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Muss man Trinkgeld versteuern?

Lesezeit: < 1 Minute Für viele Servicekräfte ist das Trinkgeld neben dem Stundenlohn eine zusätzliche Einnahmequelle, die den Spaß an der Arbeit fördert. Trinkgeld gilt grundsätzlich nicht als Arbeitsentgelt und ist damit in der Regel auch nicht steuer- und sozialversicherungspflichtig. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass zwischen dem Mitarbeiter und dem Trinkgeldgeber eine gewisse persönliche Beziehung besteht.

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Muss man Trinkgeld versteuern?

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Trinkgeld wird als eine freiwillig gezahlte Leistung von „Dritten“, also von Kunden oder Gästen, betrachtet, die der Trinkgeldnehmer behalten darf, ohne dafür Steuern oder Beiträge entrichten zu müssen. Nach einem Urteil vom Bundesfinanzhof (BFH, Urteil vom 18.12.2008, AZ: VI R 49/06) gilt das jedoch nur, wenn diese „Dritten“ dem Mitarbeiter das Geld direkt geben.

Im vorliegenden Fall durften die Beschäftigten kein Geld annehmen – das Trinkgeld wurde vom Arbeitgeber gesammelt und anschließend an die Mitarbeiter verteilt. Das hatte jedoch zur Folge, dass die Gelder vom Finanzamt als steuerpflichtiges Arbeitsentgelt angesehen wurden – und der BFH bestätigte diese Einstufung.

Als Begründung wurde angeführt, dass die Voraussetzung des persönlichen Kontakts zwischen Trinkgeldgeber und Trinkgeldnehmer nicht gegeben war. Die Mitarbeiter erhielten das Geld darüber hinaus nicht von „Dritten“, sondern eher als Extra von ihrem Unternehmen.

Sollten Sie in Ihrem Betrieb auch einen derartigen „Trinkgeldpool“ haben, wäre es ratsam, diesen abzuschaffen, da sich ansonsten die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung um diese Gelder kümmern muss. Um einer Steuerpflicht für Trinkgeld zu entgehen, müssen immer zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Die Mitarbeiter erhalten das Trinkgeld von einem „Dritten“, also Kunden, Gästen oder Mandanten des Unternehmens.
  2. Das Trinkgeld wird von den „Dritten“ als freiwillige Leistung erbracht, es darf also keine Verpflichtung dazu vorliegen wie z.B. bei den sogenannten Bedienungszuschlägen.

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