Gesundheit

5 Tipps für einen gesunden Darm

geschrieben von Ulrike Schlüter

Ein gesunder Darm ist wichtig für das eigene Wohlbefinden. Er versorgt uns mit Energie und ist wichtig für unser Immunsystem. Lesen Sie, wie Sie den Darm bei seiner Tätigkeit unterstützen und so für mehr Wohlbefinden sorgen können.

Die wichtigste Aufgabe des Darms ist die Nahrungsverarbeitung. Der Dünndarm nimmt die Nahrung aus dem Magen auf. Nährstoffe werden im Dünndarm aus dem Nahrungsbrei gezogen, über die Wand des Dünndarms aufgenommen und ins Blut abgegeben. Die restlichen Bestandteile wandern weiter in den Dickdarm. Dort werden Elektrolyte und das noch im Nahrungsbrei enthaltene Wasser entzogen. Andere Bestandteile wie etwa die Ballaststoffe werden von den im Dickdarm lebenden Bakterien abgebaut und zersetzt.

Allerdings hat unser Darm auch einen wesentlichen Anteil an unserer Abwehr. Unser Immunsystem wird stark beeinflusst von der Darmgesundheit.

Darmflora

Im Darm siedeln hunderte verschiedener Bakterien und bilden die sogenannte Darmflora. Diese ist ein wichtiger Teil des körperlichen Abwehrsystems. Ist die Darmflora "gesund" kann sie vor Infektionen schützen. Die Darmflora ist dann gesund, wenn sie sich im Gleichgewicht befindet.

Verschiedene Faktoren können die Darmflora stören. Dazu gehören Medikamente, Stress und falsche Ernährung.

Zu viel Süßes, zu viel tierische Eiweiße und zu wenig Ballaststoffe sind die Hauptsünden in der Ernährung.

Antibiotika werden bei Infektion eingesetzt, aber sie wirken nicht nur gegen die krankmachenden Erreger, sondern schädigen auch die nützlichen Bakterien der Darmflora. Dadurch werden Infektionen durch andere Erreger begünstigt. 

5 Tipps für einen gesunden Darm

Sie selbst können viel für einen gesunden Darm und damit auch für mehr Wohlbefinden tun.

1. Die richtige Ernährung

Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene vollwertige Ernährung. Dazu gehören viel Gemüse und Obst, wenig Fleisch, Vollkornprodukte. Verzichten Sie weitgehend auf Süßes, Fertiggerichte und Fast-Food.

2. Mehr Bewegung

Treiben Sie Sport und bauen Sie vermehrt Bewegung in Ihren Alltag ein. Gehen Sie Treppen, anstatt den Aufzug zu benutzen und lassen Sie für kurze Strecken das Auto einmal stehen und gehen zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad.

3. Viel Trinken

Achten Sie darauf, jeden Tag ausreichend zu trinken. Empfehlenswert sind etwa 30 bis 35 ml pro Kilogramm an Körpergewicht. Verzichten Sie auf zuckerhaltige Limonaden und Säfte. Trinken Sie stattdessen Wasser, Kräutertee oder Saftschorlen.

4. Milchsäurebakterien

Bestandteil einer gesunden Darmflora sind die Milchsäurebakterien. Sie sind in unter anderem in Joghurt, Buttermilch, Kefir und frischem Sauerkraut enthalten. Bauen Sie diese Produkte regelmäßig in Ihren Speiseplan ein, so tun Sie viel für eine gesunde Darmflora.

Gerade nach einer Antibiotika-Behandlung ist der Verzehr dieser Produkte besonders empfehlenswert, um die geschädigte Darmflora wieder aufzubauen.

5. Entspannung

Übermäßiger oder regelmäßiger Stress hat eine negative Wirkung auf den Darm. Der Darm wird erst in der Entspannung aktiv. Wer ständig unter Strom steht, gibt dem Darm wenig Gelegenheit seinen Aufgaben nachzugehen. Bauen Sie daher täglich kurze Entspannungszeiten in Ihren Tagesablauf ein.

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Ulrike Schlüter

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