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Lieber fett und fit als schlank und faul?

Lesezeit: 2 Minuten Neueste US-Forschungen untersuchen das Gesundheitsrisiko von Übergewicht (Adipositas). Das Ergebnis lässt aufhorchen: "Die Risiken werden dabei völlig überbewertet". Was ist dran an dieser Behauptung?

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Lieber fett und fit als schlank und faul?

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Wer sich ausreichend bewegt, darf dick sein

Nach diesen Forschungen zählt für den Körper allein die Fitness. Das Körpergewicht spielt dabei keine Rolle. In der Studie wurden rund 80.000 Patienten über viele Jahre auf Gesundheit und Leistungsvermögen untersucht. Die Ergebnisse zeigten, wer sich ausreichend bewegt, kann sich dick sein leisten. Das Sterberisiko geht dabei gegen Null.

Bewegung halbiert das Sterberisiko

In der US-Untersuchung wurden Tausende von Diabetikern untersucht. Alle untersuchten Personen hatten Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung und dennoch starben die unfitten Patienten viermal häufiger als die Personen mit hohem, körperlichem Leistungsvermögen.

US-Forscher stellten dabei fest, dass bei Übergewicht und Diabetes ein Zusammenhang bestehen, aber körperliche Aktivität das Risiko für Diabetes minimieren kann. Für Kreislauferkrankungen oder Tumore konnte diese Aussage nicht bestätigt werden.

Fazit: Wer sich bewegt, reduziert sein Risiko, früher zu sterben,  um 50%. Ein weiteres provozierendes Fazit der Untersuchung: fett und fit stehen nicht im Widerspruch.

Gesundheitsfördernde Aktivitäten

Die Studie empfiehlt 2,5 Stunden Bewegung pro Woche bei mittlerer Intensität wie beispielsweise zügiges Spazierengehen. Alternativ werden auch 75 Minuten intensives Training pro Woche empfohlen. Das äußerst Interessante dabei ist, dass bei Aktivitäten, die deutlich über diesen Zeitrahmen hinausgehen, das Sterberisiko lediglich um 15% gesenkt wird. In den US-amerikanischen Untersuchungen waren 50% der untersuchten und leicht adipösen Menschen fit. Bei den schwer Übergewichtigen waren es immerhin noch rund 20%. Die Studie belegt, dass auch Männer mit bis zu 35% Körperfett bei Leistungstests ein gutes Ergebnis erzielten.

Körperliche Aktivität und Körpergewicht

Wer sich bewegt, benutz seine Muskulatur. Sie nimmt an Masse zu, bewirkt  einen  regen Stoffwechsel und verbraucht damit mehr Energie, sogar wenn Sie die Füße hochlegen. Der Stoffwechsel fördert die Durchblutung und hält die Blutgefäße elastisch. Ein hoher Body-Mass-Index (BMI) und der damit verbundene hohe Fettanteil im Körper werden nach den Ergebnissen der Untersuchung, als Gesundheitsproblem völlig überbewertet.

Die goldene Überlebensregel

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist auch laut US-Studie in diesem Zusammenhang natürlich sinnvoll. Es wird empfohlen, vollwertig zu essen, fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu sich zu nehmen und vor allem  ungesättigte Fette strikt zu meiden.

Fazit: Die US-Studie kommt zu dem Schluss: unfitte Dünne haben ein fünfmal höheres Sterberisiko als Fitte mit dickem Bauchumfang.

Bildnachweis:  rh2010 / stock.adobe.com

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