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Lehrer werden in Deutschland gesucht

Lesezeit: 2 Minuten Lehrer werden - hat das Zukunft? Während sich in Bayern so mancher Referendar aufgrund der derzeit zurückhaltenden Einstellungspolitik des bayrischen Staats Sorgen um die Zukunft macht, und während in Städten wie Berlin und Leipzig Lehrer teilweise nur mit Nebenjobs über die Runden kommen, werben einige Bundesländer wie Baden-Württemberg mit teuren Werbekampagnen mit besseren Arbeitsbedingungen, mehr Geld und Verbeamtung um die Junglehrer.

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Lehrer werden in Deutschland gesucht

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Lehrer werden: Welche Zukunftsperspektiven hat dieser Beruf?
Angebot und Nachfrage sind ungleich verteilt, zumal nicht jeder Lehrer räumlich mobil ist. Wie sehen die Zukunftsperspektiven aus, wenn man in Deutschland Lehrer werden will?

Lehrer werden laut Statistik verstärkt gesucht – ein Vorteil der Junglehrer
Jeder zweite Lehrer in Deutschland ist älter als 50 Jahre alt. Durch die baldige Pensionswelle müssen die Schulen bzw. deren Träger bald eifrig um Nachwuchs werben.

Nach Angaben des Philologenverbandes fehlen derzeit 45.000 Lehrer. Laut Bildungsforscher Klaus Klemm würden zwischen 2007 und 2020 circa 460.000 Lehrer in Pension gehen, aber nur 26.000 Lehrer im Schnitt jedes Jahr zur Neueinstellung zur Verfügung stehen. Doch wie schaut es wirklich mit dem Berufsbild Lehrer aus?

Die Anforderungen an Lehrer werden weiter steigen
So mancher Lehrer fühlt sich heutzutage mehr als Sozialarbeiter denn wirklich als Wissensvermittler (siehe Spiegel-TV: "Immer mit Herzblut. Lehrer: Mehr als ein Job"). Auch wenn die Pisa-Studie 2009 deutschen Schülern gegenüber dem Jahr 2000 ein gestiegenes Lesevermögen bescheinigt, ist das Niveau gefühlt gesunken.

Zusätzlich weicht ein Teil von gutsituierten Eltern auf Privatschulen aus, wodurch eine Zweiklassengesellschaft im Bildungssystem am Entstehen ist. Diese Tendenz dürfte durch die Umwandlung von Schulen zu Gemeinschaftsschulen noch verschärft werden, wenn Eltern leistungsstärkerer Schüler das "längere gemeinsame Lernen" ablehnen.

Zukunftsjob Lehrer: Ein Knochenjob mit Perspektive
Die Anforderungen an Lehrer werden gewiss weiter steigen:

  • In strukturschwachen Regionen müssen verschiedene Schulformen zusammengelegt werden, was die Gefahr in sich birgt, dass das allgemeine Niveau sinkt
  • Die gesellschaftlichen Entwicklungen führen dazu, dass immer mehr Erziehungsarbeit auf die Schulen verlagert wird, während gleichzeitig die Erwartungen steigen
  • Die Schulträger wollen neue Lehrer einstellen, doch oft fehlt das Geld. Die Folge: Mehr Arbeit für die vorhandenen Lehrer
  • Privatschulen werden nachgefragt : Leistungsstarke verlassen das staatliche Schulsystem

Der Lichtblick
Gewinnen werden die Lehrer, die räumlich mobil sind und in reichere Bundesländer umziehen können, die Lehrern bessere Perspektiven bieten. Auch finanziell und in Bezug auf mögliche Privilegien, die mit der Verbeamtung verbunden sind, stehen Lehrer in Deutschland gegenüber Berufseinsteigern in der freien Wirtschaft und im internationalen Vergleich sehr gut da.

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