Gefahrstoffe: Bedrohung für Erbgut und Potenz!

Gefahrstoffe – Immer wieder können wir mit ihnen in Berührung kommen, ohne zu wissen, wie sie auf unseren Körper wirken. Manche von ihnen können sogar das Erbgut verändern oder die Potenz gefährden. Welche Stoffe sind das und wie wirken sie?

Gefahrstoffe: Bedrohung für die Potenz
Laut Definition gelten jene Gefahrstoffe oder Zubereitungen als Gefahr für die menschliche Potenz, die folgende negative Auswirkungen auf den Körper haben:  

  • Schäden an ungeborenen Kindern
  • Erhöhung der Häufigkeit solcher Schäden (fruchtschädigende Eigenschaften)
  • Beeinträchtigung der geistigen oder körperlichen Entwicklung der Nachkommenschaft nach der Geburt.
  • Beeinträchtigung der männlichen oder weiblichen Funktionen oder Fähigkeit für die Fortpflanzung (Potenz).  

Auch gibt es viele Gefahrstoffe, die das menschliche Erbgut verändern können.

Die Veränderung von menschlichem Erbgut
Als Gefahrstoffe, die das Erbgut verändern können gelten Stoffe, die eine Änderung des genetischen Materials bewirken können. Das bedeutet, dass durch diese Gefahrstoffe vererbbare Schäden verursacht werden können.

Die Gefahrstoffe, welche das Erbgut verändern oder die Potenz gefährden, werden oft durch Einatmen, Verschlucken oder über die Haut vom menschlichen Körper aufgenommen.   

Um welche Stoffe handelt es sich? Hier einige Beispiele:  

1. Erbgutverändernde Gefahrstoffe:

  • Acetylen: Gas zum Schweißen, Narkosemittel, Herstellung von Gummi oder Druckerschwärze, Beleuchtungen
  • 1,3-Butadien: wird für die Weiterverarbeitung von Synthesekautschuk verwendet
  • Diethylsulfat: Verwendung für die Herstellung von Farbstoffen  

2. Potenz- bzw. Fortpflanzungsgefährdende Gefahrstoffe:

  • Blei: die größten Bleiverbraucher sind USA, Japan, Deutschland und die Volksrepublik China. Blei findet in den unterschiedlichsten Branchen und Verarbeitungen Verwendung. Wie z. B. Maschinenbau, Strahlenschutz, Elektrotechnik, Anlagenbau, Bauwesen, Brauchtum usw. Blei selbst ist nicht giftig. Toxisch sind jedoch gelöstes Blei und Bleiverbindungen, sowie Bleistäube, die durch Verschlucken oder Einatmen in den Körper gelangen können. Besonders toxisch sind Organobleiverbindungen.
  • Dimethylformamid: Findet als Lösemittel in der Kunststoffindustrie Verwendung. Auch kommt es als Bestandteil von Flugbenzin vor. Es greift vor allem die Leber an.  
  • Kohlenmonoxid: Es wird in der Industrie zur Reinigung von Nickel verwendet. In der Natur entsteht es durch unvollständige Verbrennung von fossilen Brennstoffen.  

Mein Expertentipp:
Vermeiden Sie das Hantieren mit Gefahrstoffen, die das Erbgut verändern oder die Potenz gefährden. Wenn es sich jedoch nicht vermeiden lässt, führen Sie unbedingt eine Gefährdungsbeurteilung durch und treffen Sie Maßnahmen, die das Risiko so weit wie möglich minimieren.

Maßnahmen gegen die Bedrohung durch potenzgefährdende oder erbgutverändernde Gefahrstoffe können z.B. sein:  

Veröffentlicht am 3. September 2010