Naturheilkunde

Bluthochdruck natürlich senken: Wie geht das?

geschrieben von Andreas Brieschke

Gemäß der Definition der WHO haben extrem viele Menschen in den Industrieländern Bluthochdruck, statistisch etwa 40%. Er ist einer der große Risikofaktoren für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen in Lebensführung und Ernährung, die nachweislich blutdrucksenkende Effekte habe. Der Artikel stellt die wichtigsten vor.

Bluthochdruck: ein paar kritische Anmerkungen

Die WHO definiert Werte über 140 mmHg systolisch bzw. 90 mmHg diastolisch als Bluthochdruck. Dabei ist die Ursache in 95% der Fälle unbekannt und die medikamentöse Behandlung oft unbefriedigend.

Diese Definition verdient meines Erachtens eine kritische Betrachtung, ohne damit die Erkrankung verharmlosen zu wollen. Durch die wiederholte Senkung der Werte hat man einerseits der Gefährlichkeit des Bluthochdrucks Rechnung getragen, andererseits werden wesentlich mehr Patienten als behandlungsbedürftig eingestuft.

Da die übliche Behandlung medikamentös und in der Regel lebenslänglich ist, auch ein gutes Geschäft. Honi soit qui mal y pense. Dabei werden in der Regel drei bis fünf verschiedene Medikamente eingesetzt. In vielen Fällen, etwa 20 bis 30%, erweist sich die Erkrankung als therapieresistent  Ich denke man kann in der Praxis nicht nur auf die Werte schauen, zumal in vielen Fällen eine Verbesserung der Lebensqualität zumindest fragwürdig erscheint.

Blutdruck natürlich senken

Definitiv klar ist, dass es eine Reihe von Maßnahmen gibt, die Blutdruck senken können, ohne den Patienten sofort in medikamentöse Abhängigkeiten zu treiben. Kennen ist das eine, wollen und umsetzen das andere. Hier ist konsequente Aufklärung seitens der Behandler gefragt.

Dies beinhaltet auch klare Anforderungen an den Patienten. Mit „Vollkaskomentalität“ ist noch niemand gesund geworden. Als Heilpraktiker bin ich in der glücklichen Lage, die nötige Zeit zu haben und die Freiheit Patienten wegzuschicken, die nicht mitarbeiten.

Die Maßnahmen im Einzelnen

  • Rauchen ist definitiv ein Risikofaktor. Eine am Tag ist weiter erlaubt. Eine!
  • Der König Alkohol – bitte in Maßen, nicht in Maßkrügen.
  • Diabetes muss eingestellt werden, starke Blutzuckerschwankungen sind nicht zu tolerieren.
  • Übergewicht muss reduziert werden. Am besten durch stark kohlehydratreduzierte Diät, damit wird gleich die Blutzuckersituation verbessert. Eine schlüssige Vermutung bezüglich der Ursachen der essentiellen Hypertonie liegt im metabolischen Syndrom. Durch große Zuckermengen oder andere Kohlehydrate kommt es zu vermehrter Insulinausschüttung, damit zunehmender Insulinresistenz der Zellen, Altersdiabetes und Wasser- und Salzretention in den Nieren. All dies erhöht den Blutdruck. Außerdem wird das Herz durch Abnehmen deutlich entlastet
  • Bewegung, Bewegung, Bewegung, stressfrei und individuell angepasst
  • Den Kochsalzkonsum deutlich einschränken, am besten nur noch mit Gewürzen und Kräutern arbeiten und auf Salz ganz verzichten. Keine Sorgen, Sie haben sich schnell daran gewöhnt auch wenn es am Anfang fad schmeckt.
  • Die Kaliumzufuhr erhöhen! Zum Beispiel durch Schüssler Salz Nummer vier Kalium chloratum. Die meisten Gemüse enthalten es aber auch in größeren Mengen. Ansonsten essen Sie den Giersch aus Ihrem Garten, das ist die kaliumreichste Pflanze in Mitteleuropa.
  • Lebertran! Sprich Omega3- Fettsäuren.

Wenn Sie all dies wirklich tun, werden Sie kaum mit der Pillenschachtel herumrennen müssen. Ihr Heilpraktiker wird Sie gerne begleiten und unterstützen.

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Andreas Brieschke

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