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Gefahrstoffe: Die Brisanz von entzündlich bis hochentzündlich

Lesezeit: < 1 Minute Gefahrstoffe können entzündlich, leichtentzündlich und hochentzündlich sein. Immer wieder kommen wir damit in Berührung. Was ist eigentlich der Unterschied? Oft stehen diese Begriffe auf den Verpackungen und Sicherheitsdatenblättern der jeweiligen Gefahrstoffe. Wie gefährlich sind sie und um welche Stoffe handelt es sich?

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Gefahrstoffe: Die Brisanz von entzündlich bis hochentzündlich

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Zunächst müssen wir wissen, was ein Flammpunkt ist:
Ein Flammpunkt einer brennbaren Flüssigkeit ist die niedrigste Temperatur, bei der sich so viele Dämpfe entwickeln, dass sich ein durch Fremdentzündung entflammbares Dampf-Luft-Gemisch bildet. Wenn z.B. der Flammpunkt niedriger ist als die Raumtemperatur bzw. Umgebungstemperatur, herrscht Entzündungs- oder Explosionsgefahr.

1. Entzündlich sind Stoffe, wenn sie im flüssigen Zustand einen Flammpunkt von mindestens 21 Grad und höchstens 55 Grad Celsius haben.

Beispiele für diese Stoffe sind:

  • Styrol: für die Herstellung von Kunststoffen 
  • Essigsäurehydrid: für die Verarbeitung von Hölzern
  • n-Butanol: Reinigungsmittel, Lacke
  • n-Butylacetat: Lacklösemittel

2. Leicht entzündlich sind Stoffe oder Zubereitungen, wenn sie:

  • sich bei gewöhnlicher Temperatur an der Luft selbst erhitzen und entzünden können.
  • im festen Zustand durch kurzzeitige Einwirkung einer Zündquelle leicht entzündet werden können. Diese können auch weiterbrennen oder weiterglimmen. 
  • im flüssigen Zustand einen sehr niedrigen Flammpunkt haben (niedriger als 21 Grad Celsius).
  • in Berührung mit Wasser oder in feuchter Luft hochentzündliche Gase in gefährlicher Menge entwickeln.  

Beispiele für diese Stoffe sind:

  • Aceton: Lösungsmittel, Nagellackentferner, Plastikkleber
  • Ethanol: Parfum, Frostschutzmittel, Lebensmittelzusätze, Desinfektionsmittel, Kraftstoff, etc.
  • Propanol: Lösungsmittel, Insektizide, Reinigungsmittel, Frostschutzmittel, etc.

3. Hochentzündlich sind flüssige Stoffe oder Zubereitungen, die einen extrem niedrigen Flammpunkt (niedriger als 0 Grad Celsius) und einen niedrigen Siedepunkt (kleiner als 35 Grad Celsius) haben.
Diese können auch als Gase bei normalen Raumtemperaturen entzündlich oder explosionsgefährlich sein.

Beispiele für diese Stoffe sind:

  • Acetylen: Gas zum Schweißen, Narkosemittel, Herstellung von Gummi oder Druckerschwärze, Beleuchtungen
  • Propan: Flüssiggas, Autogas- Treibstoff, Heißluftballone, Treibgas, Kältemittel
    Trimethylamin: Pflanzenschutzmittel, etc.
  • Diethylsulfat: z.B. Herstellung von Farbstoffen 

Unser Expertentipp:
Grundsätzlich sind immer die Sicherheitsanweisungen an den Etiketten zu lesen, bevor man mit einem entzündlichen, leichtentzündlichen oder hochentzündlichen Stoff hantiert.

Danach richten sich die jeweiligen weiteren Sicherheitsvorkehrungen.
Wichtig ist, dass man den Raum beim Hantieren mit gefährlichen Stoffen ausreichend lüftet oder eine entsprechende Absauganlage zur Verfügung hat.

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