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Wasseransammlungen (Ödeme) – welche psychischen Ursachen können Sie haben?

Lesezeit: 2 Minuten Wasseransammlungen im Gewebe sind eine verbreitete Beschwerde. Ob Sie an Ödemen erkranken, hängt nicht nur von körperlichen Gegebenheiten ab. Ödeme haben meist auch eine psychische Ursache, die Sie erkennen und behandeln können.

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Wasseransammlungen (Ödeme) - welche psychischen Ursachen können Sie haben?

Wasseransammlungen (Ödeme) – welche psychischen Ursachen können Sie haben?

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Ödeme können folgende psychischen Ursachen haben:

  • übertriebene Gewissenhaftigkeit
  • Lieb Kind sein, statt Aggressionen ausleben
  • Furcht vor Sexualität
  • Furcht vor Armut

Ein Fass voller Sorgen

Nehmen wir als Beispiel eine Patientin mit Wasser in den Beinen. Ständig trägt sie diese Flüssigkeit mit sich herum, die eigentlich ausgeschieden gehört. Psychologisch bedeutet es, dass sie ein „Fass voller Sorgen“ 24 Stunden lang mit sich herumschleppt: Sie hat tausenderlei Dinge am Tag zu tun und „muss an alles denken, weil ja sonst alles zusammenbricht“.

Mein Tipp: Ich sprach gerade von „ausscheiden“. Trennen Sie sich von menschlichen Baustellen wie zum Beispiel gerade ausgezogenen Kindern oder anderen bedürftigen Menschen und entlassen Sie diese in ihr eigenes Leben – auch wenn Fehler passieren. Wenn Sie sich zwanghaft um alles kümmern, so rate ich Ihnen auf jeden Fall zu einer Therapie. Ein Gespräch mit der besten Freundin wird Ihnen wenig nutzen. Dann wird auch Ihre Erwartungsspannung nachlassen, also die hohe Nervosität vor einem Termin.

Lieb Kind

Das Ödem führt zu einer Schwellung. Der Volksmund sagt: „Dem schwillt aber der Kamm!“ Das Anschwellen ist also eine Aggression. Diese Aggression wird aber von der Patientin/dem Patienten nicht umgesetzt, sondern im Körper einbehalten.

Mein Tipp: Jede Flüssigkeit im Körper steht im Zusammenhang mit Gefühlen. Fragen Sie sich: Welche Gefühle wie Wut, Rache und Enttäuschung gären in mir und warum behalte ich sie bei mir, anstatt sie auszudrücken? Wäre es nicht Zeit, die Wut hochkommen zu lassen? Oder das Gespräch mit der Person zu suchen, welche die Wut ausgelöst hat? Unterdrückte Enttäuschung ist typisch für Ödeme. Wer hat sie enttäuscht? Können Sie klären, warum Sie sich getäuscht haben? Haben Sie sich etwas vorgemacht und konnten Sie den Irrtum richtig stellen?

Ödem und Geschlechtsleben

Wasseransammlungen sind auf der Haut gut sichtbar. Die Haut ist unser größtes erotisches Organ. Hier empfinden wir Erregung und Befriedigung.

Mein Tipp: Das Ödem ist Ihre persönliche Art, das Geschlechtsleben abzuwehren. Diese Abwehr bezahlen Sie aber mit einem unschönen Äußeren! Fragen Sie sich: Seit wann macht es mir keinen Spaß mehr und warum ist das so? Sollte ich mit meinem Partner zu einer Partnertherapie? Sollte ich mich vielleicht besser von ihm trennen?

Sammeltrieb

Beim Thema „Wasseransammlung“ frage ich als Psychologe sofort, was hier gesammelt wird. Der Sammeltrieb dient dazu, die eigene Existenz abzusichern: Teure Weine im Keller, der Kauf von Goldbarren und wertvollen Antiquitäten. Beim Ödem wird das Wasser im Gewebe gehalten, anstatt es in den Kreislauf zurück zu geben. Dieses Halten gründet auf einer Angst: Der Angst vor Armut.

Mein Tipp: Es ist wichtig, fürs Alter vorzusorgen. Ihre Wasseransammlung deutet aber darauf hin, dass Sie alles festhalten, auch Menschen, um sich abzusichern. Probieren Sie aus wie es ist, in gleicher Weise zu nehmen wie zu geben. „Erst eine leere Hand kann Wasser aufnehmen“, heißt es in Indien.

Ich wünsche Ihnen wasserfreie Beine und eine weitgehend sorgenfreie Zeit!

Bildnachweis: YakobchukOlena / stock.adobe.com

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