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Heuschnupfen und Nahrungsmittel-Allergien können zusammen hängen

Heuschnupfen und Nahrungsmittel-Allergien können zusammen hängen
geschrieben von Burkhard Strack

Mittlerweile leidet jeder 10. Deutsche an Heuschnupfen und die Tendenz ist von Jahr zu Jahr steigend. Immer mehr Pollenallergiker stellen bei sich fest, dass sie zunehmend auch an Nahrungsmittel-Allergien leiden. Warum besteht bei diesen Allergien ein Zusammenhang?

Was versteht man unter Heuschnupfen und was sind die Auslöser für Allergien?

Bei einer Allergie handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems gegen bestimmte körperfremde Reizstoffe. Es gibt über 20.000 Stoffe, die als allergieauslösend bekannt sind. Diese Allergieauslöser nennt man Allergene. Etwa 400 von diesen Reizstoffen – in vielen Fällen handelt es sich dabei um Eiweißstoffe, Metalle oder Chemikalien – gehören zu den Allergenen, die die meisten Allergien auslösen.

Wodurch wird Heuschnupfen ausgelöst?

Ein Heuschnupfen fängt in den meisten Fällen als Allergie gegen Gräserpollen an. Im weiteren Verlauf weitet sich die Allergie auf Pollen von Bäumen und Sträuchern aus. Bereits 20 Pollen pro Kubikmeter Luft reichen aus, um die allergische Reaktion in Gang zu setzen.

Welche typischen Beschwerden treten bei Heuschnupfen auf?

Die meisten Heuschnupfen-Allergiker leiden unter folgenden Symptomen, die die Lebensqualität enorm einschränken können:

  • Niesreiz mit Niesattacken
  • Fließschnupfen
  • gerötete, geschwollene und juckende Schleimhäute
  • rote, tränende und juckende Augen
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Mattigkeit

Warum kann Heuschnupfen mit Nahrungsmittel-Allergien zusammen hängen?

Bestimmte Nahrungsmittel-Allergene sind mit den Pollen-Allergenen verwandt. Eine botanische Verwandtschaft besteht zum Beispiel zwischen Haselpollen und Haselnüssen. Pflanzen aus der gleichen botanischen Familie haben oftmals auch ähnliche Allergene. Aus diesem Grund kann ein Pollenallergiker im Laufe der Zeit auch mit einer Nahrungsmittel-Allergie reagieren.

Diese so genannten Kreuzreaktionen (Kreuzallergien) machen sich oftmals durch Juckreiz, Brennen und Rötung im Mund und Rachenraum bemerkbar. Man hat festgestellt, dass Personen, die keinen Heuschnupfen haben, nur in den seltensten Fällen mit einer Allergie auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren.

Was sind pollenassoziierte Nahrungsmittel-Allergien?

Vielleicht sind Sie selbst Birkenpollen-Allergiker. Konnten Sie dann nicht auch schon die Erfahrung machen, dass Sie nach dem Genuss eines Apfels ein pelziges Gefühl und Juckreiz auf den Lippen und am Gaumen spürten? Sollte dies der Fall sein, besteht die Möglichkeit, dass Sie an einer pollenassoziierten Nahrungsmittel-Allergie leiden. Diese Beschwerden werden auch als OAS (oral allergy syndrome) bezeichnet.

Das Hauptallergen, gegen das Ihr Körper reagiert, steckt in diesem Fall in den Birkenpollen. Im Apfel befindet sich ein ähnlicher Eiweißstoff, wie in den Birkenpollen und Ihr Immunsystem reagiert deshalb auf den Verzehr des Apfels mit allergischen Beschwerden.

Welches sind die typischen Beschwerden der pollenassoziierten Nahrungsmittel-Allergie?

  • allergischer Schnupfen
  • allergische Bindehautentzündung
  • Asthma
  • Magen- und Darmprobleme
  • Quincke-Ödem (Schwellung und meist Rötung von Haut, Gesichtshaut oder Schleimhaut)

Falls Sie an den genannten Beschwerden nach dem Verzehr von frischen Obst oder Gemüse leiden, sollten Sie diese Nahrungsmittel meiden.

Bildnachweis: Saharrr / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing.