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Lügen als Krankheit: Warum Sie immer lügen müssen

Lesezeit: 3 Minuten Haben Sie schon einmal gelogen? Sagen Sie jetzt Nein, dann haben Sie schon wieder gelogen. Möglicherweise gehören Sie zu jenen Lügnern, die dies nur vergleichsweise selten und mit guten Absichten tun, vielleicht gehören Sie auch zu der Bevölkerungsgruppe, denen das Lügen immer leichter fällt und die darin kein Problem sehen.

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Lügen als Krankheit: Warum Sie immer lügen müssen

Lügen als Krankheit: Warum Sie immer lügen müssen

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Lügen als Selbstschutz

Wir lügen alle und das schon seit der frühesten Kindheit. Dabei muss ganz fair gesagt werden, dass Kinder nicht lügen, um anderen Menschen zu schaden. Sie verstehen das „Flunkern“ eher als Spiel und als probates Mittel, um Strafen zu entgehen. Erst wenn der Mensch an Alter und Reife gewinnt, lernt er die dunklen Möglichkeiten des Lügens kennen und weiß, wie er anderen Menschen durch gezielte Lügen wirklich schaden kann.

Die gute Nachricht dabei: Es ist nur ein kleiner Teil der Menschen, die wirklich gezielt durch Lügen Schaden verbreiten wollen. Da wir aber letztlich alle vielfach und jeden Tag lügen, bleibt die Frage nach dem Warum.

Ein guter Grund ist oft, dass uns die Lüge einfacher erscheint, als die Wahrheit. Sie kann nicht nur Probleme verhindern, sondern auch dazu beitragen, dass andere Menschen keinen Schaden erleiden oder gekränkt werden. Die Lüge ist also durchaus nützlich.

Hilfreich kann sie auch sein, weil sie uns interessant machen kann, indem wir über falsche Tatsachen über uns berichten. Das ist mitunter sehr wichtig, damit wir unseren Stellenwert im sozialen Gefüge behaupten und verteidigen können. Die Lüge ist also auch ein Mittel zur gesellschaftlichen Anerkennung.

Die Lüge als praktische Alternative zur Wahrheit, das kann uns selbst auch betreffen, in dem wir uns selbst belügen. Diese Lügen machen uns das Leben in vielen Bereichen scheinbar einfacher, wir merken dabei aber kaum, dass wir ein regelrechtes Lügengeflecht erschaffen, aus dem wir kaum wieder ausbrechen können.

So lügen Sie richtig gut

Hier soll Ihnen nun kein Leitfaden zum Erlernen der perfekten Lügen gegeben werden und Sie sollen sich schon gar nicht durch neue Sachkenntnis zu schädlichen Lügen hinreißen lassen. Wenn es aber um die Notlügen des Alltags geht, also um die ganzen Unwahrheiten, die letztlich Gutes bewirken sollen, dann ist richtige Vorgehensweise entscheidend.

Der Haken: Nicht jeder Mensch ist von sich aus in der Lage, glaubhaft zu lügen. Eine Lüge gelingt dann, wenn sie mit einer gewissen Leichtigkeit im Zusammenspiel mit guter Selbstkontrolle vorgetragen wird. Voraussetzung ist gute Phantasie, ein ansehnliches schauspielerisches Talent und ein erstklassiges Gedächtnis.

Verfügen Sie über diese Fähigkeiten, dann haben Sie die besten Chancen, erstklassig zu lügen. Sie können Informationen und Tatsachen verbreiten, ohne mit der sprichwörtlichen Wimper zu zucken. Leichtigkeit macht Sie glaubhaft, denn Sie wirken damit sehr natürlich. Das erstklassige Gedächtnis ist wichtig, um glaubhaft zu bleiben und sich nicht in Widersprüche zu verwickeln. Vergessen Sie, was Sie sich und anderen vorgelogen haben, dann wird es sehr schnell peinlich.

Sollten Sie das Lügen wirklich gut beherrschen, dann bleiben Sie immer fair. Sie sind im Besitz von Mitteln, die vor allem skrupelose Menschen anwenden. Sie könnten mit ihren Lügen viele Türen auf unschöne Weise öffnen und im wahrsten Wortsinn über Leichen gehen.

Wie erkennen Sie das krankhafte Lügen?

Gute Absichten beim Lügen gibt es und diese sollen Ihnen auch gegönnt bleiben. Es gibt aber auch jene Form von Lügen, die auf krankhaftem Verhalten beruht. Die Grenzen zwischen normalem Lügen und dem krankhaften Verbreiten von Unwahrheiten verwischen. Sollten Sie einmal bei einer Person krankhaftes Lügen vermuten, dann kann das Beobachten gewisser Randerscheinungen schon für erste Klarheit sorgen.

Krankhafte Lügner sind auf der ständigen Suche nach Anerkennung und Zuneigung. Da Sie diese auf normalen Weg nicht finden, greifen sie zu haarsträubenden Lügen. Sie können solch krankhafte Lügner mitunter daran erkennen, dass Sie wirklich auffällige Lebensläufe hinter sich haben. Diese sind entweder auffallend skurril oder von zahlreichen Schicksalsschlägen begleitet. Immer dann, wenn das Leben übertrieben aufgewühlt wirkt, ist Vorsicht geboten.

Lügenklassiker sind Verwandtschaften mit bekannten Persönlichkeiten oder sehr ernste oder gar lebensbedrohliche Erkrankungen. Erwarten Sie allerdings nicht, dass Sie durch ein paar geschickte Fragen die Lügen enttarnen können, denn krankhafte Lügner sind bis ins kleinste Detail vorbereitet und können damit ihre Lügen absolut glaubhaft unterstreichen.

Tückisch dabei: Es kann regelrecht eine Art Sucht entstehen. Denn wer gut gelogen hat, der konnte seine Zuhörer in enormes Erstaunen versetzen oder sie ernsthaft erschrecken. Dem Lügner ist dies ein besonderer Ansporn, die Lügen weiter zu treiben und diese auch immer ausgefallener werden zu lassen. Ein Teufelskreis beginnt sich zu schließen. Ein Ausbrechen ist für den Betroffenen besonders schwierig, da er letztlich so sehr in seinem Lügenkonstrukt gefangen ist, dass er selbst beginnt, sich seine abstrusen Gedankengänge zu glauben.

Eine solche Person überhaupt als Lügner zu enttarnen, ist eine enorme Herausforderung und für so manchen Laien gar unmöglich. Haben Sie je den Verdacht auf krankhaftes Lügen, dann achten Sie unbedingt auf Fehler im möglichen Lügenkonstrukt und fragen Sie genannte Tatsachen durchaus (auch an anderer Stelle) kritisch nach. Bleibt alles stimmig, dann kann nur ein Experte durch geschickte Gespräche ermitteln, ob gelogen wird oder nicht.

Grundsätzlich kann der Lügner mit entsprechender Hilfe aus dem Lügenkarussell ausbrechen. Er muss allerdings in erster Instanz selbst erkennen, dass er krankhaft lügt und ein ernsthaftes gesundheitliches Problem vorliegt. Durch entsprechende therapeutische Maßnahmen kann dann sehr gut geholfen werden.

Bildnachweis: Pascal Huot / stock.adobe.com

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