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Foto mit Blitz: Welche Parameter müssen Sie einstellen?

Foto mit Blitz: Welche Parameter müssen Sie einstellen?
geschrieben von Burkhard Strack

Für das perfekte Foto muss man schon einige Einstellungen machen. Blende, Belichtungszeit, ISO-Wert, Fokus – alles kann man an einer digitalen Spiegelreflexkamera selbst wählen. Noch komplizierter wird es, wenn ein Blitz mit ins Spiel kommt. Welche Parameter müssen Sie dann beachten?

Das Fotografieren mit Blitzlicht ist besonders schwer, wenn es sich mit dem in der Szene vorkommenden Licht mischt. Tageslicht, Lampen, Kerzen, Bildschirme, überall kommt Licht vor. Einen Blitz zusätzlich zu verwenden erfordert einige Übung.

Die richtige Belichtungszeit

Wenn Sie nur mit Blitzlicht fotografieren, hat vor allem die Blende einen Einfluss auf die Helligkeit des Bildes. Der Blitz strahlt nur sehr kurz Licht ab, ansonsten ist die Szene dunkel. Ob vor und nach dem Blitz noch einige Hundertstel Sekunden schwarz liegen ist irrelevant.

Blitzen mit sehr kurzen Belichtungszeiten produziert keine guten Ergebnisse. Die Belichtungszeit muss länger sein als die Zeit, die der Blitz andauert. Diese Blitzsynchronzeit finden Sie in der Anleitung Ihrer Kamera. Die Belichtungszeit darf ruhig länger sein als die Blitzsynchronzeit, jedoch nicht kürzer. Die Blitzsynchronzeit liegt bei den meisten Kameras bei 1/125 oder 1/250 Sekunde.

Bei Situationen mit reinem Blitzlicht können Sie die Belichtung Ihres Fotos mit Blende und ISO-Wert steuern. In Mischlichtsituationen ist die richtige Belichtung komplizierter. Je länger die Belichtungszeit ist, desto stärker sehen Sie auf Ihrem Foto das in der Szene vorhandene Licht (Available Light). Kleine Blenden und lange Belichtungszeiten bringen viel Available Light in Ihre Kamera.

Tageslicht und Blitz: Mischlichtsituationen

Die Stimmung einer Szene wird von ihrem natürlichen Licht bestimmt. Warmer Kerzenschein, durchs Fenster einfallendes Licht, Abenddämmerung – mit zu starkem Blitz vernichten Sie diese Stimmungen. Damit Sie möglichst viel vorhandenes Licht in Ihr Foto einfließen lassen, wählen Sie eine Einstellung, die Ihnen auch ohne Blitz eine korrekte Belichtung bringen würde. Dann schalten Sie den Blitz zu und wählen eine möglichst geringe Leistung.

Soll der Blitz automatisch die richtige Leistung wählen? Dann entfernen Sie sich um ein bis zwei Blende von der richtigen Belichtung. Der Blitz hellt Ihr Bild auf. Für solche Einstellungen müssen Sie Ihre Kamera im manuellen Modus benutzen.

In dunklen Innenräumen oder nachts hat man oft das Problem, dass für eine korrekte Belichtung zu wenig Licht vorhanden ist. Bei Dunkelheit müssen Sie das meiste aus Ihrem Blitz herausholen. Stellen Sie Ihren Blitz auf maximale Leistung und überprüfen Sie die anderen Parameter. Öffnen Sie die Blende und erhöhen Sie die ISO-Zahl. Beides macht das Bild heller.

Wenn Sie mit einem externen oder Aufsteckblitz fotografieren, üben Sie damit! Schauen Sie sich die verschiedenen Betriebsmodi Ihres Blitzgeräts an und üben Sie, den Blitz korrekt einzustellen und gegenüber dem vorhandenen Licht auszubalancieren.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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