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Darmkeim EHEC – lebensgefährliche Durchfallerkrankung breitet sich aus

Lesezeit: 2 Minuten Erkrankungen mit EHEC-Bakterien sind nicht neu, sie treten immer wieder auf. Doch in diesem Jahr häufen sich die Erkrankungsfälle. Besonders Frauen sind davon betroffen. Wo könnten die Ursachen für die Infektion mit dem Durchfallerreger EHEC liegen? Wie kann man sich vor einer Infektion mit den Durchfallbakterien schützen?

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Darmkeim EHEC – lebensgefährliche Durchfallerkrankung breitet sich aus

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Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung "EHEC"
Die wissenschaftliche Bezeichnung für EHEC lautet Enterohämorrhagische Escherichia coli. Es handelt sich dabei um eine besondere Form des Darmbakteriums Escherichia coli (Coli-Bakterium). Der Bakterienstamm EHEC ist in der ganzen Welt verbreitet. Auch in Deutschland tritt EHEC regelmäßig auf. Es gibt pro Jahr etwa 900 bis 1200 Erkrankungsfälle. Die Darminfektion ist meldepflichtig.

Wie kann man EHEC behandeln?
Bisher konnte man EHEC mit Antibiotika bekämpfen. Untersuchungen von Proben haben nun gezeigt, dass in diesem Jahr EHEC-Stämme verbreitet sind, die teilweise nicht mit Antibiotika behandelt werden können, weil sie dagegen resistent sind. Dies macht eine Therapie der lebensgefährlichen Durchfallerkrankung umso schwieriger.

Wo könnte die Erreger-Quelle der Darmbakterien liegen?
Da viele Frauen von der blutigen Durchfallerkrankung betroffen sind, gehen die Behörden davon aus, dass Frauen vermehrt mit der Infektionsquelle in Berührung kommen. Dies könnte besonders bei der Zubereitung oder dem Verzehr von Speisen geschehen. Behörden vermuten stark, dass sich die Erreger auf ungewaschenem Obst und Gemüse befinden. Auf diese Nahrungsmittel könnten sie durch die Düngung mit Gülle gelangt sein, weil die EHEC-Darmbakterien vor allem auch im Darm von Kühen leben.

Wie äußert sich eine Infektion mit EHEC?
Wenn Sie folgende Symptome bei sich oder Ihren Familienangehörigen feststellen, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen:

  • blutiger Durchfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchkrämpfe und Bauchschmerzen

Es ist nur in Ausnahmenfällen möglich, dass eine Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgen kann. 

Wie kann man sich vor Enterohämorrhagische Escherichia coli Bakterien schützen?
Strikte Hygienemaßnahmen können uns vor einer Infektion mit EHEC bewahren. Waschen Sie sich deshalb öfter am Tag die Hände, besonders in Zeiten von erhöhter Ansteckungsgefahr. Benutzen Sie regelmäßig frische Handtücher.

Bei der Zubereitung und Lagerung von Speisen sollten Sie folgendes beachten:

  • Rohes Obst und Gemüse sollte sehr gut gewaschen werden.
  • Um Bakterien ganz abzutöten, ist es sinnvoll, das Gemüse zu kochen.
  • Lassen Sie sich auf einem Obst- und Gemüsemarkt nicht zum Naschen verführen.
  • Verarbeiten Sie frisches Fleisch so schnell wie möglich.
  • Bewahren Sie verderbliche Lebensmittel immer im Kühlschrank auf.
  • Waschen Sie sich vor, während und nach der Zubereitung von Speisen die Hände.
  • Reinigen Sie Messer, Schneidbretter und das Geschirr gründlich.

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