von Magdalena Szarafin, veröffentlicht in Controlling
Das Too-Big-To-Fail-Prinzip, bzw. das Größenvertrauen, gilt nicht mehr. Zumindest nicht, wenn die Bilanzpolizei kommt – das zumindest kann dem aktuellen Prüfungsbericht der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) entnommen werden.
Bilanzpolizei deckt viele Fehler auf
Im Jahre 2010 hat die Prüfstelle 118 Prüfungen abgeschlossen. Die Anzahl fehlerhafter Rechnungslegungen lag bei ca. 26 % (31 Prüfungen). Neben den kleineren und mittelständischen Unternehmen, haben auch größere Konzerne höhere Fehlerquoten gezeigt.
Als Haupttreiber der Fehler werden zum einen die Komplexität von IAS/IFRS und zum anderen die Wirtschaftskrise genannt. "Wenn wir nachhaltig die Fehlerquote senken wollen, müssen die IFRS an entscheidenden Stellen vereinfacht werden", sagte DPR-Präsident Dr. Herbert Meyer.
Folgende Sachverhalte führten bei den im Jahre 2010 geprüften Unternehmen zu den Fehlern:
Seit Juli 2005 prüft die DPR die Abschlüsse von Unternehmen, die den deutschen Kapitalmarkt in Anspruch nehmen (das betrifft z. Zt. ca. 1000 Unternehmen, darunter etwa 250 ausländische Firmen, die über die Zulassung zum deutschen Kapitalmarkt verfügen). Pro Jahr werden etwa 110-140 Prüfungen durchgeführt. Die Prüfstelle wurde als Reaktion auf eine Serie von Bilanzskandalen in den USA (u. a. Enron, Worldcom) und Deutschland (u. a. Comroad, Flowtex, Philipp Holzmann) gegründet.
Folgende Sachverhalte nimmt die DPR im Jahre 2011 unter die Lupe:
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