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Geistige und körperliche Verfasstheit

Lesezeit: 2 Minuten Wir kommunizieren IMMER! Im menschlichen Miteinander – ganz besonders im beruflichen Umfeld - streben wir eine hohe Qualität der Kommunikation an. Wie kann die geistige und körperliche Verfasstheit eines Menschen die Kommunikation beeinflussen?

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Geistige und körperliche Verfasstheit

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Es ist auch heute noch eine verbreitete Vorstellung, dass der "Sender" seine Informationen verschlüsselt "sendet" und der "Empfänger" sie nur adäquat zu entschlüsseln braucht, um sie zu verstehen. Doch viele Voraussetzungen müssen zutreffen, damit ein solcher Prozess auch nur annähernd funktioniert.

Körperliche Verfasstheit beschreibt, welche körperlichen Ressourcen uns während der Kommunikation zur Verfügung stehen. Das beginnt bei den geistigen Kapazitäten oder betrifft den Zustand der Sinnesorgane. Wie läuft die Kommunikation innerhalb unseres eigenen Körpers ab, wo sind die Schnittstellen nach draußen?

Wir kommunizieren IMMER!

Das bedeutet, dass wir im menschlichen Miteinander immer agieren und natürlich auch immer reagieren. Wenn Sie einige Grundregeln der Kommunikation befolgen, können Sie sich den Umgang miteinander erleichtern. Besonders Führungskräfte sollten über die Bedeutung der geistigen und körperlichen Verfasstheit für Qualität der Kommunikation Bescheid wissen:

Die "Spiegelneuronen", bestimmte Nervenzellen im Gehirn, wurden schon bald nach ihrer Entdeckung 1995 als DIE zentralen Schaltstellen für das Verstehen von Handlungen angesehen. Sie entpuppten sich aber nach neuesten Erkenntnissen lediglich als Reiz-Reaktions-Neuronen. Das bedeutet: Findet die Gedankenkaskade (vgl. Teil 1 dieser Serie) im eigenen Verhaltensrepertoire eine Entsprechung auf eine wahrgenommene Handlung, so wird diese abgerufen bzw. ausgeführt.

Praktisch gesehen heißt das: Streckt mir jemand die Zunge heraus, tue ich automatisch dasselbe (ohne zu wissen, warum, oder es zu reflektieren). Bei geistigen Reaktionen auf einen Reiz spielen sich Reaktionsvorgänge im Körper ab, wenn es dafür eine Entsprechung im Erfahrungsschatz gibt.

Kommunikation und die geistige Verfasstheit

Nach Jäger (1984) gibt es drei "inhaltliche" Bereiche der intellektuellen Leistungsfähigkeit:

  • sprachgebundenes Denken
  • zahlengebundenes Denken und
  • anschauungsgebundenes (figürliches, bildhaftes) Denken.

Hinzu kommen "operative" Bereiche wie Bearbeitungsgeschwindigkeit, Merkfähigkeit, Einfallsreichtum und Verarbeitungskapazität.

Es liegt nahe, dass diese 7 Eigenschaften eng mit der Kommunikationsfähigkeit verbunden sind.

BEISPIEL: Wenn ein Controller in einem großen Unternehmen seine Zahlen der "Allgemeinheit" verständlich machen möchte, muss er bei der Erstellung seiner Präsentation berücksichtigen, dass sein zahlengebundenes Denken anders strukturiert ist als das der Anderen.

Kommunikation und die körperliche Verfasstheit

Nicht selten haben wir es mit Mitmenschen zu tun, die ein körperliches Problem haben, das sie an einer "normalen" Kommunikation hindert. Schwere Zustände wie Gehörlosigkeit oder Blindheit sind dabei noch am wenigsten problematisch, denn man weiß um diesen Umstand und kann sich darauf einstellen. Schwieriger wird die Kommunikation, wenn der Gesprächspartner eine Hör-, Seh- oder Sprachschwäche hat.

Bei physischen Beeinträchtigungen ist stets zunächst die emotionale Seite zu beachten (egal, in welchem Ausmaß sie vorliegen): Die Betroffenen fühlen sich oft gehemmt und unsicher.

Die folgenden Tipps erleichtern Ihnen die Kommunikation mit sprachgestörten Menschen:

  • Gewähren Sie ihnen Zeit zu verstehen, um nach Worten zu suchen und die Antwort zu sprechen.
  • Ermuntern Sie sie durch freundliches, ruhiges Abwarten zum Antworten.
  • Benutzen Sie kurze, grammatikalisch richtige Sätze (sagen Sie z. B. nicht "der kann Kanzler")
  • Stellen Sie häufig geschlossene Fragen (solche, die mit "Ja" oder "Nein" zu beantworten sind).

Beim Umgang mit hörgeschädigten Menschen hat es sich bewährt, angemessen laut und deutlich zu sowie langsam zu sprechen, gut zu akzentuieren und vor allem ohne Dialekt zu sprechen.

Lesen Sie auch den Beitrag "Die eigene Verfasstheit: der emotionale Zustand".

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