Verbraucherrecht

Checkliste: Wann lohnt sich eine Mediation für mich?

Checkliste: Wann lohnt sich eine Mediation für mich?
geschrieben von Ann-Christin Weber

Sehen wir uns nun vor Gericht oder nicht? Sind Sie ein Fall für den Anwalt oder den Mediator? Wann sind Sie als Verbraucher mit einer außergerichtlichen Mediation gut beraten? Folgende Checkliste kann Ihnen helfen, sich für oder gegen eine Mediation zu entscheiden.

Sind Sie und der Konflikt für die Mediation geeignet?

Bevor Sie einen geeigneten Mediator aufsuchen, sollten Sie natürlich abgeklärt haben, ob sich Ihr Konflikt, aber vor allem, ob Sie sich persönlich selbst für ein Mediationsverfahren eignen. Je mehr Sie den folgenden Aspekten zustimmen können, umso eher kommt ein Mediationsverfahren für Sie persönlich als richtige Alternative in Betracht.

Checkliste: Eignet sich eine Mediation?

  • Ich bin in hohem Maße an einer interessenorientierten, gemeinsam zu erarbeitenden Lösung des Konfliktes interessiert. Mir geht es nicht ums reine Gewinnen oder Verlieren. Ich möchte die Struktur des Konfliktes ergründen. Die andere Partei respektiere ich daher und betrachte sie nicht zwingend als meinen Gegner. 
  • Ich bin grundsätzlich bereit, mit der anderen Partei alle der Sache dienlichen Aspekte gemeinsam zu erörtern und offen zu legen.
  • Mir ist es sehr wichtig, den Konflikt zu klären und eine dauerhafte Einigung mit der anderen Partei zu erzielen. Dabei akzeptiere ich die für das Mediationsverfahren geltenden Regeln und halte diese ein.
  • Ich werde mit der anderen Partei auch zukünftig zwangsläufig häufiger zu tun haben. Dies kann etwa bei langfristigen Vertragsbeziehungen oder menschlichen Beziehungen der Fall sein (Kundenkontakte, Nachbarschaft, Familie, Arbeitsverhältnis). 
  • Ich möchte während des Verfahrens der anderen Partei ohne Gewissensbisse in die Augen schauen können. Eine wertschätzende und sachliche Kommunikation hierbei ist mir eher wichtig als unwichtig.   

  • Ich lasse es zu, dass auch nicht justiziable Themen, wie etwa Konfliktbereitschaft, Vereinbarungen von Kommunikationsverhaltensregeln, Entschuldigungen, Gegenstand des Verfahrens werden können.
  • Absolute Diskretion während des Verfahrens ist mir sehr wichtig. Mit dem Gedanken, dass mein Konflikt Gegenstand einer öffentlichen Gerichtsverhandlung wird, könnte ich mich nur schwer anfreunden.
  • Ich bin in der Lage, auf die Neutralität und Kompetenz eines seriösen und  geduldigen Mediators zu vertrauen, der ausgewogen auf die Parteien einzugehen versteht und hierbei sowohl zu einem Perspektivenwechsel befähigt ist, als auch, wo nötig, die Belange Dritter (etwa das Wohl eines Kindes) berücksichtigen kann. Ich respektiere den Mediator als Vermittler. Mir ist es aber auch bewusst, dass die Teilnahme an einer Mediation auf Freiwilligkeit basiert.
  • Unnötige Kosten durch lang andauernde Instanzenzüge möchte ich vermeiden.
  • Ich bin dazu bereit, die durch das Mediationsverfahren gewonnenen Vereinbarungen verbindlich zu befolgen und mein zukünftiges Handeln danach auszurichten.  

Hinweis: Diese Checkliste soll lediglich Anreize für den Verbraucher schaffen, die zu einer Erleichterung der Entscheidungsfindung bei der Wahl eines Konfliktschlichtungsverfahrens  beitragen können, sie erhebt hierbei keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Ann-Christin Weber

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