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Anrede bei Bewerbungen

Lesezeit: 3 Minuten Beim Verfassen von Bewerbungen müssen sehr viele Details berücksichtigt werden, um Personaler von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen. Die Anrede beim Verfassen von Anschreiben oder im Rahmen des Schriftverkehrs wird in diesem Zusammenhang oftmals vernachlässigt, dabei ist dies der Einstieg in den Bewerbungsprozess.

3 min Lesezeit
Anrede bei Bewerbungen

Anrede bei Bewerbungen

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Das klassische „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist immer noch die am häufigsten verwendete Formel, obwohl eine direkte Ansprache des Verantwortlichen meistens die bessere Wahl wäre.

Kleinigkeiten verändern den Gesamteindruck

Ohne ein persönliches Kennenlernen ist das Bewerbungsschreiben die Visitenkarte der eigenen Persönlichkeit. Die Summe vieler Details ist letztendlich verantwortlich für eine erfolgreiche Bewerbung bei einem Unternehmen. Die richtige Wahl des Fotos, das perfekt formulierte Anschreiben und ein lückenloser Lebenslauf werden von der Mehrzahl der Bewerber berücksichtigt. Die Anrede und der Schlusssatz werden dabei jedoch gerne vernachlässigt, obwohl diese den Rahmen einer ausgezeichneten Bewerbung bilden. Mit der Anrede entsteht ein erster und mit dem Schlusssatz ein bleibender Eindruck, der sich beim Leser kaum noch verändern lässt.

„Sehr geehrte Damen und Herren“ – allgemein und distanziert

Diese Floskel ist wohl die am häufigsten verwendete Formulierung innerhalb einer Bewerbung. Für den Fall, dass der Ansprechpartner nicht bekannt ist, dürfte dies sicherlich die beste Entscheidung sein. Bei den meisten Ausschreibungen wird jedoch ein Verantwortlicher genannt und dieser sollte sich auch im Anschreiben wiederfinden. Mit der eigenen Bewerbung und dem Lebenslauf wird die Neugierde beim Leser geweckt und bereits die erste Nähe zur Kontaktperson aufgebaut. Die Formel „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist allgemeingültig, sehr distanziert und unpersönlich. Zusätzlich könnte beim Verantwortlichen der Eindruck entstehen, der Bewerber hätte sich nicht ausreichend mit der Stellenausschreibung und dem Unternehmen auseinandergesetzt.

Gezieltes Erfragen des Ansprechpartners als positives Engagement

Ist in der Stellenausschreibung kein Ansprechpartner auffindbar, lohnt es sich durchaus, diesen zu erfragen. Der klassische Weg ist ein Anruf unter der offiziellen Nummer des Unternehmens oder direkt in der Personalabteilung. Ist der Kontakt erst einmal hergestellt, sollten sich Bewerber den Namen unbedingt buchstabieren lassen. Fehler bei der Anrede wirken sich garantiert nachteilig aus. Alternativ ist eine Nachfrage per E-Mail durchaus empfehlenswert, denn dieses Engagement wird von vielen Firmen schon als positiv bewertet.

Direkte Ansprache in unterschiedlichen Varianten

Ist der Name des Verantwortlichen bekannt, ist es ratsam, eine direkte Ansprache zu wählen. Aus „Sehr geehrte Damen und Herren“ wird dann „Sehr geehrte Frau …“ oder „Sehr geehrter Herr …“. Diese Ansprache inkludiert immer noch eine gewisse Distanz, deshalb zahlt es sich aus, sich intensiv mit dem Unternehmen zu beschäftigen. Wird in der Stellenausschreibung schon explizit das „Du“ als Ansprache verwendet, kann die Anrede in Bewerbungen ähnlich locker ausfallen. Als Einstieg eignen sich dann auch:

  • Hallo, Herr ….
  • Guten Tag, Frau …
  • Liebe Frau …
  • Hallo, sehr geehrter Herr …

Zu beachten ist jedoch, dass die Anrede auch zur eigenen Persönlichkeit passt. Mit einer umfassenden Berufserfahrung und in einem gewissen Alter verbietet es sich einfach, auf moderne Floskeln zurückzugreifen.

Empfängername mit hohem Stellenwert

Die richtige Schreibweise des Ansprechpartners ist bei einer Bewerbung von großer Bedeutung. Jeder Leser ist verärgert, wenn der eigene Name falsch geschrieben wird. Jede noch so gut formulierte Bewerbung verliert bei einer falschen Schreibweise schon an Wert. Auch Namen, die das Geschlecht noch offenlassen, können sich nachteilig auswirken. „Alex“ könnte beispielsweise eine Frau oder ein Mann sein. „Kim“ wird hierzulande eher mit weiblichen Personen in Verbindung gebracht, ist aber einer der bekanntesten asiatischen Vornamen für Männer. Ebenso lässt „Marian“ einen gewissen Handlungsspielraum. Deshalb ist eine Recherche im Vorfeld hilfreich, um dann „Herr“ oder „Frau“ richtig ins Spiel zu bringen. Die Berücksichtigung von akademischen Graden kommt beim Verantwortlichen immer gut an. Der Vorname hingegen gehört nicht in die Anrede bei einer Bewerbung.

Reihenfolge bei mehreren Ansprechpartnern

Sind bei der Stellenausschreibung mehrere Personen genannt oder wird die Bewerbung direkt an die Geschäftsführung bzw. an mehrere Verantwortliche gesandt, sollte der Ranghöchste stets vorangestellt werden. Handelt es sich um zwei gleichrangige Personen, gebietet es die Höflichkeit, die Frau an den Anfang zu stellen.

Satzzeichen bei der Anrede

Bei jedem Bewerbungsschreiben sollte die Anrede mit einem Satzzeichen beendet werden. In der Regel kommt dabei ein Komma zum Einsatz – der restliche Teil des Satzes wird in die nächste Zeile gerückt. Die Verwendung eines Ausrufezeichens, das gerade bei modernen Bewerbungen immer mehr Anklang findet, erweckt den Eindruck von Nachdruck und Aufdringlichkeit.

Anrede im Englischen

Ähnlich wie in der deutschen Sprache ist die Verwendung „Dear Sir or Madam“ die gängigste Variante. Empfehlenswert ist auch hier die Recherche des vollständigen Namens, um eine direkte Ansprache zu wählen.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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