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Wann ist die Einschaltung eines Personalberaters sinnvoll?

Lesezeit: 2 Minuten Gerade viele höher qualifizierte Fachkräfte nutzen bei der Stellensuche gerne Personalberater und Personalvermittlungen. Welche Fallstricke hierbei lauern können und was Sie beachten müssen, lesen Sie im nachfolgenden Artikel.

2 min Lesezeit
Wann ist die Einschaltung eines Personalberaters sinnvoll?

Wann ist die Einschaltung eines Personalberaters sinnvoll?

Lesezeit: 2 Minuten

Im Gegensatz zu den klassischen Zeitarbeitsfirmen, die häufig in temporäre Arbeitsverhältnisse vermitteln – z. B. bei Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen – ist das erklärte Ziel der meisten Personalberatungen oder -vermittlungen, den Kandidaten direkt in eine Festanstellung bei einem Unternehmen zu vermitteln. Diese Form der Personaldienstleistung wird meist von höher qualifizierten Fach- und Führungskräften mit akademischem Grad in Anspruch genommen.

Der Weg zu einer Personalberatung

In manchen Stellenausschreibungen sind die Anschriften der vom suchenden Unternehmen beauftragten Personalberatung angegeben, die eine Vorauswahl geeigneter Kandidaten treffen soll. Auch in Branchenbüchern wie den gelben Seiten sind neben den klassischen Zeitarbeitsunternehmen oft Personalberatungen zu finden. Auch eine Recherche zu geeigneten Personalberatungsunternehmen via Internet ist natürlich möglich.

In den meisten Fällen ist die Vermittlung für Bewerber kostenfrei. Manche Personalvermittlungen weisen jedoch bei ihren Ausschreibungen darauf hin, dass Sie auf Basis von Vermittlungsgutscheinen der Arbeitsagentur abrechnen. Sollten Sie nicht im Besitz eines solchen Vermittlungsgutscheins sein, erkundigen Sie sich bitte im Vorfeld, wie hoch die Kosten für Selbstzahler sind, denn diese schwanken je nach Anbieter zwischen 50 und mehreren tausend Euro.

Führt die Zusammenarbeit mit einer Personalberatung immer zum Ziel?

Wie bei jeder anderen Möglichkeit der Stellensuche auch, gibt es natürlich immer eine Reihe von Glückspilzen, die über Personalvermittlungsfirmen eine Stelle gefunden haben – wenn auch nicht immer die, die ursprünglich einmal vom Bewerber gesucht wurde.

Bei schriftlichen Bewerbungen an Unternehmen, die eine Personalberatung mit der Vorauswahl beauftragt haben, ist die Erfolgsquote für Bewerber oft noch geringer. Je nach Weltbild der beauftragten Personalagentur kann es vorkommen, dass auch viele geeignete Bewerber gar nicht in die engere Auswahl genommen werden, weil sie nach Meinung des Personalberaters nicht zum suchenden Unternehmen passen. Dem Bewerber begegnen hier oft die gleichen Schwierigkeiten wie bei Direktbewerbungen an Unternehmen, die offene Stellen ausgeschrieben haben.

Schauen Sie sich mehrere Personalvermittlungen ruhig persönlich an!

Um etwaige Enttäuschungen und Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich persönlich ein Bild von mehreren Personalberatungen zu machen, um zu entscheiden, ob und mit welcher Sie zusammenarbeiten möchten. Wenn Ihnen Ihr Berater bereits im Gespräch nicht sympathisch ist, ist eine Zusammenarbeit nicht sinnvoll, denn ohne gegenseitige Sympathie wird auch im Bewerbungsprozess nichts Rechtes zu Wege gebracht – egal, wie groß die Kompetenz des Beraters auch sein mag.

Wann Sie von einer Zusammenarbeit mit einer Personalberatung Abstand nehmen sollten

  • Wenn Sie, wie bereits erwähnt, Ihren Berater nicht mögen und/oder er Sie umgekehrt auch nicht
  • Wenn Ihnen erst nach Zahlung eines horrenden Honorars in Aussicht gestellt wird, dass man für Sie tätig wird. Seriöse Berater rechnen normalerweise auf Stundenbasis ab und verlangen nicht bereits Vorauskasse
  • Wenn alles an Ihnen in Frage gestellt wird (Aussehen, Qualifikation, bisherige Arbeitgeber etc.) und Sie sich eher vorkommen, als wenn Sie sich als Angeklagter in einer Gerichtsverhandlung befänden
  • Wenn Sie sich bei einer Personalberatung beworben haben – was vielfach auch möglich ist – und Ihnen am Telefon gesagt wird, dass man nicht wisse, ob man Sie vermitteln könne bzw. gerade nichts Passendes für Sie im Pool ist; vor allem dann, wenn Sie sich auf eine für Sie passende Position beworben haben
  • Wenn im Telefonat offensichtlich wird, dass Sie sich auf ein Lockangebot beworben haben, das es in der Form nicht gibt und man stattdessen versucht, Ihnen eine Stelle unterzujubeln, die Sie nicht wirklich interessiert bzw. die nicht Ihren Qualifikationen entspricht.

Rechnen Sie zudem damit, dass Personalberatungen und -vermittlungen recht schnell das Interesse an Ihnen als Kandidat verlieren, wenn man Sie nicht binnen maximal drei Monaten erfolgreich vermitteln konnte.

Bildnachweis: jeremias münch / stock.adobe.com

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