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Methoden-Steckbrief für Eltern: So geht Werkstattunterricht

Lesezeit: 2 Minuten Jeder Schüler lernt in einem anderen Tempo mit verschiedener Nachhaltigkeit mit unterschiedlicher Motivation. Deshalb versuchen Lehrer den Unterricht möglichst oft zu individualisieren. Der "Werkstattunterricht" ist eine der Methoden, mit der sich dies umsetzen lässt. Mit den folgenden 5 Prinzipien wird er besonders gewinnbringend.

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Methoden-Steckbrief für Eltern: So geht Werkstattunterricht

Lesezeit: 2 Minuten

Prinzip 1: Eigenständiges Lernen anregen

Beim "Werkstattunterricht" ist das eigenständige und möglichst entdeckende Lernen vorrangig. Dies fördert die Motivation und führt zu mehr Nachhaltigkeit als rezeptiv aufgenommene Inhalte. Bei einer sehr offenen Form des Werkstattunterrichts wählen die Schüler die Aufgabenstellung selbst. Dies kann in einer Lese-, Schreib- oder Mathematikwerkstatt sein, ebenso eine handwerklich-künstlerische oder eine im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts, z. B. eine "Frühlingswerkstatt".  Der Lehrer stellt über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen täglich eine Unterrichtsstunde für die Werkstatt zur Verfügung.

Prinzip 2: Die Lernumgebung vorbereiten

Trotz einer hohen Eigenständigkeit im Lernprozess sollen möglichst alle Schüler bei den gleichen Lernzielen ankommen. Der Lehrer legt deshalb die Lernziele fest. Er entscheidet, ob er selbst alle für das Lernen erforderlichen Materialien bereit stellt oder ob die Schüler selbst forschen und recherchieren sollen.

–> Unterstützen Sie Ihr Kind bei der Materialbeschaffung, z.B. eine Tulpenzwiebel. Helfen Sie auch bei der Recherche mit, z.B. mit einem Buch über Zugvögel.

Eine Erleichterung ist es für den Lehrer, wenn an der Schule ein spezieller Raum als Lernwerkstatt zur Verfügung steht mit einer Vielzahl an Materialkisten, einer Fachbibliothek und Computerarbeitsplätzen. Oder der Lehrer richtet eine virtuelle Lernplattform ein, von der die Schüler die Arbeitsaufträge und -materialien abrufen und auf der sie fertige Arbeiten einstellen.

–> Machen Sie mit, wenn die Lehrer zu einem Eltern-Material-Erstellungs-Nachmittag einladen.

Prinzip 3: Die Arbeitsformen variieren

Für das eigenständige Lernen erhalten die Schüler geeignete Aufgabenstellungen. Der Lehrer entscheidet je nach Ziel und Rahmenbedingungen über folgende methodische Varianten:

  • Alle Schüler bearbeiten alle Themen, jedoch in unterschiedlichem Tempo vs. arbeitsteilige Bearbeitung
  • Alle Schüler erhalten die gleichen Aufträge vs. Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und Umfang (Binnendifferenzierung).
  • Jeder Schüler arbeitet für sich alleine vs. Partner- und Teamarbeit
  • Die Materialien bestehen aus Arbeitsblättern oder internetbasiertes Arbeiten auf einer Lernplattform

Beispiel "Frühlingswerkstatt": Aufträge zur Naturbeobachtung, z. B. Bodenleben, Zugvögel bzw. Lebens- und Wirkungsweise von Insekten in Partnerarbeit erkunden und aufschreiben.

–> Zeigen Sie Verständnis, wenn Ihr Kind von einer anderen Aufgabe erzählt als sein Freund.

Prinzip 5: Mit einer Präsentation abschließen 

Die Werkstatt wird mit einer Präsentation, einer Ausstellung in der Aula, einer Zeitung oder einer Elterneinladung abgeschlossen. So können die Schüler stolz auf ihre Lernergebnisse zurückblicken. 

–> Geben Sie Ihrem Kind ein paar Tipps zum richtigen Präsentieren mit, z.B. wie es ein Plakat besonders eindrucksvoll gestalten kann. Zeigen Sie Anerkennung, indem Sie der Einladung in die Schule folgen.

Fazit: Werkstattlernen motiviert und macht Spaß. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei.

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