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Wie Sie Eltern mit Migrationshintergrund in die Leseförderung einbeziehen

Lesezeit: 2 Minuten Eine neue Studie der Europäischen Kommission kommt zu dem Schluss, dass die Beteiligung von Familien die Entwicklung der Lesekompetenz und der Schreibkompetenz bei Kindern deutlich verbessert. Das gibt auch besonders für Familien mit Migrationshintergrund. Sie als Pädagogen beobachten es im Schulalltag nahezu alltäglich. Doch die Umsetzung gelingt nicht in allen Bevölkerungsschichten.

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Wie Sie Eltern mit Migrationshintergrund in die Leseförderung einbeziehen

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Bei Migrationshintergrund die Lesekompetenzen der ganzen Familie stärken
Eltern, die selbst nur einige Jahre Schulbildung haben, vielleicht keinen Schulabschluss erreicht haben, und selbst kaum lesen, fördern die Lesekompetenz ihrer Kinder zu Hause zu wenig. Erst recht erhalten Kinder mit Migrationshintergrund von ihren Eltern zu wenig Sprachförderung, eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb und für den Schulerfolg. Wie soll dies auch gehen, wenn die Eltern selbst die deutsche Sprache kaum oder gar nicht beherrschen.

Leseförderung fängt bei der Familie an
Deshalb werden von der EU sogenannte "Family Literacy Programme" entworfen, die die Familien in die Alphabetisierung der Kinder einbezieht. Ziel ist, dass die Eltern selbst eine Lesekultur entwickeln und die Kinder beim Lesen lernen und im Erlangen von Lesekompetenz unterstützen.

Die Studie der Europäischen Kommission zeigt deutlich, dass damit nicht nur die Entwicklung der Sprachkompetenz, sowie der Lesekompetenz und der Schreibkompetenz bei Kindern deutlich verbessert wird, sondern auch die der Erwachsenen. Damit leisten die Programme auch einen Beitrag zur Integration der Eltern.

Konkret umgesetzt wird "Family Literacy" in der Schule. Lesen Sie hier, wie Sie vorgehen können:

Informieren Sie über Leseförderung durch "Family Literacy" am Elternabend
Laden Sie dazu Eltern von künftigen Schulkindern und von Schulanfängern, die einen Migrationshintergrund haben.

  • Zeigen Sie die Ziele auf: Eltern sollen in die Sprachförderung einbezogen werden und lernen, wie sie ihre Kinder zu Hause beim Lesen lernen und Schreiben lernen unterstützen können.
  • Heben Sie in einem Impulsreferat hervor, wie wichtig und entscheidend die frühen Jahre eines Kindes für die Entwicklung seiner Schriftsprachkompetenz und damit für seinen späteren Schulerfolg sind. Alle Kinder sollen als Schulabgänger ausreichend genug lesen und schreiben gelernt haben. Dies ist die Voraussetzung,   mit der sie aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Eltern können durch eine alltägliche Lesekultur und Schriftkultur in der Familie das Kind beim lesen und schreiben Lernen unterstützen und so das in der Schule Gelernte vertiefen.
  • Kündigen Sie an, dass Sie die Eltern im kommenden Schuljahr zu verschiedenen Aktivitäten in die Schule einladen werden, bei denen sie Anregungen für die Förderung ihrer Kinder erhalten werden.

Beziehen Sie die Eltern in die Leseförderung im Schulalltag ein
Laden Sie die Eltern zu festgelegten Terminen ein, in der Klasse ihrer Kinder zu hospitieren. Dabei beobachten sie die Lehrerin, welche Hilfestellung sie den Kindern gibt, um die Buchstaben zu beherrschen und das Zusammenlesen zu Wörtern zu lernen. Gehen Sie noch einen Schritt weiter: Integrieren Sie die Eltern in Aktivitäten des Lesen lernens, die sie auch zu Hause verwenden können, z. B. Buchstabenspiele.

Bitten Sie auch abwechselnd je eine Mutter, in einer Kleingruppe ein Bilderbuch vorzulesen und mit den Kindern den Inhalt zu besprechen. So lernen die Eltern Möglichkeiten kennen, wie sie zu Hause eine Lesekultur einführen können. Als Nebeneffekt steigern sie ihre eigene Kompetenz. Dies ist ein zusätzlicher Motivationsfaktor.

Praxistipp: Sprachbarrieren überwinden
Bestehen zu große Sprachschwierigkeiten bei Eltern, lassen Sie sich durch einen Dolmetscher unterstützen. Unter den Eltern finden Sie oftmals welche mit guten Deutschkenntnissen, die bereitwillig in die Übersetzerrolle schlüpfen. Auch die Ausländerbehörde Ihrer Kommune oder des Landkreises oder Migrantenverbände helfen Ihnen weiter.

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