Hobby & Freizeit

Mit Lichtwellenleitern die perfekte Modellbau-Beleuchtung realisieren

Erst die Beleuchtung macht viele Modelle zum faszinierenden „Hingucker“. Bei der vorbildnahen Beleuchtung von Modellbau-Objekten, insbesondere Fahrzeugen, bieten aktuelle technische Entwicklungen wie die Lichtwellenleiter (LWL) Ihnen immer mehr Möglichkeiten der optischen Perfektion. Wie Sie Lichtwellenleiter rund um Modellbau und Modellbahn einsetzen, schildert Ihnen dieser Beitrag.

Lichtwellenleiter (LWL) ermöglichen filigranste Beleuchtungselemente

In den meisten Fällen findet die Beleuchtung von Modellen heute mit LEDs statt, ganz gleich, ob es sich um Standmodelle wie Häuser oder fahrende Modelle einer Modelleisenbahn handelt. Wenn normale Standard-Leuchtdioden (Durchmesser standardmäßig 5 mm und 3 mm) noch zu groß sind, wird zu SMD-LEDs gegriffen (SMD = Surface Mounted Device).

Rund um die Modellbahn gibt es jedoch speziell bei den ganz „kleinen“ Nenngrößen eine Vielzahl von Situationen, in denen sogar eine Beleuchtung mit SMD-LEDs noch zu groß oder zu umständlich ist. Das trifft zum Beispiel zu, wenn Sie eine filigrane Figur mit einem Lichteffekt ausstatten möchten, im beengten Gehäuse einer Lokomotive die Spitzenbeleuchtung nachrüsten möchten oder einen Modellbahn-Sternenhimmel planen.

Doch es gibt hierfür eine Lösung in Form der Lichtleiter (LWL = Lichtwellenleiter). LWL werden schon seit geraumer Zeit z. B. in der Medizin eingesetzt, um bei minimalen Operationsöffnungen Bilder vom Inneren des Körpers zu erhalten (Endoskopie). Der optische Effekt ist dadurch möglich, dass das Licht weitestgehend erst am Ende des LWLs austritt und eine hervorragende Farbechtheit bietet.

Lichtwellenleiter inzwischen ein Standard-Material auch für Modellbau und Modellbahn

Der Bezug von Lichtwellenleitern für Hobbyzwecke ist unproblematisch, die LWL sind in unterschiedlichen Stärken und Längen bei den bekannten Elektronik-Versendern sowie beispielsweise im „Fibre-Shop“ erhältlich. Die folgenden vier Tipps helfen Ihnen beim Einsatz und der Verarbeitung: 

  1. Die LWL sollten Sie von vorne herein in einem möglichst passenden Durchmesser anschaffen. Nötigenfalls lassen sie sich aber auch an der Spitze anschleifen.
  2. Soll ein LWL „um die Kurve“, ist der Biegeradius unbedingt zu beachten, damit der LWL nicht bricht. Geht es doch einmal extrem eng zu und der Biegeradius muss unterschritten werden, kann ein LWL vorsichtig verformt werden, ohne dass er seine Funktion verliert. Dazu ist eine Heißluftpistole ideal, mit etwas Geschick geht das aber auch über einem heißen Lötkolben.
  3. Ein LWL gibt nur extrem wenig Streulicht ab. Soll das auch noch unterbunden werden, schwärzen Sie den LWL außen, dazu reicht ein Edding Faserstift. Wer es besonders gut machen möchte und den LWL auch noch nach dem Einbau schützen möchte, der verwendet passenden Schrumpfschlauch.
  4. Um das Licht in den LWL hineinzutransportieren, wird bei manchen LWLs schon eine Steckfassung für eine LED mitgeliefert. Alternativen: Den LWL mechanisch vor der lichtspendenden LED fixieren oder ihn mit transparentem Sekundenkleber an den Kunststoffkörper der LED ankleben. 
  5. Soll der Lichkörper eine größere Austrittsfläche haben, bieten Elektronikversender hierfür LWL-Lichtleiter zur Frontplatten-Montage an, die sich zumindest bei größeren Modellbau-Maßstäben einsetzen lassen.

Tipp: Weitere Tipps&Tricks zum technischen Modellbau finden Sie im kostenlosen Magazin „Modellbahntechnik aktuell„.

Weitere Modellbau- und Modellbahn-Tipps finden Sie zudem in diesen experto-Artikeln:

 

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Über Ihren Experten

Rudolf Ring

Rudolf Ring

Rudolf Ring gehört zu den frühen Einsteigern in die Informationstechnologie in Deutschland und hat ab den 80er Jahren die Vorzüge so ziemlich jeden Computertyps irgendwann persönlich in Erfahrung gebracht. Nach Bundeswehr, Studium und freien Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung leitete der Computer-Experte die PC-Werkstatt eines mittelständischen IT-Unternehmens.

Als selbstständiger Journalist und Autor verfasste er seit Anfang der neunziger Jahre bis heute unter anderem für PC-Anwender-Handbuch, PC-Hardware-Profi und PC-Pannenhelfer mehrere hundert Beiträge, hinzu kommen Bücher und Studien. Vom ersten IBM-PC 1981 bis zu den neuesten Mobilgeräten reicht sein Interessengebiet.

Schwerpunkt seiner aktuellen Beiträge sind die klassischen Themen PC-Hardware und -Pannenhilfe, hinzu kommen Home-Entertainment und Mobile Computing. Dem Informationsdienst „Einfach Android“ steht Rudolf Ring als Chefredakteur vor.