Marketing

Mehr Gewinn mit richtiger Produktplanung im Innovationsprozess

Mehr Gewinn mit richtiger Produktplanung im Innovationsprozess
geschrieben von Ulrike Laubner

Produktentwicklung beginnt mit einer Idee. 8% der Ideen werden als Produkte im Markt eingeführt – davon sind 85% Flops und Verluste! Mit mehr Fokus auf die wichtige Produktplanung können Unternehmen ihre Produktentwicklung effizienter gestalten und Gewinne sichern.

Marktfähige Projekte entwickeln

Es benötigt viele Ideen, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Eine Denkhaltung, wie "Ich weiß, was mein Kunde will"oder "Das haben wir immer schon so gemacht" sind Killerkriterien für die existenziell nötigen neuen Ideen. Neue Ideen gibt es viele:  internes Datenmaterial  über beispielsweise Kundenzufriedenheit, Qualität, Ideenmanagement (KVP, Open Innovation, Crowd Sourcing) und Trendanalysen.

Einer Ideenbewertung nach klar definierten Kriterien kommt hier eine entscheidende Rolle zu. Unternehmensspezifische Merkmale ermöglichen, dass nur Produkte entwickelt werden, die nicht "Liebling" eines Einzelnen sind, sondern einen echten Kundennutzen bieten oder von strategischer Bedeutung sind. Dadurch steigt die Anzahl marktfähiger Projekte, und Mitarbeiter arbeiten an wirklich wichtigen Projekten.

Beispiel: Nutzen-Analyse (Auszug)

Kriterien

 

Idee 1

Idee 2

Idee 3

Gewichtung

G

Bewertung

Ergebnis

Bewertung

Ergebnis

Bewertung

Ergebnis

Kundennutzen

4

6

24

10

40

9

36

Wettbewerbsvorteil

3

1

4

8

24

10

30

Herstellkosten

2

8

16

1

2

6

12

Investition

2

4

8

9

18

10

20

Marge

2

6

12

3

6

8

16

Verkauf Zusatzprodukte

3

8

24

6

18

8

24

Ergebnis

   

133

 

108

 

138

 

Produktplanung beginnt am Anfang

Die favorisierte Idee bedarf einer detaillierten Planung, welche als Lastenheft, Spezifikation oder Marketingplan bezeichnet wird. Allen gemein ist, dass das Produkt mit allen Zusatzprodukten und Dienstleistungen erfasst wird. Dafür braucht es Zeit.

Phrasen wie "Machen Sie mal eben" und "Das haben wir sonst auch so gemacht" fördern eine kontraproduktive Schnelligkeit. Falsche oder fehlende Produktmerkmale führen zu teuren nachträglichen Korrekturen. Die Kosten für Korrekturen steigen auf das 100-fache in der Konstruktionsphase und um das 1000-fache, wenn das Produkt eingeführt ist.

Praxis-Beispiel

5 Monate vor Einführung fällt einem Mitarbeiter auf, dass es nicht möglich ist, bestehende Zusatzgeräte an das neue Produkt anzubringen. Die Firma entscheidet, das neue Produkt nur mit dieser Zusatzleistung in den Markt einzuführen – gemäß Termin.

Was sind nun die Konsequenzen?

Geldverschwendung

Zeitverschwendung

Sonstiges

Mitarbeiterzeit

Honorare für Externe

Teurere Beschaffung

Expresskosten

Neudruck von Anleitungen

Neudruck Marketingmaterial

Lagermaterial entsorgen

 

Zusätzliche Meetings

Umkonstruktion

Beschaffung neuer Komponenten

Neue Materialtests

Neue Produkttests

Neue Fotos

Korrektur Dokumentationen

Vermehrte Krankheit

Stress

Mitarbeiterunzufriedenheit

Blockade von Mitarbeitern für neue Projekte

Qualitätsmängel

Die Konsequenzen können die ursprünglichen Projektkosten leicht um 30% in die Höhe katapultieren.

Die anfänglichen Konstruktionskosten von 600 CHF steigen nun auf 60.000 CHF, um alle Änderungen durchzuführen. Nehmen Sie die Senkung der Marge, Preiserhöhung oder Terminverzug nicht länger in Kauf.

Effiziente Produktplanung beinhaltet:

  • Klar kommuniziertes Produktziel
  • Vorherige Markt- , Kunden-, Wettbewerbsanalyse
  • Abteilungsübergreifende Teamarbeit
  • Detail-Anforderungen für Kern- und Zusatzprodukte
  • Risikoanalysen
  • Erfahrung im Projektmanagement
  • Frühzeitige Integration des Kunden

Über Ihren Experten

Ulrike Laubner

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