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Sport mit Pollenallergie – Worauf müssen Sie achten?

Lesezeit: 2 Minuten Während sich die einen über die ersten Frühlingstage freuen, beginnt für Pollenallergiker die schlimmste Zeit des Jahres. Gerade bei einer Allergie ist es schwierig, unterm freien Himmel Sport zu treiben. Es mag schwierig sein, doch wenn man einige Punkte beachtet, können Sie trotz Allergie auch Sport treiben.

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Sport mit Pollenallergie – Worauf müssen Sie achten?

Sport mit Pollenallergie – Worauf müssen Sie achten?

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Um zu wissen, was man beim Sport unterm freien Himmel beachten muss, sollte man zunächst wissen, was einem überhaupt Probleme bereitet. Nur wer seinen „Feind“ kennt, kann auch was dagegen tun. Insofern sollten Allergiker zunächst einen Allergietest machen.

Diesen kann man in der Regel bei seinem Hausarzt durchführen. Dieser Test zeigt dann, gegen welche Pollen, Büsche oder Gräser man allergisch ist. Anschließend können Sie sich dann informieren, wo und wann die Belastung am größten ist. Dafür gibt es mehrere Seiten im Internet, wie beispielsweise pollenflug.de. Dann können Sie abschätzen, ob und wann man gefahrlos an die frische Lust gehen kann.

Die Grundregel

Aber auch wenn die Pollen fliegen, kann man im Freien Sport treiben. Mit einigen Tipps können Sie die Belastung verringern und sich gefahrlos draußen bewegen. Zunächst sollten Sie eben die Pollenflugzeiten kennen.

Birkenpollenallergiker müssen beispielsweise im April/Mai mit erhöhten Pollenkonzentrationen rechnen Heuschnupfenpatient dagegen, der zusätzlich noch auf Gräserpollen reagiert, muss eine viel längere Leidenszeit durchleben. Ist die Belastung besonders groß, ist es oft besser, die Sportschuhe stehen zu lassen oder eben im Fitnessstudio zu trainieren. Das gilt aber nicht nur für den Sport, sondern grundsätzlich für alle Aktivitäten an der frischen Luft.

Der richtige Sport

Gerade zur Hauptflugzeit sind Sportarten besser, die in der Halle stattfinden. Hier ist es besser, die Sportbekleidung erst in der Halle anzuziehen und sie vorher in einer geschlossenen Tasche mitzubringen, da man ansonsten die Pollen mit in die Halle schleppt. Sonst gilt, dass Sportarten wie Laufen oder Radfahren besser geeignet sind, da man hier gleichmäßig und nicht so tief atmen muss. Weniger gut sind Sportarten mit extremen Belastungsspitzen wie Fußball oder Basketball, bei denen man deutlich stärker atmen muss. Denn je tiefer man atmet, desto mehr Pollen gelangen auch in die Atemwege.

Mögliche Spätfolgen

Durch den Allergenkontakt kann es beispielsweise zu einer Schwellung der Nasenschleimhäute kommen. Dann bekommt der Sportler durch die Nase keine Luft mehr und muss über den Mund atmen. Dann gelangen aber noch mehr Pollen in die Atemwege. Durch andauernden Allergenkontakt und einer nicht ausreichenden Behandlung der allergischen Symptome, kann bei einer Vielzahl der Heuschnupfenpatienten sogar ein allergisches Asthma entstehen. Insofern sollte man hier in jedem Fall die Sportpläne mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Schutz vor Pollen

Grundsätzlich können Sie antiallergische Medikamente zur Linderung der Symptome einnehmen. Dabei muss jeder für sich selber und nach Absprache mit dem Arzt entscheiden, ob eine sportliche Betätigung sinnvoll ist oder nicht. Bei mäßigem bis starkem Pollenflug sollten Sie auf Outdoor-Sport lieber verzichten.

Die Medikamente könnten bei der hohen Allergenbelastung nicht ausreichen. Langfristig kann eine Spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, die Beschwerden lindern und das Risiko für die Entstehung eines allergischen Asthmas stark verringern. Aber solange eine ausreichende Kontrolle der allergischen Entzündungsreaktionen gegeben ist, steht einer sportlichen Betätigung nichts im Wege. Und sobald aufgrund einer allergischen Reaktion eine Atemnot auftritt, sollte das Training sofort abgebrochen werden, um die Beschwerden nicht noch zu verstärken.

Diese Checkliste kann Ihnen helfen, was Sie bei Sport mit Pollenallergie beachten können:

  • Pollenflugvorhersage beachten
  • Haare vor dem Zubettgehen waschen
  • Kleider nicht im Schlafzimmer ausziehen, evtl. häufiger waschen
  • Staubsauger mit Hepa-Filter-System nutzen
  • Evtl. Pollenschutzgitter vor den Fenstern (z. B. Schlafzimmer) anbringen
  • Pollenfilter im Auto regelmäßig wechseln
  • Kleidung während des Pollenflugs nicht im Freien trocknen
  • Regelmäßige Anwendung einer Nasendusche (täglich) kann Pollenkontakt vermindern und zur Symptomlinderung beitragen
  • Sonnenbrillen können sehr empfindliche Bindehäute vor übermäßigem Lichteinfall schützen, gut geeignet sind Modelle, die um die Augen herum dicht abschließen
  • Rauchverzicht, da die Allergene durch die ständige Reizung der Atemwege noch viel besser an den Schleimhäuten angreifen können

Bildnachweis: Barabas Attila / stock.adobe.com

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