieht die Sache anders aus. Wenn beispielsweise regelrechte Feindschaften vorhanden sind, die gar nichts mit dem Verein zu tun haben, ist es sehr schwer, eine Lösung zu finden.

Letzte Möglichkeit: Vereinsaustritt

Ein Mobbing-Opfer kann jederzeit aus einem Verein austreten. Aber eine faire Lösung ist das nicht. Wenn sich die Situation so darstellt, dass es Täter gibt, die eindeutig verantwortlich sind für die ungute Situation im Verein, ist eventuell auch ein Vereinsaustritt dieser Personen eine Option. Die letzte Möglichkeit kann der Vereinsausschluss sein. Das ist aber eine sehr drastische Bestrafung, die nur als letztes Mittel eingesetzt werden sollte.

Mobbing frisst einen Verein von innen auf

Ein Verein ist eigentlich dazu da, aus den Mitgliedern und anderen Menschen Freude zu machen. Mobbing im Verein passt überhaupt nicht zu dieser Grundausrichtung. Deswegen kann es passieren, dass durch schlimmes Mobbing die gesamte Vereinsstruktur erodiert.

Wenn Sie nicht von Anfang an Gegenmaßnahmen einleiten, kann es sehr leicht passieren, dass Sie diverse Vereinsaustritte von gemobbten Mitgliedern mitverantworten müssen. Besonders problematisch kann es werden, wenn sich andere Mitglieder mit dem Mobbing-Opfer solidarisieren. Das ist zwar prinzipiell begrüßenswert, aber für einen Verein ist es eine dramatische Situation, wenn mehrere Gruppen innerhalb des Vereins miteinander verfeindet sind. Soweit sollten Sie es nicht kommen lassen.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: