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Vorsatz für das neue Jahr: Endlich Nichtraucher!

Lesezeit: 3 Minuten 2010 beginnt mein Leben als Nichtraucher! So oder ähnlich, wird wieder einmal zum Jahreswechsel von Rauchern der Vorsatz gefasst, es endlich zu schaffen, Nichtraucher zu werden. Lesen Sie was Sie erwartet, wenn Sie Ihren Entschluss in die Tat umsetzen.

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Vorsatz für das neue Jahr: Endlich Nichtraucher!

Lesezeit: 3 Minuten

Wollen Sie wissen, was Sie erwartet, wenn Sie beginnen Nichtraucher zu sein? 
Diesmal werden Sie Ihren Wunsch, Nichtraucher werden zu wollen, ganz bestimmt umsetzen. Leider gibt es da aber ein Organ im Gehirn, welches uns immer dann zur Vorsicht mahnt, wenn wir nicht so genau wissen, welches Risiko wir mit einer Entscheidung eingehen. Dann verschieben wir diese und verharren in Untätigkeit oder brechen unser Vorhaben ab. Gemeint ist die Amygdala oder auch der Mandelkern.

Anders verhält es sich aber, wenn wir das Risiko abschätzen können. Dann sind wir bereit, aktiv zu werden, und dies unabhängig davon, wie hoch das Risiko ist.

Warum schaffen es so viele nicht, Nichtraucher zu werden?
Jeder spricht nur von den Vorteilen, die man als Nichtraucher erhält. Aber diese wird Frau oder Mann erst dann erhalten, wenn sie wirklich Nichtraucher sind. Anders verhält es sich mit der Entzugsproblematik, diese erhält man sofort, nachdem die (vermeintlich) letzte Zigarette geraucht wurde.

Welche Gefahren lauern auf Sie, den angehenden Nichtraucher?

Der Suchtfaktor als Hindernis, auf dem Weg zum Nichtraucher 
Rauchen macht physisch und psychisch abhängig. Psychisch durch die Tatsache, dass durch einen Nikotinentzug die Produktion bestimmter Hormone die für ein Wohlgefühl sorgen, wie Dopamin, Endorphin und Noradrenalin absinkt. Aber auch durch angenommene Vorzüge, die das Rauchen bieten soll. Die Zigarette beruhigt oder regt an, hilft Aggression abzubauen, Stress wird leichter ertragen.

Da fragt man sich natürlich, ob Nichtraucher weniger glücklich, aggressiver und weniger kreativ sind als Raucher. Nein, natürlich nicht.  Das Gegenteil ist der Fall. Nichtraucher sind nicht ständig einem Wechsel der Gefühle dadurch ausgesetzt, dass der Nikotinspiegel sinkt und immer wieder durch die nächste Zigarette angehoben werden muss.

Die Gewohnheiten als Hindernis, auf dem Weg zum Nichtraucher 
Rauchen Sie auch bei diesen Gelegenheiten? Nach oder schon vor dem Frühstück, zu einer Tasse Kaffee, nach einer Mahlzeit, in Gesellschaft, in Verbindung mit Alkohol, beim Autofahren, immer wenn Sie sich an Ihren Schreibtisch setzen, beim Telefonieren, während Arbeitspausen, bei der Arbeit am Computer, und aus Langeweile?

Als Gewohnheit wird eine reflexartige Handlung bezeichnet, die unter gleichen Bedingungen stets in gleicher Weise ausgeführt wird. Es sei denn, sie wird bewusst vermieden oder unterdrückt. Ein bewusstes Abweichen von solchen Gewohnheiten ist mit inneren Spannungen verbunden.

Ihre Gewohnheiten werden dazu führen, dass Sie fast automatisch in den ersten Tagen, ja Wochen mit dem Verlangen nach einer Zigarette rechnen können. Wenn Sie dann nicht rauchen, führt dies unvermeidlich zu Stress. Im Prinzip solange, bis Sie alle Gewohnheiten abgearbeitet haben.

"Es ist leichter, eine gute Gewohnheit anzunehmen, als sich einer schlechten zu entwöhnen." (August von Platen)

Glücklicherweise können schlechte Gewohnheiten, wie z. B. das Rauchen durch die Gewohnheit des Nichtrauchens, überlagert werden. In der Regel sind neue Verknüpfungen bzw. Gewohnheiten nach zehn- bis zwanzigmaliger Wiederholung aktiv. Wenn Sie also z.B. zwanzigmal nach dem Frühstück nicht geraucht haben, wird dies für Sie zu einer neuen und guten Gewohnheit geworden sein.

Nichtraucher haben Angst vor einer Gewichtszunahme
Rauchen, oder jede andere Sucht, wird oft dazu benutzt, eine innere Leere auszufüllen. So kann Essen auch viele Bedürfnisse befriedigen, die bisher durch Rauchen erfüllt wurden, wie Anregung, Entspannung, Trost, Pause, Belohnung und Kontakt. Dies kann tatsächlich zu Heißhungerattacken führen, die dann aber nichts mit wirklichem Energiehunger oder damit zu tun haben, dass Sie wieder Nichtraucher sind.

Allerdings zeigen Untersuchungen, dass ein Raucher, der ca. 20 Zigaretten/Tag raucht, rund 200 Kalorien mehr Energie benötigt. Nikotin hemmt zusätzlich den Appetit und verringert das Hungergefühl. Dies führt dazu, dass selbst bei unveränderter Ernährung eine Gewichtszunahme von ca. 2-3 Kilogramm normal ist.

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt? 
"Wenn du eine Gefahr siehst, dann greife zum Schwert und versperre ihr den Weg. Dann kneift die Gefahr den Schwanz ein. Sie verträgt keinen geraden Blick.” (Alexander Lebed (*1950), russ. General u. Politiker, 1996 Präs.-Kandidat, 1996 Sicherheitsberater Jelzins)

Wie war das noch? "Anders verhält es sich aber, wenn wir das Risiko abschätzen können. Dann sind wir bereit, aktiv zu werden, und dies unabhängig von wie hoch das Risiko ist.“

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, bei Ihrem Vorsatz, 2010 Nichtraucher werden zu wollen.

Sie haben 365 Tag Zeit.

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