Gesundheit Praxistipps

Brustvergrößerung: Welches Verfahren ist für Sie das Beste?

Lesezeit: 3 Minuten In dem folgenden Artikel, erfahren Sie welches Verfahren bei einer Brustvergrößerung für Sie das Beste ist.

3 min Lesezeit
Brustvergrößerung: Welches Verfahren ist für Sie das Beste?

Brustvergrößerung: Welches Verfahren ist für Sie das Beste?

Lesezeit: 3 Minuten

Wie kann eine Brustvergrößerung erreicht werden?

Eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) kann durch verschiedene operative Verfahren erreicht werden. Welches Verfahren am besten für Sie ist, muss der Chirurg, der die Operation durchführt, vorher mit Ihnen zusammen herausfinden. Dabei kommt es darauf an, wie Ihre Ausgangssituation ist, wie Ihr Brustgewebe beschaffen ist, ob Sie viel oder wenig Fettgewebe unter der Haut haben, also auch, ob Sie vielleicht nur eine sehr dünne Hautschicht haben.

Es haben sich drei Verfahren etabliert:

  • Die submuskuläre Implantation: Das Implantat wird unter den Brustmuskel eingesetzt
  • Die subfasziale Implantation: Das Implantat wird zwischen den Brustmuskel und die Faszie (bedeckt den Brustmuskel) eingesetzt
  • Die subglanduläre Implantation: Das Implantat wird unter dem Brustdrüsengewebe eingesetzt

Es gibt für diese verschiedenen Implantationen jeweils Gründe, die dafür oder dagegen sprechen. Je nachdem, wie die anatomischen Voraussetzungen der Patientin sind und auch deren Wünsche, wie die Brust nach der Vergrößerung aussehen soll. Welche Lage des Implantats für Sie persönlich am besten wäre, können Sie in einem Beratungsgespräch mit Ihrem Arzt herausfinden.

Bei der Brustvergrößerung mit Implantaten ist immer ein Schnitt nötig, um das Implantat an die richtige Stelle zu bringen. Hier gibt es drei mögliche Stellen für den Schnitt:

  • Inframammärer Zugang: Der Schnitt wird in der Unterbrustfalte gesetzt.
  • Transareolärer Zugang: Der Schnitt wird um oder durch den Warzenvorhof gesetzt.
  • Transaxillärer Zugang: Der Schnitt wird in der Achselhöhle gesetzt.

Welche Schnittstelle für Sie die perfekte ist, müssen Sie wiederum mit Ihrem Arzt herausfinden. Manche Ärzte führen aus verschiedenen Gründen nur den Schnitt in der Unterbrustfalte durch. Der Vorteil ist hier, dass das empfindliche Brustdrüsengewebe dabei nicht so leicht verletzt werden kann. Insbesondere bei Implantaten, die unter dem Brustmuskel oder zwischen Brustmuskel und Faszie eingesetzt werden sollen, empfiehlt sich diese Vorgehensweise.

Beim Schnitt in der Achselhöhle führt der Arzt zunächst eine endoskopische Kamera bis zum Brustgewebe und kann damit am Monitor genau sehen, wo die Tasche für das Implantat ganz genau geöffnet werden muss. Es ist also, wenn der Arzt das Verfahren sehr gut beherrscht, eine exaktere Positionierung des Implantats möglich. Andererseits gibt es auch ein größeres Risiko für Wundinfektionen und Verletzungen von Nerven-, Blut- oder Lymphgefäßen, da der Arzt mit allen Geräten und dem Implantat durch all diese Gewebeschichten in der Achselhöhle hindurch muss.

Bei dem Schnitt um oder durch den Warzenvorhof besteht die Gefahr, dass das Brustdrüsengewebe verletzt wird, da der Arzt das Implantat unter diese Gewebeschicht bringen muss. Andererseits ist die Narbe später vielleicht weniger sichtbar.

Welche Füllmaterialien gibt es?

Die Implantate können auch unterschiedliche Füllungen beinhalten. Es gibt Implantate mit Silikongel-Füllung und mit Kochsalzlösung gefüllt. Die Silikongelfüllungen vermitteln später ein natürlicheres Brustgefühl. Die mit Kochsalzlösung gefüllten Implantate haben aber den Vorteil, dass die leere Implantathülle durch einen viel kleineren OP-Schnitt eingesetzt werden kann und erst im Anschluss mit der Kochsalzlösung aufgefüllt wird. Das ist zum Beispiel dann vorteilhaft, wenn eine Brust viel kleiner als die andere ist, und durch die Brustvergrößerung eine Angleichung in der Form und Größe erreicht werden soll.

Abgesehen von diesen Implantatformen gibt es auch noch zwei andere Verfahren:

  • Brustvergrößerung mit Eigenfett
  • Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure

Bei der Eigenfett-Methode wir der Frau vorher an einer anderen Körperstelle (Hüfte, Bauch oder Po) Eigenfett abgesaugt (meist unter Vollnarkose). Dieses wird in einem sterilen Behälter aufgefangen, speziell aufbereitet, damit sich das Eigenfett später in der Brust fest ansiedeln kann und anschließend mit dünnen Spritzen in das Fettgewebe der Brüste wieder eingespritzt. Hier muss sich dann das eingespritzte Eigenfett mit dem schon vorhandenen Fettgewebe verwachsen. Ist dies geschehen, ist die Brustvergrößerung dauerhaft, da einmal fest angelegtes Fettgewebe nicht wieder vom Körper abgebaut wird.

Bei der Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure wird statt des Eigenfettes Hyaluronsäure, eine gelartige, aufpolsternde Flüssigkeit, in das Brustgewebe gespritzt. Das Verfahren ist ganz ähnlich wie bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett, jedoch baut der Körper das Hyaluron mit der Zeit ganz langsam wieder ab, sodass es nach einigen Jahren sein kann, dass das Verfahren wiederholt werden muss, um die Brustvergrößerung dauerhaft zu erhalten.

Der Vorteil bei der Eigenfett- und Hyaluronunterspritzung ist, dass diese Verfahren kaum sichtbare Narben hinterlassen, da die Einstichstellen der Spritzen später gar nicht mehr oder kaum mehr sichtbar sind.

Schließlich kommt es bei allen Möglichkeiten auf Ihren individuellen Fall an. Was Sie sich wünschen, welche anatomischen Voraussetzungen Sie mitbringen und auch Ihre Lebensplanung spielen eine Rolle. Letztlich auch, welche Operationsmethode der Arzt bevorzugt oder für vorteilhaft erachtet.

In einem guten Beratungsgespräch werden Sie alle Informationen zur Brustvergrößerung erhalten. