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Allergien: So schützen Sie sich vor Pollen im Haus

Lesezeit: 3 Minuten In fast jeder Jahreszeit fliegen Pollen oder Sporen durch die Luft, die Allergikern unangenehme Symptome bereiten. Gehören Sie zu den Betroffenen, die gegen mehrere Stoffe allergisch sind und fast dauerhaft unter den lästigen Symptomen eines Heuschnupfens oder Asthmas leiden müssen, sollten Sie versuchen, wenigstens Ihre Wohnung oder Ihr Haus einigermaßen pollenfrei zu halten.

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Allergien: So schützen Sie sich vor Pollen im Haus

Allergien: So schützen Sie sich vor Pollen im Haus

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Pollen werden leicht ins Haus getragen

Pollen komplett aus dem Haus zu verbannen, ist praktisch unmöglich. Dennoch lässt sich ein erheblicher Teil aus den Räumen und vor allem aus dem Schlafzimmer verbannen, wenn Sie einige Regeln konsequent befolgen. Durch jede Tür, jedes Fenster und durch die Mitbewohner selbst werden die winzigen Störenfriede in die Zimmer getragen und lösen bei Ihnen mehr oder weniger heftige allergische Reaktionen aus. Die Nase läuft, Sie müssen niesen, die Augen brennen oder jucken und/oder die Bronchialwege verengen sich. Diese Beschwerden lassen sich mit den folgenden Tipps deutlich reduzieren.

Pollengaze ermöglicht unbelastetes Lüften

Gerade in der warmen Jahreszeit möchte man gern länger die Fenster offen stehen lassen, um die Luft zu genießen. Damit dies möglich ist, ohne zu leiden, statten Sie alle Fenster, die Sie regelmäßig öffnen, und Balkon- beziehungsweise Terrassentüren mit spezieller Pollengaze aus. Sie ist noch feiner als die Insektengaze, die von vielen verwendet wird. Pollengaze gibt es auch als fertig bespannte Rahmen, die dann nur noch in das entsprechende Fenster eingesetzt werden müssen. Auch andere Lüftungsöffnungen sollten Sie mit dieser Gaze bespannen und darauf achten, dass sie lückenlos am Rahmen haftet.

Mit Pollen behaftete Kleidung daheim sofort ausziehen

Beim Betreten Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses transportieren Sie und andere Haushaltsmitglieder allerdings eine ordentliche Portion Pollen in den Flur, die sich verteilt und durchaus ausreicht, um Ihnen allergische Probleme zu bereiten. Wenn Sie länger draußen waren, sollten Sie Ihre Kleidung gleich am Eingang der Wohnung ablegen und frische anziehen.

Geben Sie die pollenhaltigen Sachen entweder in den Wäschekorb, den Sie mit einem verschließbaren Stoffsack aus feinem Gewebe ausgestattet haben, oder in eine Kleiderhülle aus engmaschigem Stoff mit Reißverschluss, wenn Sie die Sachen noch einmal tragen wollen. Kleiderhüllen bekommen Sie zum Beispiel über das Internet oder Sie nähen sich selbst welche.

Während Ihrer Pollensaison häufiger waschen

Wenn Sie einen kleinen Vorraum am Haus haben, nutzen Sie diesen, um die Kleidung zu tauschen. Auf keinen Fall sollten Sie die belastete Kleidung mit ins Schlafzimmer nehmen! Auch Schuhe sollten Sie vor der Wohnung stehenlassen oder in einen feingewebten Leinenbeutel geben, sodass  die Pollen nicht entweichen können, die Schuhe aber trotzdem auslüften. Generell sollten Sie sowohl Kleidung als auch Bettwäsche häufiger waschen, wenn „Ihre“ Pollen fliegen.

Wäsche nicht im Freien trocknen

Für Pollenallergiker ist ein Wäschetrockner unerlässlich. Auch wenn Sie die frisch gewaschene Kleidung und Bettwäsche lieber an der frischen Luft trocknen lassen möchten, denken Sie immer daran, dass sich natürlich auch Pollen daran setzen würden. Im Trockner kann Ihnen das nicht passieren, denn die Wäsche kommt gar nicht mit Pollen und Sporen in Berührung. Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie an dieser Stelle in ein wenig Strom investieren.

Staubsaugen nur mit Spezialfilter

Beim Staubsaugen wird durch die Bewegung zunächst mehr Staub aufgewirbelt, als vom Gerät eingesaugt wird. Allergiker sollten daher möglichst nicht selbst saugen. Zudem muss der Sauger mit einem sogenannten HEPA-Filter versehen werden, der Pollen und andere feine Stoffe festhält. Bei normalen Filtern werden die kleinen Partikel mit der Abluft wieder herausgeschleudert. So können dann die restlichen Pollen, die ins Haus gelangt sind, Augen, Nase und Bronchien reizen, weil sie direkt durch die Luft fliegen. Wer ohnehin schon sensibilisiert ist, reagiert dann oft noch auf den feinen Staub der Abluft.

Teppiche in Allergiker-Haushalten – ja oder nein?

Pollen- und Hausstauballergikern wird oft empfohlen, keine Teppiche auszulegen, aber auf glattem Boden werden Pollen und Staub bei jedem Schritt viel leichter  aufgewirbelt. Praktischer sind Baumwollteppiche, die man waschen kann. Sie halten kleine Mengen Pollen, Sporen und Staub zunächst am Boden fest, sodass diese nicht die Luft im Zimmer belasten können.

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Bildnachweis: Ingo Bartussek / stock.adobe.com

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