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EHEC-Erreger: Tödlicher Durchfall

Lesezeit: 2 Minuten Ein gefährlicher Darminfekt verbreitet sich in Deutschland und hat bereits erste Todesopfer gefordert. Betroffen vom EHEC-Erreger sind zumeist erwachsene Frauen. Die Infektionsquelle ist noch unbekannt, deshalb raten Experten zu besonderer Hygiene. Lesen Sie, wie Sie EHEC erkennen und wie Sie sich schützen können.

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EHEC-Erreger: Tödlicher Durchfall

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Bauchschmerzen und Durchfall sind nicht unbedingt Symptome, bei denen man gleich zum Arzt rennt, aber derzeit sollten Sie das dennoch in Betracht ziehen. Es könnte sich um einen durch den EHEC-Erreger verursachten Darminfekt handeln, der tödlich enden kann.

Was passiert bei einer EHEC-Infektion?
EHEC, das steht für enterohämorraghische Escherichia coli, ein Darmbakterium, welches blutige Durchfälle verursachen kann. In besonders dramatischen Fällen kann es aber auch zu Nierenversagen oder einem Hirnödem führen. Mit EHEC ist also nicht zu spaßen. Vor allem, weil der bei den bisherigen Fällen nachgewiesene EHEC-Erreger eine Antibiotikaresistenz aufweist.

Gelangt der EHEC-Erreger in den Körper, setzt er einen Giftstoff frei, der die roten Blutkörperchen im Körper angreift und verklebt durch seine Abbauprodukte die Blutgefäße in den Nieren. Es drohen Blutarmut und Nierenversagen. Außerdem können auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden.

Therapie und Vorsorge bei EHEC-Infektionen
Wird eine Infektion mit EHEC festgestellt, kommt in der Regel ein Aphareseverfahren zum Einsatz, mit dem Schadstoffe aus dem Blut gefiltert werden. Damit wird ein Nierenversagen verhindert. Der Einsatz von Antibiotika ist hingegen problematisch, weil dadurch der Schadstoffausstoß ins Blut sogar ansteigen kann.

Wer kann sich mit EHEC infizieren?
Grundsätzlich kann sich jeder mit EHEC infizieren, derzeit sind aber überwiegend Frauen betroffen, weswegen Experten davon ausgehen, dass sich die Krankheit durch verseuchtes Gemüse verbreitet. Möglicherweise ist der EHEC-Erreger durch Gülle-Düngung in die Nahrungskette gelangt. Und da Frauen wesentlich häufiger Gemüse in der Küche zubereiten, könnte das die Ursache sein.

Dennoch ist jeder gefährdet. Gesundheitsexperten raten daher zu besonderer Hygiene, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Neben der direkten Infektion durch den Kontakt mit Tierkot oder infizierten Lebensmitteln, kann sich die Krankheit in der akuten Phase auch im Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen.

Achten Sie daher in der Küche auf besondere Hygienemaßnahmen: Waschen Sie sich nach dem Kontakt mit Gemüse sorgfältig die Hände. Verzehren Sie nur gekochtes Gemüse und waschen dieses vorher gründlich ab. Verzichten Sie außerdem auf Rohmilchprodukte und rohes Fleisch.

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