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Die größten Irrtümer: Kinder für Lügen bestrafen

Lesezeit: 2 Minuten So etwa ab dem fünften Lebensjahr lernen Kinder, wie man bewusst und absichtlich die Unwahrheit sagt. Meist wollen sie damit vertuschen, dass sie etwas angestellt haben. Lesen Sie hier, wie Sie reagieren sollten, wenn Ihr Kind lügt und wie Sie es zu mehr Offenheit und Ehrlichkeit erziehen können.

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Die größten Irrtümer: Kinder für Lügen bestrafen

Die größten Irrtümer: Kinder für Lügen bestrafen

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Bestrafung wirkt kontraproduktiv

„Das war ich nicht.“ Diesen Satz kennen wir alle. Und uns allen ist auch klar, dass diese kleine Notlüge meist nicht wirkt. Ab einem Alter von ungefähr vier Jahren beginnen Kinder zu lügen, meist, weil Sie damit etwas geheim halten wollen, was sie angestellt haben. Doch wenn Sie Ihr Kind bestrafen, weil Sie es beim Lügen erwischt haben, wirkt das eher kontraproduktiv.

Ihr Kind wird sich dann merken, dass es schlecht ist, wenn es beim Lügen ertappt wird und sich umso mehr anstrengen, dass seine kleinen Lügen gar nicht erst auffliegen. Wenn Sie der Meinung sind, dass dennoch eine Strafe nötig ist, dann denken Sie daran, dass auch hier die Strafe immer in einem sinnvollen Zusammenhang mit dem Fehlverhalten Ihres Kindes stehen muss.

Versuchen Sie es mit dem Belohnungsansatz

Es ist empfehlenswerter, nicht mit Bestrafungen zu drohen, sondern mit Belohnungen das gewünschte Verhalten fördern. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind gelogen hat, sagen Sie zum Beispiel „Ich bin nicht böse, weil Du gelogen hast, aber wenn Du das nächste Mal ehrlich zu mir bist, dann bin ich sehr stolz auf dich.“

Verdeutlichen Sie Ihrem Kind, wie wichtig es ist, ehrlich zu sein und so auch die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Denn jemandem, der immer wieder lügt, dem glaubt nachher niemand mehr. Erzählen Sie dafür zum Beispiel eine Geschichte, in der ein Kind immer wieder aus Spaß um Hilfe gerufen hat, und dem in einer brenzligen Situation dann niemand geglaubt hat.

Vorbildfunktion

Für Kinder sind die eigenen Eltern immer Vorbilder, achten Sie deshalb darauf, wie oft Sie selbst vielleicht zu kleinen Notlügen greifen und versuchen Sie, diese so gut es geht zu vermeiden. Bekommt Ihr Kind mit, dass Sie zu einer Notlüge gegriffen haben, dann erklären Sie ihm den Grund, beispielsweise, dass Lügen ausnahmsweise einmal dann erlaubt ist, wenn man so die Gefühle anderer schonen möchte.

Es ist wichtig, dass Sie ein Klima von Offenheit und Vertrauen in der Familie schaffen. Wenn Ihr Kind das Gefühl hat, es wird zuhause geliebt und verstanden, dann wird es eher bereit sein, auch für Fehler die Verantwortung zu übernehmen und sie nicht mit Lügen zu vertuschen.

Bildnachweis: Viacheslav Iakobchuk / stock.adobe.com

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