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Lohnt es sich, ein Fahrtenbuch für das Finanzamt zu führen?

Lesezeit: 2 Minuten Das Finanzamt ist sehr penibel, wenn es darum geht, einem Steuerpflichtigen irgendwelche Vorteile einzuräumen. Deswegen verlangt das Finanzamt in bestimmten Fällen, dass ein Autobesitzer ein Fahrtenbuch führt. Doch nicht immer lohnt sich der große Aufwand. Ohnehin kommt ein Fahrtenbuch nur dann infrage, wenn das Auto beruflich und privat genutzt wird.

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Lohnt es sich, ein Fahrtenbuch für das Finanzamt zu führen?

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Der große Vorteil eines Fahrtenbuchs

Mit einem Fahrtenbuch ist es möglich, den privaten Anteil der Fahrzeugnutzung exakt zu bestimmen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass das Finanzamt eine individuelle Besteuerung vornimmt und nicht nach der so genannten 1-Prozent-Regel verfährt.

Bei der1-Prozent-Regel versteuert das Finanzamt genau 1 Prozent des Listenpreises pro Monat pauschal als geldwerten Vorteil. Durch ein akribisch geführtes Fahrtenbuch lässt sich sehr leicht nachweisen, dass der Anteil der privaten Nutzung nicht der pauschalen Regelung entspricht. In vielen Fällen führt das zu einem steuerlichen Vorteil.

Zeitaufwand und finanziellen Nutzen abschätzen

Mithilfe eines guten Steuerberaters ist es relativ leicht, die individuelle Situation abzuschätzen. Maßgeblich sollte dabei sein, ob mit einem Fahrtenbuch ein so großer finanzieller Vorteil entsteht, dass sich der zusätzliche Aufwand lohnt. Wenn sich nur ein geringer Steuervorteil ergibt, ist es vielleicht sogar sinnvoll, auf das Fahrtenbuch zu verzichten und die gewonnene Zeit anders zu nutzen.

Gänzlich unsinnig ist ein Fahrtenbuch, wenn überhaupt kein finanzieller Vorteil in Vergleich mit der 1-Prozent-Regel entsteht. Zwar haben viele Arbeitnehmer durchaus die Möglichkeit, steuerliche Vorzüge durch ein Fahrtenbuch zu erlangen. Aber es gibt auch Ausnahmen und wenn Sie zu diesen Ausnahmen gehören, sollten Sie nicht unnötigerweise ein Fahrtenbuch führen.

Das Fahrtenbuch muss akribisch geführt werden

Es gibt nicht wenige Arbeitnehmer, die ein Fahrtenbuch einmal im Jahr ausfüllen und dann die unangenehme Erfahrung machen, dass im Finanzamt durchaus intelligente Menschen arbeiten.

Wenn Sie beispielsweise das Fahrtenbuch mit einem einzigen Stift seitenweise füllen, sieht jeder gute Beobachter sofort, dass die Eintragungen nachträglich gemacht worden sind. Solche Fahrtenbücher werden in der Regel abgelehnt. Deswegen ist es ratsam und sinnvoll, das Fahrtenbuch tatsächlich immer im Auto zu haben und bei jeder Fahrt am Ende einen korrekten Eintrag zu machen. Dann müssen Sie keinen Ärger mit dem Finanzamt befürchten.

Ein richtiges Fahrtenbuch und keine Zettelsammlung

Im Schreibwarenhandel gibt es spezielle Fahrtenbücher, die sehr empfehlenswert sind. Theoretisch können Sie sich auch ein eigenes Fahrtenbuch basteln. Keinesfalls empfehlenswert sind allerdings lose Zettelsammlungen, die zwar inhaltlich alle Anforderungen erfüllen können, aber extrem unübersichtlich sind.

Zudem vermeiden Sie viele Fehler, indem Sie ein spezielles Fahrtenbuch aus dem Handel verwenden. Damit Sie jederzeit den geforderten Eintrag vornehmen können, sollten Sie zudem mindestens zwei verschiedene Stifte im Auto haben. Dann haben Sie auch kein Problem, wenn einmal ein Stift versagt. In jedem Fall sollten Sie aber prüfen, ob sich ein Fahrtenbuch für Sie lohnt, bevor Sie ein Fahrtenbuch anlegen.

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