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EHEC-Bakterien in unserer Umwelt: Schützen Sie sich

Lesezeit: 2 Minuten Bereits 3400 Menschen sind derzeit an EHEC erkrankt. Da bleibt es nicht aus, dass das lebensgefährliche Darmbakterium sich auch in der Umwelt breit macht. Eine Übertragung von Menschen auf Lebensmittel ist möglich. Wie können wir mit der lauernden EHEC-Gefahr umgehen? Drohen uns neue Epidemien?

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EHEC-Bakterien in unserer Umwelt: Schützen Sie sich

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EHEC-Bakterien werden durch Schmierinfektionen übertragen
Durch Hände, an denen EHEC-Erreger haften, können andere Menschen, Nahrungsmittel und Gegenstände mit EHEC-Bakterien kontaminiert werden. Aus diesem Grund sollte man in Infektionszeiten besonders auf gute Handhygiene achten.

Grundsätzlich gilt: Wer an einer übertragbaren Infektion leidet, sollte den körpernahen Kontakt zu anderen Menschen meiden. Leidet man an einer EHEC-Infektion, sollte man gar keine Nahrungsmittel für andere zubereiten. Erreger, die an bestimmten Nahrungsmitteln gefunden wurden, könnten auch von Menschen übertragen worden sein, die bereits mit EHEC infiziert waren.

Auch für Gesunde gilt: Vor, während und nach der Zubereitung von Nahrungsmitteln sollten in jedem Fall die Hände gründlich gewaschen und wenn notwendig desinfiziert werden.

Infizierte Menschen und Tiere scheiden den EHEC-Erreger über den Darm aus
EHEC-Bakterien siedeln sich in der Schleimhaut des Dickdarms an und werden über den Darm ausgeschieden. Dadurch gelangen EHEC-Keime in die Kläranlagen und von dort können sie auch in Bäche kommen. Auf diesem Weg können sich die aggressiven Erreger in unserer Umwelt verteilen. Deshalb ist nach wie vor Vorsicht geboten und Hygienemaßnahmen sollte man unbedingt einhalten.

Worauf siedeln sich vermehrt EHEC-Keime an?
Mit EHEC-Erregern verseuchtes Wasser kann eine Gefahr für Menschen sein. Wird Wasser (zum Beispiel aus einem Bach), das mit EHEC-Bakterien verseucht ist, zur Bewässerung von Nahrungsmitteln verwendet, kann dies dazu führen, dass Lebensmittel mit EHEC-Keimen kontaminiert werden. Erreger im Trinkwasser könnten eine EHEC-Epidemie auslösen.

Lebensmittel, die mit Tierkot oder Gülle in Berührung kommen, können eine besondere EHEC-Gefahr darstellen. Dies sind vor allem Salat und Gemüse. Nahrungsmittel aus rohen Fleischwaren (zum Beispiel Tartar, Rohwürste), Rohmilcherzeugnisse (Rohmilchkäse) könnten ebenfalls Überträger von EHEC-Bakterien sein.

Was sollte man in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr unbedingt beachten?

  • Essen Sie keine rohen Fleisch- und Wurstwaren.
  • Waschen Sie Obst, Gemüse und Salate vor dem Verzehr gründlich ab.
  • Essen Sie keine Rohmilchprodukte, trinken Sie auch keine Rohmilch, die zuvor nicht abgekocht wurde.
  • Achten Sie auf eine strikte Hygiene der Hände und Flächen.

Können wir zukünftig EHEC-Epidemien verhindern?
Wissenschaftler forschen zurzeit daran, ob es zukünftig möglich sein wird, EHEC-Erkrankungen zu verhindern. Dies soll durch den Einsatz von bestimmten Bakteriophagen der Fall sein. Bakteriophagen sind Viren, die auf Bakterien als Wirtzellen fungieren. Diese Bakteriophagen müssten nach Meinung der Forscher in der Lage sein, EHEC-Keime auf Nahrungsmitteln abzutöten.

Wir können gespannt sein, ob sich die Hoffnungen der Wissenschaftler bestätigen werden. Bis eine wirksame Prophylaxe oder ein Impfstoff auf den Markt kommt, wird es immer wieder EHEC-Fälle geben. Wir können jedoch einiges dazu beitragen, dass sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet.

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