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Fernsehen ist nicht gut fürs Herz

Lesezeit: 1 Minute Dass Rauchen dem Herz schadet, ist kein Geheimnis. Aber auch Fernsehen ist schlecht fürs Herz. Mit jeder Stunde vor der Glotze steigt auch das Sterberisiko. So sterben durch den Fernseher wohl mehr Menschen als durch Tabak.

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Fernsehen ist nicht gut fürs Herz

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Das ist zumindest das Ergebnis einer australischen und einer europäischen Studie. Die Forscher wollten herausfinden, welchen Einfluss die Fernsehzeit auf die Gesundheit hat. Dabei stellten die Forscher unabhängig voneinander fest, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem TV-Konsum und einem erhöhten Sterberisiko durch allgemeine und kardiovaskuläre Ursachen, also durch Herzkrankheiten, gibt.

Eine Stunde TV = 10 Zigaretten

Wie es in der australischen Untersuchung heißt, steigt mit jeder Stunde vor der Glotze das herzbedingte Sterberisiko um 18 Prozent (Circulation 2010; 121: 384). Bei drei Stunden vor dem Fernseher erhöht sich das herzbedingte Sterberisiko bereits um 54 Prozent. Das bestätigt auch der Düsseldorfer Diabetologe Professor Stephan Martin beim Diabetes Update in Mainz. Dieses erhöhte Risiko entspricht so ungefähr der Schädlichkeit von 10 Zigaretten.

Umgerechnet kann man sagen, dass eine Stunde Glotzen ungefähr so schädlich fürs Herz ist wie drei Zigaretten zu rauchen. „Wenn man davon ausgeht, dass nur ein Drittel der Bevölkerung raucht, müsste es mehr Tote durch Fernsehen als durch Rauchen geben“, erklärte Martin gegenüber der Ärztezeitung.

Blutdruck und Herzinsuffizienz

Drei weitere Studien zeigen außerdem, welche negativen Folgen das Fernsehen auf das Herz hat, auch wenn weder die Australier noch die Europäer konkrete Angaben machten, warum Fernsehen so schädlich ist. So stieg bei den Vielsehern der Blutdruck(diastolischer Druck), die Insulinresistenz und die Herzleistung nahmen ab. Möglicherweise ist die Passivität vor der Glotze schuld daran, dass auch das Risiko für Herzkrankheiten zunimmt.

Auch wenn man niemand das Fernsehen verbieten möchte, sollte jeder dennoch darauf achten, einen entsprechenden Ausgleich zuschaffen. Wer sich regelmäßig bewegt und sich gesund ernährt, kann auch sorgenfrei abends einige Stunden vor der Glotze verbringen.

Bildnachweis: Andrey Popov / stock.adobe.com

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