Aufnahme

Nachtaufnahmen: Wie Sie den Mond fotografieren

Nachtaufnahmen: Wie Sie den Mond fotografieren
geschrieben von Burkhard Strack

Zu einem schönen Nachthimmel gehört ein schöner Mond. Möchten Sie den Mond fotografieren, stoßen Sie schnell auf Probleme. Mit etwas Ausrüstung und den richtigen Einstellungen können Sie eine gelungene Nachtaufnahme vom Mond anfertigen.

Nachtaufnahmen sind nie ganz einfach. Wer den Mond prominent auf dem Bild haben will, bekommt aber noch zusätzlich Probleme. Der Himmelskörper ist ziemlich weit weg und damit aus unserer Sicht sehr klein.

Mond nah heranholen mit dem Teleobjektiv

Möchten Sie eine Aufnahme vom Mond machen, platzieren Sie das Objekt möglichst formatfüllend im Bild. Verwenden Sie die längste Brennweite, die Sie haben. Statt einem Vollformatsensor können Sie hier eine Kamera mit Crop-Faktor einsetzen. Damit können Sie den Mond noch größer abbilden.

Natürlich müssen Sie für Nachtaufnahmen ein Stativ benutzen. Nicht nur wegen mangelndem Licht, sondern auch, weil Sie lange Brennweiten nur schwer aus der Hand halten können. Verwenden Sie ein festes Stativ, mit dem Sie die Kamera auch nach oben Richtung Mond neigen können. Manche Stativköpfe lassen eine Drehung in diese Richtung nicht zu.

Für Aufnahmen vom Mond werden Sie lange Belichtungszeiten benötigen. Verwenden Sie deshalb möglichst einen Fernauslöser. Falls Sie keinen haben, verwenden Sie die Selbstauslöser und, wenn nötig, die Spiegelvorauslösung, um jegliche Verwacklung zu vermeiden.

Hauptsache Mond: Lichtarmen Standpunkt suchen

Wenn Sie den Mond fotografieren möchten, wird der Sensor im Idealfall nur vom Licht des Mondes belichtet. Schließen Sie den Einfluss anderer Lichtquellen möglichst aus. Fotografieren Sie nicht in einer hell erleuchteten Stadt, sondern möglichst außerhalb, wo keine Lichtquellen wie Straßenlaternen, Häuser und Autos die Aufnahme stören. Es sei denn, Sie möchten solche Elemente mit auf dem Bild haben.

Richten Sie die Kamera auf den Mond aus und fokussieren Sie dann möglichst genau darauf. In der Dunkelheit kann es sein, dass der Autofokus Ihrer Kamera versagt. Manuell auf den Mond zu fokussieren, ist dank der großen Entfernung sehr einfach: Stellen Sie den manuellen Fokus auf unendlich.

Für die Belichtung müssen Sie ebenfalls den optimalen Wert suchen. Es gibt keinen allgemein gültigen Wert für Fotos des Mondes. Je nach Wetter und Entfernung zur Erde variieren die nötigen Einstellungen. Probieren Sie Einstellungen wie Blende 11 bei 1/125 und ISO100. Nehmen Sie eine Belichtungsreihe auf und suchen Sie sich dann die Einstellung heraus, bei der der Mond noch klar und mit Details abgebildet wird.

Achtung, falls Sie mehrmals losziehen, um den Mond zu fotografieren: Ein Halbmond liefert nur halb so viel Licht wie ein Vollmond. Sie können also nicht einfach die Belichtung von einem vorherigen Tag übernehmen.

Bildnachweis: IRIS Productions / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Dieser Artikel wurde noch nicht bewertet!
Please wait...

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.