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Zahnimplantate: Das müssen Sie wissen

Lesezeit: 3 Minuten In dem folgenden Artikel, erfahren Sie alles rundum Zahnimplantate.

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Zahnimplantate: Das müssen Sie wissen

Zahnimplantate: Das müssen Sie wissen

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Was sind Zahnimplantate?

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die im Kieferknochen verankert werden.

Sie bestehen aus drei Teilen:

  • Den im Kieferknochen verankertem Implantatkörper (sieht aus wie ein „Dübel“ oder eine „Schraube“),
  • dem Halsteil (auch Abutment oder Verbindungsstück genannt)
  • und der Krone (Zahn).

Bei einem Zahnimplantat wird also das eigentliche Implantat (Schraube) in den Kieferknochen eingeschraubt und soll dort mit dem Kieferknochen fest verwachsen. Auf diese Schraube kommt dann das Verbindungsstück, um das sich das Zahnfleisch anschmiegen soll. Zum Schluss wird auf das Verbindungsstück die Zahnkrone gesetzt. Wenn alles fertig ist, ist das Zahnimplantat fest im Mund und sieht wie ein echter Zahn aus. Er kann voll belastet werden. Sie können also damit harte Nüsse kauen, Steak essen, kraftvoll in einen knackigen Apfel beißen. Da wackelt und stört nichts. Deshalb werden Zahnimplantate beim Zahnersatz auch immer beliebter. Sie sehen aus wie echte Zähne und fühlen sich auch so an.

Welche Materialien werden für die Zahnimplantate verwendet?

Die Zahnimplantate bestehen aus drei Teilen, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Das eigentliche Implantat (die Schraube) und das Verbindungsstück bestehen meistens aus reinem Titan. Dieses wird vom Körper sehr gut angenommen, es treten keine Allergien oder Unverträglichkeiten auf, der Kieferknochen kann sich mit dem Implantat sehr gut verwachsen.

Möglich sind auch Titanlegierungen oder Zirkonoxid-Keramiken. Von reinen Keramiken, die früher eingesetzt wurden, ist die Medizintechnik wieder abgekommen, da reine Keramik-Implantate nicht so belastungsfähig und haltbar waren. Zirkonoxid-Keramiken sind technisch betrachtet kein Metall, haben aber ebenso stabile und haltbare Eigenschaften wie Metall. Sie eignen sich daher gut für Personen, die kein Metall in Ihrem Mund haben möchten.

Die Krone, also der sichtbare Zahnteil, ist hingegen meistens aus Keramik. So kann das Zahnimplantat optisch und ästhetisch einem natürlichen Zahn am besten nachgebildet werden.

Welche Voraussetzungen gibt es, um Zahnimplantate zu bekommen?

Es gibt einige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit Sie ein Zahnimplantat bekommen können. Dazu zählen zum Beispiel:

  • das Knochenwachstum muss bereits abgeschlossen sein (ab ca. 18 Jahren)
  • ein ausreichendes Kieferknochenangebot ist nötig (sonst kann das Implantat nicht halten)
  • eine sorgfältige und konsequente Mundhygiene ist entscheidend, und zwar sowohl vor dem Einsetzen des Implantats als auch danach

Des weiteren gibt es leider auch einige Ausschlusskriterien, bei deren Vorliegen ein Zahnimplantat nicht machbar ist. Das sind zum Beispiel:

  • Vorliegen schwerer Erkrankungen wie Herzerkrankungen, Blutungsneigung, Knochen- und Stoffwechselerkrankungen
  • Dauerhafte Einnahme bestimmter Medikamente wie Immunsuppressiva, Kortison, Zytostatika und andere (bitte unbedingt mit dem Zahnarzt besprechen!)
  • Vorliegen krankhafter Zustände in der Mundhöhle, die die Schleimhäute oder Kieferknochen betreffen, hier muss zunächst die erfolgreiche Behandlung und Heilung abgewartet werden
  • Raucher, die mehr als 10 Zigaretten pro Tag rauchen, können keine Implantate bekommen, weil durch das Rauchen die Implantate nicht richtig einheilen können und somit nicht halten

Ihr Zahnarzt wird sorgfältig überprüfen, ob alle Voraussetzungen bei Ihnen erfüllt sind und keine Ausschlusskriterien vorliegen und Sie dann entsprechend beraten, ob eine Zahnimplantation für Sie in Frage kommt.

Wie läuft eine Zahnimplantation ab?

Es gibt verschiedene Verfahren für eine Zahnimplantation. Es kommt darauf an, wo das Implantat gesetzt werden soll, wie die Knochensubstanz ist, ob es sich um ein Einzelzahnimplantat handelt oder ob größere Bereiche, also mehrere benachbarte Zähne, ersetzt werden müssen. Je nach dem, was bei Ihnen der Fall ist, wird Ihr Zahnarzt die für Sie beste Variante auswählen und Sie darüber beraten.

Grundsätzlich läuft eine Zahnimplantation aber in vier Schritten ab:

  • Zuerst öffnet der Zahnarzt mit einem kleinen Schnitt die Schleimhaut über dem Kieferknochen.
  • Dann bohrt er mit einem dünnen Spezialbohrer einen Kanal (ein Loch) in den Kieferknochen.
  • Danach wird der Implantatkörper (die Schraube) in den gebohrten Kanal geschraubt und entweder offen gelassen oder das Zahnfleisch wird darüber vernäht, damit das Implantat belastungsfrei einheilen kann.
  • Bis das Implantat fest mit dem Kieferknochen verwachsen und eingeheilt ist, können mehrere Wochen bis Monate vergehen. Der Zahnarzt wird diesen Prozess regelmäßig überwachen und zu gegebener Zeit schließlich das Verbindungsstück und die Krone anpassen und einsetzen. Dann ist das Zahnimplantat auch voll belastungsfähig und fertig.

Wichtig ist für den dauerhaften Erhalt des Zahnimplantats eine gründliche Reinigung und Mundhygiene. Ihr Zahnarzt wird Ihnen zeigen, worauf es ankommt und was Sie täglich tun sollten, um ein Leben lang Freude an Ihrem Zahnimplantat zu haben.

Bildnachweis: wutzkoh / stock.adobe.com

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