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Alkohol: Freund oder Feind Ihrer Gesundheit?

Lesezeit: 2 Minuten Wissenschaftler der Universität Auckland/Australien haben es nun in Untersuchungen bestätigt: Alkohol hat keinerlei positive Wirkung auf Ihre Gesundheit. Die Forscher nahmen die alten Studien noch einmal unter die Lupe, die von einer 25-%igen Reduzierung des Risikos sprachen, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden. Sie stellten dabei fest, dass nicht genügend berücksichtigt wurde, wie gesund die Studienteilnehmer waren und in welchen Umständen sie lebten. Die Aucklander Forscher stritten nicht ab, dass es gesundheitliche Vorteile von Alkohol geben mag. Um in deren Genuss zu kommen, müssen Sie aber jeden Tag eine so große Menge Alkohol trinken, dass Sie dafür an Leberzirrhose oder Darmkrebs erkranken würden.

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Alkohol: Freund oder Feind Ihrer Gesundheit?

Alkohol: Freund oder Feind Ihrer Gesundheit?

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Alkohol an sich ist ein ganz natürliches Produkt. Er entsteht, wenn Früchte bzw. Säfte vergären – so enthält zum Beispiel eine reife Banane rund 1 % Alkohol. Dieser ist nicht schädlich. Der Alkohol allerdings, den Sie sich durch Getränke zuführen, wird vom gesamten Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Schon in der Mundschleimhaut gelangt Alkohol ins Blut, von dort aus wandert er in den ganzen Körper und ins Gehirn. Der Alkohol, der über den Darm aufgenommen wird, kommt erst in die Leber. Hier wird er zu Ethanal und dann weiter zu Ethansäure abgebaut. Ethanal ist das Produkt, welches den Kater verursacht. Die Ethansäure dagegen kann als Fett eingelagert werden – so macht Alkohol nicht nur einen dicken Kopf, sondern auf Dauer auch einen dicken Bauch.
Eine weitere, direkte Gefahr geht vom Alkohol aus, wenn Sie ihn draußen trinken und die Temperaturen noch relativ niedrig sind, wie z.B. während des Straßenkarnevals. Alkohol führt zur Erweiterung der Blutgefäße, die an der Körperaußenseite liegen und verursacht so ein Wärmegefühl. Tatsächlich aber setzt er so die natürliche Temperaturregulierung Ihres Körpers außer Kraft. Darüber hinaus betäubt Alkohol, so dass Sie gar nicht mehr merken, wie kalt es Ihnen wirklich ist. Gerade im Winter drohen Ihnen so Erfrierungen, die Sie erst einmal nicht bemerken.
Der Alkoholanteil, der direkt ins Blut gelangt, wirkt sich über kurz oder lang, je nach persönlicher Verfassung, auf Ihr Gehirn aus. Schon 0,2 Promille Alkohol pro Tag verengen nicht nur das Blickfeld, sie setzen auch Ihre Reaktionszeit herab. Diese 0,2 Promille entsprechen 0,3 l Bier oder 100 ml Wein. Nehmen Sie regelmäßig 50 Gramm Alkohol zu sich, so kann es laut Stockholmer Forschern am Nervensystem zu bleibenden Schäden kommen: Gehirnzellen sterben dauerhaft ab, die Weiterleitung von Reizen funktioniert nicht mehr. Mehr noch: Wichtige Botenstoffe im Gehirn werden verstärkt oder außer Kraft gesetzt.
Alkohol entzieht Ihrem Körper wichtige Vitalstoffe: Magnesium, das Salz der inneren Ruhe, haben viele Menschen generell zu wenig im Blut. Alkohol hat die unangenehme Eigenschaft, zusätzlich Magnesium aus den Zellen zu spülen. Stellen Sie sich vor, Sie trinken jeden Tag ein Glas Wein. Tag für Tag bauen Sie so etwas von dem kostbaren Magnesium in Ihrem Blut ab. Diesen Verlust können Sie gar nicht wieder durch die Nahrung ausgleichen. Die Folgen sind: Unruhe und Nervosität, Migräne, Herzprobleme wie Herzjagen, Krämpfe in der Herzmuskulatur, Herzrhythmusstörungen oder Herzschmerzen sowie Magen-Darm-Probleme.
Daher sollten Sie auf jeden Fall, wenn Sie Alkohol getrunken haben, am nächsten Tag Ihren Magnesiumspeicher auffüllen – zum Beispiel mit einem Hülsenfrucht-Gericht.

Bildnachweis: Markus Mainka / stock.adobe.com

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