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Online- oder Offline-Marketing – ist das hier die Frage?

Wer nicht ständig online ist, wird oft als rückständig bezeichnet. Es wird geradezu so getan, als ob der Offline-Bereich ein Relikt aus einer vergangenen Zeit sei, das allein den Dinosauriern vorbehalten ist. Ein Leben einzig im World Wide Web ohne direkte persönliche Kontakte, Ausflüge in Restaurants oder Bars oder Spaziergänge im Freien dürfte allerdings sehr langweilig sein.

Online- oder Offline-Marketing – ist das hier die Frage?

Wir Menschen sind mehr als die Summe unserer Aktivitäten und Anfragen im Netz, dementsprechend gilt es auch beim Marketing, dies zu berücksichtigen.

Der Köder muss dem Fisch schmecken

Marketingabteilungen sollten sich nicht die Frage stellen, ob sie On- oder Offline-Marketing betreiben, sondern wie sie diese Disziplinen am sinnvollsten miteinander kombinieren können. An erster Stelle steht dabei die Frage: "Wer ist unsere Zielgruppe?". Insbesondere junge, aufstrebende Unternehmer nennen als Antwort gerne "alle" und wollen jedem ihr Produkt oder ihre Dienstleistung schmackhaft machen. Allerdings gibt es fast nichts, das tatsächlich jeder braucht. Dies dürfte es außerdem erschweren, eine stringente Linie zu verfolgen.

Man sollte ernsthaft die Hauptzielgruppe identifizieren, bei denen davon auszugehen ist, dass die angebotenen Leistungen für sie wirklich infrage kommen. Steht diese fest, gilt es im nächsten Schritt zu fragen, wo und wie man diese am besten erreicht. Handelt es sich um eine Gruppe "vom alten Schlag", die gerne Zeitung liest? Ist sie in den sozialen Netzwerken aktiv und postet am laufenden Band Fotos bei Instagram, Pinterest oder Snapchat? Ist sie auf Konferenzen oder Kongressen anzutreffen?

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Wer über die Gewohnheiten seiner Zielgruppe Bescheid weiß, kann mit wenig Aufwand analysieren, welche Kanäle die richtigen sind, um sie gezielt anzusprechen. Schließlich sollte man sich immer bewusst machen, dass der Köder nicht dem Angler, sondern dem Fisch schmecken muss. Das bedeutet in diesem Fall, dass es eher eine untergeordnete Rolle spielt, welche Marketing-Maßnahme man selbst favorisiert, sondern dass man jene wählen muss, mit der man die Zielgruppe am besten erreicht. Kurz, man sollte sich dort mit seinen Produkten aufhalten, wo sich die Zielgruppe befindet.

Kostenlose Marketing-Möglichkeiten sollten professionell genutzt werden

Wenn man davon ausgeht, dass 2014 55,6 Millionen Deutsche online unterwegs waren (Quelle: ard-zdf-onlinestudie.de), führt für KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) inzwischen kein Weg mehr am Online-Marketing und speziell dem Suchmaschinenmarketing (SEM) vorbei. In diesem Themenbereich gibt es verschiedene Disziplinen:

  • Suchmaschinenwerbung (SEA): Hierzu gehören zum Beispiel die Arbeit mit Google Adwords, Bannerwerbung, das Displaymarketing und nicht zuletzt das Local Marketing.
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Sie umfasst die Onpage & Offpage
    Optimierung, die Arbeit mit Google+ und deren lokale
    Optimierungsmöglichkeiten und auch das Social Media Advertising
    beziehungsweise Social Media Management.

Der große Vorteil liegt darin, dass sich diese Maßnahmen mit verhältnismäßig überschaubarem Aufwand und wenig Streuverlusten zielgerichtet aussteuern und im weiteren Verlauf messen lassen. Wer konsequent analysiert welche Aktivitäten wie erfolgreich sind, kann sich innerhalb kürzester Zeit auf die Kanäle und Maßnahmen konzentrieren, die am meisten Konversion und/oder Neukunden bringen.

Darüber hinaus bietet der Online-Bereich zahlreiche Optionen, sich kostenfrei zu präsentieren. In Google+ Local beispielsweise können sich Unternehmen umfangreich präsentieren und wichtige Angaben zu ihren Kontaktmöglichkeiten und ihrem Leistungsumfang machen. Auf Facebook, Twitter, Pinterest, Xing & Co. kann man sein Know-how unter Beweis stellen und die Nutzer dort abholen, wo sie ohnehin viel Zeit verbringen.

