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Demenz: Maßnahmen aus dem Expertenstandard Inkontinenz

Lesezeit: 1 Minute Das Pflegeziel bei einer Inkontinenz bestimmt sich nach der Stufe der Kontinenz, auf der sich der Patient befindet. Viele Empfehlungen aus dem Expertenstandard können Demenzkranke jedoch nicht umsetzen. Mit diesen drei Maßnahmen jedoch können Sie Ihren Pflegekunden auch bei Demenz zu größtmöglicher Kontinenz verhelfen.

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Demenz: Maßnahmen aus dem Expertenstandard Inkontinenz

Demenz: Maßnahmen aus dem Expertenstandard Inkontinenz

Lesezeit: 1 Minute

Bei Demenzpatienten können Sie nicht alle Empfehlungen aus dem Expertenstandard Inkontinenz umsetzen: Sie können mit dem Patienten kaum ein Blasentraining in der Form durchführen, dass Sie ihm erklären, er müsse aus Gründen des Trainings noch mit dem Gang zur Toilette warten. Auch ein gezieltes Beckenbodentraining ist bei einer Demenz kaum die optimale Methode. Aber nicht alle im Expertenstandard empfohlenen Maßnahmen sind für Demenzpatienten ungeeignet.

Demenz: Drei Maßnahmen aus dem Expertenstandard Inkontinenz

1. Toilettengang anbieten

Fragen Sie den Patienten diskret, ob er zur Toilette muss oder ob die Einlage gewechselt werden muss. Ebenso diskret müssen die Antworten geprüft und eine Rückmeldung gegeben werden („Ich glaube, die Einlage muss doch gewechselt werden.“). Entsprechend dem Kommunikationsverlauf bieten Sie dem Patienten Hilfe an.

2. Toilettengang zu festgelegten Zeiten

Gehen Sie mit dem Patienten regelmäßig zu den in der Pflegeplanung festgelegten Zeiten zur Toilette. Wechseln Sie nach Bedarf das Inkontinenzmaterial. Besonders nachts sollten Sie darauf achten, dass die Zeiten den Schlaf des Patienten nicht behindern.

3. Toilettengang zu individuellen Zeiten

Bei Demenzpatienten scheint dieses Vorgehen am meisten Wirkung zu zeigen:

  • Gehen Sie eine Woche lang zu festgelegten Zeiten mit dem Patienten zur Toilette.
  • Führen Sie ein Miktionsprotokoll, in dem Erfolg des Toilettengangs und eingenässte Einlagen dokumentiert werden.
  • Legen Sie nach einer Woche anhand des Protokolls feste Zeiten für die Toilettengänge fest.
  • Führen Sie das Miktionsprotokoll weiter und werten Sie es wöchentlich aus, um eventuelle Anpassungen vorzunehmen.

Beispiel für ein vereinfachtes Miktionsprotokoll

Uhrzeit Einlage: nass / trockenWasser gelassenAuswertung
09:00trockenjaZeit kann so bleiben
11:00nassneinvorverlegen auf 10.30 Uhr
13:00trockenneinAbstand verlängern auf 2,5 Std.

Bildnachweis: Mediteraneo / stock.adobe.com

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