Naturheilkunde Praxistipps

Hitzschlag: Diese 3 Schüßler-Salze helfen

Lesezeit: 3 Minuten Von einem Hitzschlag spricht man, wenn der Organismus über eine längere Zeit erhöhten Temperaturen ausgesetzt ist. Hierbei ist nicht nur die direkte Sonneneinstrahlung, sondern die erhöhte Umgebungstemperatur ausschlaggebend. Mit den richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen und der entsprechenden Verabreichung von Schüßler-Salzen können Folgeschäden verringert werden.

3 min Lesezeit
Hitzschlag: Diese 3 Schüßler-Salze helfen

Hitzschlag: Diese 3 Schüßler-Salze helfen

Lesezeit: 3 Minuten

Medizinisch redet man beim Hitzschlag auch vom Hyperthermiesyndrom, welches durch ein längeres Aussetzen des Körpers in höheren Temperaturen (erhöhte Umgebungstemperatur) verantwortlich zu machen ist. Hierbei kann es passieren, dass man bei einem Sonnenbad unter einem Schirm einschläft und dadurch einer erhöhten Temperatur ausgesetzt ist.

Der Unterschied zwischen einem Hitzschlag und einem Sonnenstich ist die direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf. Beim Hitzschlag reicht bereits eine erhöhte Umgebungstemperatur aus, um den Körper entsprechend zu stressen und auch zu schädigen.

Weiter unterscheidet die Schulmedizin zwischen einem gewöhnlichen oder allgemeinen Hitzschlag, der häufig ältere Personen oder Menschen mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder auch Lungenerkrankungen befällt, und dem sogenannten Anstrengungshitzschlag, der häufig jüngere Personen trifft, die sich in einer erhöhten Außentemperatur (z. B. 30 Grad Celsius in der Sonne) körperlich auspowern, wie z. B. Ausdauersportler. Die körperliche Belastung ist für diese Temperaturen und auch für uns Westeuropäer einfach zu hoch und der Organismus wird extrem gefordert. Hier bricht durch einen Flüssigkeitsmangel und einer Überhitzung des Organismus die Kreislauf- und Temperaturregulation zusammen.

Symptome und Folgen eines Hitzschlags

Es können beim Hitzschlag Symptome wie Schwindel durch die fehlende Flüssigkeit, Übelkeit und Bewusstlosigkeit auftreten. Bei der erhöhten Körpertemperatur erweitern sich die Blutgefäße der Haut. Hierdurch hat der Körper durch die verbesserte Durchblutung die Möglichkeit, Wärme über die Haut abzuleiten. Hält dieser Zustand jedoch zu lange an, kann das Herz nicht mehr genügend Blut pumpen. Hiermit fällt der vorher noch normale Blutdruck ab. Es kommt zur sogenannten Hypovolämie (zu wenig Blut im Körper) durch den Flüssigkeitsverlust.

Es kommt zum Schockzustand mit einem sehr niedrigen Blutdruck und einer sehr hohen Herzfrequenz (Tachykardie = Herzschläge von 150 Schlägen pro Minute und mehr sind möglich). Es handelt sich ab diesem Zeitpunkt um eine lebensbedrohliche Situation, da bestimmte Teile des Körpers, z. B. das Gehirn, nicht mehr genügend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden kann.

Durch die mangelnde Durchblutung des Gehirns kann sich ein Hirnödem bilden. Hierbei tritt Gewebswasser aus den Gefäßen des Gehirns und gibt Druck auf das umliegende Gehirngewebe. Eine Ausdehnung im Gehirn ist leider durch den knöchernen Schädel nicht möglich. Das empfindliche Nervengewebe wird bei längerem Druck geschädigt. Es können Symptome wie Teilnahmslosigkeit und Verwirrtheit auftreten. Die Meningen, also Gehirnhäute, verursachen sehr starke Nacken- und Kopfschmerzen. Diese Symptome wie auch eine auftretende Epilepsie weisen auf eine Reizung der Gehirnhäute hin.