So komfortabel kostenfreie Möglichkeiten auch sind, so wenig darf man sie unterschätzen. Denn nur, weil sie nichts kosten, bedeutet das nicht, dass hier nicht auch ein hohes Maß an Professionalität an den Tag gelegt werden muss, um langfristig einen positiven Output zu erzielen. Eine unbedachte Äußerung, die zahlreiche ablehnende Reaktionen zur Folge hat, ist schnell gepostet. Da das Internet nichts vergisst, finden Interessenten auch nach längerer Zeit negative Beiträge und Beurteilungen, die dementsprechend von vornherein vermieden werden sollten.

Auch die oft zitierte Losung "Content ist King" ist aktueller denn je – besonders vor dem Hintergrund der stetigen Weiterentwicklung des Google-Algorithmus, der hier den ausschlaggebenden Einfluss auf die Suchergebnisse nimmt. Daher sind Mehrwert bietende Inhalte stets mit größter Sorgfalt zu erstellen, um letztendlich positiv auf das eigene Marketing-Konto einzuzahlen.

Offline nicht außer Acht lassen

Positiv können sich aber auch Aktivitäten im Offline-Bereich auswirken. Mit "Helpling" wird beispielsweise derzeit eine Kampagne in großem Maße umgesetzt. Es gibt wohl kaum einen Berliner Bezirk in dem man nicht früher oder später mit dem Helpling-Angebot konfrontiert wird. Offenbar geht man hier davon aus, dass die Zielgruppe nicht nur online anzutreffen ist, sondern verspricht sich davon, auf diesem Weg noch mehr Menschen zu erreichen, die auf der Suche nach Reinigungsfachkräften für die eigene Wohnung sind.

Daneben stehen Unternehmen aber noch weitere Möglichkeiten, wie Guerilla-Aktionen oder Auftritte bei den verschiedensten Veranstaltungen, zur Verfügung. Wer ein Produkt "zum Anfassen" verkauft, hat hierüber wesentlich bessere Chancen, seinen potenziellen Kunden das Produkt haptisch nahezubringen und ihn vor Ort von der Qualität zu überzeugen. Dadurch lässt sich ein nachhaltiger Effekt in Form von Vertrauen erzeugen, der sich positiv auf den Kaufprozess auswirkt und die Konkurrenz bestenfalls ins Hintertreffen geraten lässt.

PR bringt on- und offline komfortabel zusammen

Wie bereits erwähnt, sollte es bei der Entscheidung für Marketing nicht um das ‚oder‘ gehen, sondern Unternehmer sollten sich für das individuell Beste aus beiden Bereichen entscheiden. Eine Disziplin, die dies auf so einfache wie komfortable Art und Weise ermöglicht, ist die Pressearbeit einer guten PR-Agentur. Hierbei können mit einem Text Journalisten sowohl aus dem On- als auch aus dem Offline-Bereich adressiert werden und dadurch letztlich Veröffentlichungen in beiden Mediengattungen generiert werden.

Optimalerweise sollten Unternehmer beziehungsweise junge Gründer hierbei aber nicht selbst das Heft in die Hand nehmen, da dies oftmals dazu führt, dass der Bereich aufgrund von Zeitknappheit hinten angestellt wird. So geschieht es oft, dass der Prozess bis zu einer Veröffentlichung nicht weiterverfolgt wird und demzufolge das Ziel nicht erreicht wird. Außerdem bietet die Zusammenarbeit mit einer Agentur die Möglichkeit, einen anderen Blick auf das eigene Geschäftsmodell zu erhalten, weil hierbei unvoreingenommen nach den Themen gesucht wird, die beim Journalisten und schließlich auch bei den Lesern am besten ankommen.

Diese Erfahrungen kann man wiederum für andere Marketing-Aktivitäten wie das Content-Marketing nutzen und so vom Start weg bessere Ergebnisse erzielen, weil man weiß, wie sich die Zielgruppe erreichen lässt.

Mit Kreativität überzeugen

Egal ob es um die Marketing-Aktivitäten eines großen, mittelständischen oder kleinen Unternehmens geht, die "Spielregeln" sind bei allen gleich. Ausgehend von der Zielgruppe, gilt es, die relevanten Kanäle zu identifizieren und auf dieser Basis erfolgreiche Kampagnen zu entwickeln. Letztlich macht hier nur das Budget den Unterschied, was wiederum bedeutet, dass der Rahmen entweder kleiner oder größer gesteckt werden kann. Mit Kreativität und Einfallsreichtum kann allerdings auch wenig Geld sehr gewinnbringend eingesetzt und viele neue Kunden können gewonnen werden. Ein gelungener Marketing-Mix entscheidet in der Regel darüber, dass die verbreiteten Inhalte beziehungsweise Themen dann auch bei der avisierten Zielgruppe ankommen.

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