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So erstellen Sie Use Cases systematisch und nachhaltig

So erstellen Sie Use Cases systematisch und nachhaltig
geschrieben von Ulrike Laubner

Die meisten Produkte verfügen über eine Benutzeroberfläche: Tasten, Knöpfe, Hebel oder Touch Screens. Diese Benutzeroberflächen müssen vor der Produktentwicklung beschrieben werden, sodass Designer, Software-Entwickler und Ingenieure diese bestmöglich umsetzen.

Vorbereitung für einen Use Case

Achten Sie darauf, dass in der Produktplanung, DesignbriefingLastenheft und/oder im Marketing-Plan das Produktziel und die Kundengruppe klar definiert sind. Sie benötigen beide für das Testprozedere und das Controlling während der Entwicklung.
Ermitteln Sie typische Kunden für Ihre Zielgruppe(n) und integrieren Sie diese möglichst früh in den Entwicklungsprozess.

Die einzelnen Zielgruppen können sich anders verhalten. Sie können sich auch anders verhalten, als Ingenieure und Produktmanager sich dies vorgestellt, erfragt und spezifiziert haben. Die reale Bedienung können Sie am besten über eine Beobachtung während einer Testphase sehen.

Inhalte eines Use Cases

Use-Case-Beschreibungen sind Verhaltensbechreibungen der Bedieneroberfläche. Sie beschreiben die Abläufe, wie sich ein bestimmtes System während der Anwendung verhält. Dabei wird die "normale" gebrauchsübliche Anwendung berücksichtigt, die auf Fehlfunktionen, die aufgrund der Technik möglich sind, aber auch aufgrund von falschen Eingaben des Benutzers (Zielgruppe) erfolgen.

Welche Inhalte benötigt ein Use Case?

  1. Name des Use Cases
  2. Kurze Beschreibung der Funktion
  3. Anwender (Zielgruppe)
  4. Vorbedingungen
  5. Gebrauchsübliche Anwendung
  6. Signalzeichen als Rückmeldungen für den Benutzer
  7. Endzustand nach der Bedienung
  8. Mögliche Fehlverhalten
  9. Zeichnung der Bedieneroberfläche
  10. Sonstige Bemerkungen

Ein Use Case lässt sich als Word-Dokument beschreiben oder als Workflow. Der Vorteil des Workflows ist, dass die Fehlverhalten und Handlungsalternativen übersichtlicher und integrierter dargestellt werden können.

Die Erarbeitung der Use Cases benötigt viel Zeit. Jedoch sind sie eine unerlässliche Dokumentation für Produktentwicklungen, die aufeinander aufbauen. Sind die Use Cases jedoch einmal erstellt und auf dem aktuellsten Entwicklungsstand, dienen sie als Grundlage für weitere Entwicklungen. Dies erspart bei nachfolgenden Projekten viel Zeit in der Erstellung, Entwicklung und bei den Tests.

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Ulrike Laubner

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