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Kuhmilchallergie: Vertragen Sie Milcheiweiß?

Lesezeit: 2 Minuten Die Kuhmilchallergie macht sich oft schmerzhaft bemerkbar. Schuld daran ist das Milcheiweiß. Was genau aber eine Milcheiweißallergie ist, lesen Sie hier.

2 min Lesezeit
Kuhmilchallergie: Vertragen Sie Milcheiweiß?

Kuhmilchallergie: Vertragen Sie Milcheiweiß?

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Die Milcheiweißallergie ist eine recht weit verbreitete Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Man geht davon aus, dass in Europa etwa jeder hundertste Erwachsene sowie zwei bis drei von hundert Säuglingen und Kleinkindern betroffen sind.

Immerhin: Die Prognose für kleine Kinder ist gut, denn die meisten Betroffenen vertragen Milch und Milchprodukte später wieder. Die Allergie gegen Kuhmilcheiweiß kann sich bei Kindern auswachsen.

Formen der Kuhmilchallergie

Bei der Kuhmilchallergie handelt es sich um eine klassische Allergie, die mit einer entsprechenden Reaktion des Immunsystems einhergeht. Je nachdem, auf welchen Bestandteil des Milcheiweißes Sie reagieren, werden verschiedene Ausprägungen unterschieden:

Molkeneiweißallergie: Molkeneiweiße sind hitzelabil. Sobald Milch auf über 77 °C erhitzt wird (z. B. H-Milch), werden sie zerstört, weshalb sie dann besser verträglich ist. Zudem steht Molkeneiweißallergikern die Milch anderer Tiere als Alternative zur Verfügung (z. B. Ziegenmilch).

Kaseinallergie: Kaseine sind hitzestabil und sind nicht auf Kuhmilch beschränkt. Deshalb müssen Kaseinallergiker auf Rohmilch, erhitzte Milch sowie auf die Milch anderer Tiere verzichten.

Symptome der Kuhmilchallergie

Die Milcheiweißallergie ruft in vielen Fällen innerhalb kürzester Zeit Symptome hervor, meist bereits innerhalb von ein bis zwei Stunden nach dem Verzehr. Bei diesem Soforttyp treten unter anderem diese Anzeichen auf:

  • Atembeschwerden
  • Husten
  • Mundschwellungen
  • Nesselsucht
  • Schwellungen
  • Juckreiz
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit bis hin zum Erbrechen
  • Durchfall
  • anaphylaktischer Schock

Der Spättyp hingegen hat mitunter erst viele Stunden oder sogar Tage nach der Aufnahme des Kuhmilcheiweißes Beschwerden.

Typisch sind hierfür Verdauungsschwierigkeiten wie ein Reizdarmsyndrom, Verstopfung oder Entzündungen, ein chronischer Husten, asthmaähnliche Zustände oder auch Neurodermitis.

Diagnose der Kuhmilchallergie: Zahlreiche Tests

  • Eine Kuhmilchallergie kann über verschiedene Wege diagnostiziert werden:
  • Anamnese (Erhebung des Krankheitsverlaufs und der Beschwerden)
  • Ernährungs- und Symptomtagebuch
  • Eliminationsdiät (mehrwöchiger Verzicht auf Kuhmilch, um Beschwerdefreiheit zu erreichen)
  • Pricktest (Allergietest auf der Haut, bei dem sie mit dem Allergen konfrontiert wird)
    Blutuntersuchung (Feststellung von IgE-Antikörpern als Zeichen für eine
    Reaktion des Immunsystems)
  • bei gestillten Kindern Eliminationsdiät der Mutter

Auch unabhängig von einer ärztlichen Untersuchung können Sie sich bereits einen ersten Überblick darüber verschaffen, ob Milchprodukte die Ursache Ihrer Beschwerden sein könnten.

Mit dem Vimeda Nutrition Screen lassen Sie mit nur einer kleinen Blutprobe rund 100 Lebensmittel auf ihre Verträglichkeit testen, darunter auch Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch – ohne auch nur einmal ein ärztliches Wartezimmer von innen sehen zu müssen.

Behandlung der Milcheiweißallergie: Keine Lösung ohne Ernährungsumstellung

Es gibt bisher keine Möglichkeit, eine Milcheiweißallergie zu therapieren. Zwar laufen schon seit Längerem Versuche, den Körper durch die dauerhafte Gabe von stetig steigenden Dosen des Allergens daran zu gewöhnen.

Diese Art der Therapie wird allerdings noch nicht für die breite Masse angeboten. Bisher besteht die einzige Möglichkeit der Therapierung in einem vollständigen Verzicht auf die nicht verträglichen Milchprodukte.

Bildnachweis: absolutimages / stock.adobe.com

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