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Bildstabilisator im Objektiv oder Body: Was sind die Vorteile?

Lesezeit: 2 Minuten Aufgrund von Atmung, Herzschlag und Co. ist es unmöglich, die Kamera 100 Prozent ruhig zu halten. Meistens haben kleine Handbewegungen keine Auswirkungen auf das Foto. In ungünstigen Lichtverhältnissen oder bei langen Brennweiten profitiert jedoch eine ruhige Hand. Ein Bildstabilisator im Objektiv oder Body hat den Vorteil, dass dieser kleinste Verwacklungen ausgleicht und Sie trotz zitternder Hand ein knackig scharfes Bild erhalten. Der Bildstabilisator hat aber auch Nachteile.

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Bildstabilisator im Objektiv oder Body: Was sind die Vorteile?

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Was bedeutet Bildstabilisator?

Die klassische Bildstabilisierung, auch mechanische Bildstabilisierung genannt, ist das Stativ. Der optische Bildstabilisator hingegen ist eine Funktion beispielsweise im Objektiv, die durch bewegliche Linsen kleine Bewegungen ausgleicht und somit Unschärfe durch Verwackeln vermeidet.

Wenn Sie von sich aus sagen, dass Sie keine ruhige Hand beim Fotografieren haben, bietet der Bildstabilisator im Objektiv oder im Gehäuse einige Vorteile. Aber auch bei längeren Belichtungszeiten oder ungünstigen Lichtverhältnissen glückt mit dem Bildstabilisator die Aufnahme. Ein Bildstabilisator im Objektiv oder Gehäuse ermöglicht es, mit einer bis zu 4 Mal längeren Belichtungszeit zu fotografieren.

Unterschied: Bildstabilisator im Objektiv oder im Body?

Viele Hersteller bieten Kunden die Möglichkeit, einen Bildstabilisator zu kaufen, der im Objektiv oder sensorbasiert in der Kamera integriert ist. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand: Bei einem sensorbasierten Bildstabilisator können Sie den Stabilisator mit jedem beliebigen Objektiv verwenden. Bei diesem müssen Sie sich nicht auf die Marke der Kamera spezialisieren (auch Tamron oder Sigma können verwendet werden). Wenn Sie also in einen Bildstabilisator investieren, um allgemein Verwacklungen zu vermeiden, ist der Stabilisator in der Kamera zu empfehlen.

Ansonsten müssten Sie für jedes einzelne Objektiv den Stabilisator mit kaufen. Objektive mit integriertem Bildstabilisator liegen in einer höheren Preisklasse als die gleichen Objektive ohne IS-System.

Wenn Sie ein Objektiv mit Bildstabilisator kaufen, dann achten Sie darauf, dass Sie keinen elektronischen Stabilisator kaufen. Dieser ist hauptsächlich in Videokameras enthalten. Hier wird entweder die Sensibilität des Sensors erhöht oder aber das Bild einfach nachgeschärft. Je nach Lichtsituation kann dadurch störendes Bildrauschen entstehen. Lassen Sie sich von einem hoch angepriesenen elektronischen Bildstabilisator also nicht in die Irre führen.

Grenzen des Bildstabilisators

Auch wenn Ihr Body oder Ihr Objektiv einen Bildstabilisator integriert hat, können Sie nicht in lichtarmen Situationen frei drauf losknipsen. Denn auch der Bildstabilisator kommt schnell an seine Grenzen. Nachtaufnahmen, Kircheninnenaufnahmen oder Ähnliches sind aufgrund des fehlenden Blitzes aber dafür langer Belichtungszeit nicht mehr frei Hand zu fotografieren. Hier hilft nur die mechanische Bildstabilisierung mittels Stativ. Auch bei bewegten Aufnahmen versagt der Bildstabilisator schnell.

Achtung: Mehr Stromverbrauch

Auch wenn der Bildstabilisator im Objektiv viele Vorteile bietet und Verwacklungen vermeidet, müssen auch die Nachteile genannt werden. Bei Aktivierung des Bildstabilisators, egal ob im Objektiv oder in der Kamera, büßt der Akku automatisch mehr an Leistung ein. Bei längeren Shootings sollten Sie das IS-System also nur einschalten, wenn es wirklich vonnöten ist. Auch bei Serienaufnahmen sollte auf den Stabilisator verzichtet werden. Er verzögert den Auslöser nämlich minimal, da er sich zunächst einmal auf den Ausgleich der Bewegungen Ihrer Hand konzentriert. Die Kamera arbeitet somit langsamer.

Fazit: Bildstabilisator als nützlicher Zusatz

Überlegen Sie sich vor dem Kauf, was Sie fotografieren möchten. Vor allem bei langen Brennweiten lohnt sich die Investition in einen Bildstabilisator. Achten Sie darauf, dass Sie den Stabilisator nur dann verwenden, wenn er wirklich benötigt wird. Bei guten Lichtverhältnissen und Belichtungszeiten bis zu 1/125 Sekunden, können Sie das System ausschalten.

Wenn Sie planen, mit Stativ zu fotografieren, ist ein Bildstabilisator überflüssig. Allerdings hat man nicht immer ein Stativ parat, sodass dann der Stabilisator eine sinnvolle Zusatzfunktion ist. Wie Sie sehen: Es kommt ganz auf Ihre Ambitionen an, ob Sie ein Objektiv oder ein Gehäuse mit Bildstabilisator kaufen. Vergleichen Sie einfach die Preisunterschiede und überlegen Sie sich dann, ob sich die Investition für Sie lohnt. Ist der Preisunterschied minimal, sollten Sie den Bildstabilisator mitkaufen.

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