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Dürfen Diabetiker Zuckerersatzstoffe nutzen?

Lesezeit: 2 Minuten Diabetiker greifen gerne auf Zuckerersatzstoffe zurück um Speisen und Getränke zu süßen. Dies kann dabei helfen gefährliche Schwankungen des Blutzuckerwertes zu verhindern.

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Dürfen Diabetiker Zuckerersatzstoffe nutzen?

Dürfen Diabetiker Zuckerersatzstoffe nutzen?

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Experten zweifeln an den vermeintlich gesünderen Ersatzstoffen, wie Aspartam, Saccharin oder Stevia. Aber wofür sollten Sie sich als Diabetiker dann entscheiden?

Vermeidung von Zucker ist durchaus sinnvoll

Diabetes Typ 2 gilt mittlerweile als Volkskrankheit der westlichen Länder. Die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage ausreichend viel Insulin zu produzieren um ihren Blutzuckerwert auf einem gesunden Level zu halten. Um dennoch nicht auf die Süße im Kaffee oder im Pudding zu verzichten, werden häufig synthetische Zuckerersatzstoffe verwendet.

Auch zu vielen „Light“-Produkten, die es im Handel zu kaufen gibt, werden diese Süßungsmittel zugesetzt. Zu den bekanntesten zählen dabei Aspartam, Saccharin oder Cyclamat.

Neben diesen rein synthetischen Stoffen, gibt es auch Zuckerersatzstoffe natürlicher Herkunft, wie beispielsweise Stevia oder Xylit. Im Gegensatz zur Verwendung von Zucker wird nicht nur der Blutzucker von den Zuckerersatzstoffen nicht oder nur geringfügig beeinflusst, darüber hinaus werden Kalorien eingespart und das Risiko für Karies nicht gesteigert.

Allerdings kommen immer mehr Zweifel unter den Experten auf, ob die Verwendung von Süßungsmitteln statt Zucker nicht auch gesundheitliche Risiken mit sich bringt.

Sind Zuckerersatzstoffe also potenziell schädlich?

Zunächst einmal weisen alle Zuckerersatzstoffe eine wesentlich höhere Süßkraft wie herkömmlicher Zucker auf. Dadurch ist der Verwender schnell verführt, seine Speisen und Getränken zu übersüßen. Die Folge ist, dass man bei einem dauerhaften Genuss an die übertriebene Süße gewöhnt wird.

Das Verlangen nach Süßem kann dann ansteigen und dazu führen, dass mehr Kalorien zugeführt werden. Weiterhin gaukeln uns Speisen mit Zuckerersatzstoffen vor, dass sie kalorienarm sind. Viele Menschen neigen deshalb dazu, gerne auch mal eine zweite Portion wegen der vermeintlichen Diätkost zu sich zu nehmen.

Viele „Light“-Produkte oder selbst zubereitete Speisen und Getränke haben jedoch immer noch aufgrund der anderen Inhaltsstoffe viele Kalorien. So könnte ein regelmäßiger, übermäßiger Verzehr von vielen Lebensmitteln, die Zuckerersatzstoffe beinhalten, sogar zu einer Förderung von Diabetes Typ 2 in der Bevölkerung führen.

In sehr großen Mengen konsumiert besteht sogar der Verdacht, dass die Süßungsmittel krebserregend oder Erbgut schädigend seien. In alltagsüblichen Dosen werden die Stoffe allerdings als vollkommen unbedenklich in dieser Hinsicht eingestuft.

Die tägliche Dosis ist maßgebend

Neben dem Griff zur Zuckerdose sollten Diabetiker auch vorsichtig bei der Verwendung von anderen alternativen Zuckermitteln, wie Agavendicksaft, Fruchtzucker oder Honig sein.

Diese haben nämlich die gleichen Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und die Kalorienaufnahme, wie normaler Zucker. Bei Fruchtzucker lässt sich die Auswirkung auf den Zuckerhaushalt sogar noch schwieriger voraussehen als bei handelsüblichem Haushaltszucker. Zudem werden Fetteinlagerungen in der Leber begünstigt. Insgesamt lässt sich sagen, dass stets die Dosis maßgebend dafür ist, ob Zuckerersatzstoffe schädlich sind.

Ein Wundermittel sind die Süßungsmittel in keinem Fall. Um den Blutzuckerspiegel nicht aus dem Takt zu bringen, kann man aber mit gutem Gewissen auch mal zu den Süßstofftabletten für den morgendlichen Kaffee greifen.

Allerdings sollte man beachten, stets sparsam zu dosieren um Übersüßungen zu vermeiden. Auch bei Softdrinks, die sehr viel Zucker enthalten, ist der Griff zur „Light“-Version generell vorzuziehen.

Als Diabetiker können Sie aber auch sehr sparsam Zucker oder Honig verwenden. Dann sollten Sie nicht vergessen, die verwendete Menge in ihren Tagesbedarf miteinzuberechnen. Der Blutzuckerspiegel sollte mehrmals täglich gut kontrolliert werden. So können gefährliche Schwankungen gut vermieden werden.

Bildnachweis: Piotr Adamowicz / stock.adobe.com

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