Hitzschlag-Symptome bei Säuglingen und Kleinkindern

Auf Säuglinge und Kleinkinder ist besonders in den Sommermonaten und den heißen Außentemperaturen zu achten, da bei ihnen durch die verringerte Körpermasse und der noch nicht so ausgebildeten Temperaturregulation ein Hitzschlag wesentlich schneller eintreten kann. Hierbei treten folgende Symptome auf:

  • Einstellung der Nahrungsaufnahme, also Verweigerung der Nahrung
  • schneller Pulsschlag, geringer Blutdruck (Schockzustand)
  • Anstieg der Körpertemperatur auf über 41° C
  • trockene, gerötete Haut
  • Schweiß ist fast nicht mehr beim Säugling oder Kleinkind vorhanden
  • Teilnahmslosigkeit oder gar sehr schrilles Schreien und sehr reizbar

Behandlung eines Hitzschlags

Beim Hitzschlag sind die Erste-Hilfe-Maßnahmen sehr wichtig. Die betroffene Person muss umgehend aus der Sonne bzw. aus der überhöhten Umgebungstemperatur und in kühlere Räume gebracht werden. Des Weiteren müssen die Personen umgehend durch kühlende Auflagen am gesamten Körper versorgt werden. Außerdem sollte umgehend der Notarzt gerufen werden, um schlimmere Folgeschäden zu vermeiden. Während der Wartezeit sollten Bewusstsein, Puls, Atmung und auch Herz-Kreislauf-Funktionen kontrolliert werden. Und gegebenenfalls müssen entsprechende Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt werden, wie z. B. Herzdruckmassage und Beatmung des Betroffenen.

Ein erlittener Hitzschlag bedarf immer einer intensiv medizinischen Behandlung, jedoch können vor dem Eintreffen des Notarztes dem Betroffenen mit den biochemischen Mineralsalzen und den kühlenden Auflagen sehr geholfen werden. Sollte der oder die Betroffene noch bei Bewusstsein und auch ansprechbar sein, so können Sie folgende Schüßler-Salze in kühlem Wasser aufgelöst schluckweise langsam verabreichen. Lösen Sie hierfür in einem Glas Wasser (ca. 150 bis 250 ml) jeweils 20 Tabletten der aufgeführten biochemischen Mineralsalze auf:

1. Nr. 3 Ferrum phosphoricum D6

Verbessert die Durchblutung im gesamten Organismus. Das Eisen bindet in den Erythrozyten den Sauerstoff, hierdurch kann er besser in die Zellen gelangen. So kann Benommenheit und auch Bewusstlosigkeit vorgebeugt werden.

2. Nr. 8 Natrium chloratum D6

Das potenzierte und verdünnte Kochsalz reguliert im Organismus den Flüssigkeits- und auch Wärmehaushalt. Es vermehrt die Anzahl der roten Blutkörperchen und dadurch kann mehr Sauerstoff in den Organismus gelangen. Es ermöglicht den Zellen vollkommen normal zu funktionieren.

3. Nr. 9 Natrium phosphoricum D6

Da der Organismus beim Hitzestau oder auch beim Hitzeschlag einem extremen Stress ausgesetzt ist, werden Säuren frei, die wiederum in die Balance gebracht werden müssen. Hierdurch werden die Ausleitungsorgane wie Leber und Nieren geschützt. Säuren können hierdurch leichter und effektiver abgebaut werden. Der oder die Betroffene merkt einen Mangel an diesem biochemischen Mineralsalz, wenn der Schweiß sehr salzig schmeckt und sich ein salziger Geschmack im Mund breit macht.

Tipp: Auch Tage bis 2 Wochen nach dem erlittenen Hitzschlag kann man diese Mixtur ruhig 2-mal täglich verabreichen.

Achten Sie unbedingt darauf, bevor Sie mit der Behandlung beginnen, dass die betroffene Person an einen schattigen und kühleren Ort gebracht wird. Danach verständigen Sie bitte unverzüglich den Notarzt und legen dann auf den gesamten Körper kühlende Tücher. Dies sollte natürlich alles schnell hintereinander geschehen. Danach können Sie mit der Verabreichung des oben genannten biochemischen Mineralsalz-Mix-Getränks beginnen. Achten Sie auch darauf, dass die leidende Person nicht zu hastig trinkt.

Bildnachweis: Thaut Images / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: