Fotografie Praxistipps

Mond fotografieren leicht gemacht

Lesezeit: 3 Minuten Wenn im Frühling die Nächte wieder klarer werden, schauen viele Mondsüchtige in den Himmel, um sich am Anblick der Sterne zu erfreuen. Wie oft denkt man sich, dass der Erdtrabant heute besonders faszinierend aussieht? Mit etwas Know-how können Sie den Mond ganz einfach fotografieren. Welche Ausrüstung Sie benötigen und welche Einstellungen empfohlen werden, lesen Sie hier.

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Mond fotografieren leicht gemacht

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Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass der Mond ein interessantes Fotomotiv ist? Er bietet aufgrund der Mondphasen oft neue Details, leuchtet orangerot bei einer Finsternis oder wirkt unrealistisch groß hinter den Häusern am Horizont.

Schnell erfolgt aber das folgende Problem: Der Mond erscheint auf den Fotos immer nur als weißer runder und überstrahlter Fleck, einzelne Krater sind nicht mehr zu erkennen. Auch die Ränder erscheinen meist sehr unscharf. Um den Mond in seiner ganzen Pracht zu fotografieren, gibt es bestimmte Tricks.

Astrofotografie leicht gemacht

Man muss kein Profi sein, um faszinierende Aufnahmen vom Mond zu machen. Hobbyastronomen verwenden für die Mondfotografie oft ihr Teleskop mit einem Adapter für die Kamera. Sie benötigen aber eigentlich kein Fernrohr dafür, um bereits tolle Aufnahmen zu erzielen. Wichtig ist es nur zu wissen, wie Sie die Belichtung für Fotos von unseren Erdtrabanten richtig einstellen.

Die Helligkeit des Mondes

Wenn man nachts fotografiert, ist der erste Handgriff an der Kamera meist eine Erhöhung der Belichtungszeit. Schließlich fehlt es an Licht, daher muss man die Kamera länger belichten lassen. Bei der Mondfotografie ist dieser Gedanke aber falsch. Schließlich wird der Mond von unserem Sonnenlicht beleuchtet, was bekanntlich sehr hell ist. Im Grunde fotografieren Sie den Mond im Sonnen-, also Tageslicht.

Ausrüstung für die Mondfotografie

Wie schon gesagt benötigen Sie kein Teleskop, um vernünftige Aufnahmen vom Mond zu machen. Worauf Sie aber nicht verzichten dürfen, ist ein Stativ, um Verwackelungen zu vermeiden. Auch ein Fernauslöser ist in diesem Fall sinnvoll. Und je mehr Brennweite Ihre Kamera hat, desto besser können Sie den Mond fotografieren.

Keine Automatik verwenden

Um den Mond zu fotografieren, müssen Sie die Kameraautomatik ausstellen. Autofokus und Co. werden beim Mond versagen. Stellen Sie die Blende und die Verschlusszeit daher lieber manuell ein, auch wenn Sie mehrere Versuche benötigen, bis Sie den Mond perfekt ablichten können. Leider gibt es keine pauschalen Regeln, wie Sie welche Einstellungen vornehmen können. Es kommt immer auf die Helligkeit des Mondes und die jeweiligen Mondphasen an.

Empfehlenswert ist aber in jedem Fall eine niedrige ISO-Zahl, ein Blendenwert zwischen 10 und 15 und eine kurze Belichtungszeit von 1/125 bis 1/250. Es lohnt sich aber auch mit anderen Einstellungen zu experimentieren, da es bei der Mondfotografie nicht die perfekten Einstellungen gibt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Einstellungen nun die richtigen sind, können Sie eine Spotmessung mit der Kamera durchführen. Die Spotmessung ermittelt nun die richtigen Einstellungen für die aktuelle Situation.

Weißabgleich bei der Mondfotografie

Auch den Weißabgleich sollten Sie bei der Mondfotografie manuell einstellen. Stellen Sie den Weißabgleich auf Tageslicht ein. Sie können auch mit dem Weißabgleich experimentieren und den Mond in verschiedenen Farbtönen darstellen. Beim automatischen Weißabgleich wird der Mond sehr realitätsgetreu in Grau abgebildet. Allerdings lohnt es sich, mehr Rottöne ins Bild zu bekommen, um eine romantische Mondfotografie zu erhalten.

Praxistipps: Mond fotografieren

  • Fotografieren Sie den Mondaufgang. Der Vorteil: Sie können die Landschaft sehr gut mit einbeziehen. Achten Sie auf eine kurze Belichtungszeit und tasten Sie sich mit mehreren Aufnahmen an die richtigen Einstellungen heran.
  • Mondphasen dokumentieren: Starten Sie Ihr Mondprojekt kurze Zeit nach Neumond. Dabei fotografieren Sie die Sichel und erkennen mit jeder Fotografie, dass der zunehmende Mond immer mehr Details freigibt. Eine Tabelle für eventuell optimale Einstellungen für die jeweilige Mondphase finden Sie hier.
  • Überstrahlter Mond: Warten Sie auf kleine Wolken, die am Mond vorbeiziehen. Setzen Sie nun mit dem Mondlicht die Wolken in Szene und erzeugen Sie eine mystische Stimmung. Dass beim Mond keine Zeichnung mehr zu erkennen ist, ist dann nur zweitrangig.
  • Mondfinsternis: Um den Mond in rötlicher Farbe zu fotografieren, warten Sie einfach auf die nächste Mondfinsternis (partielle Mondfinsternis am 25. April 2013). Der Vorteil: Da der Mond nun nicht mehr seine volle Leuchtkraft durch Reflexion des Sonnenlichts entfaltet, können auch Sterne mit ins Bild einbezogen werden, die sonst vom Mondlicht überstrahlt werden.

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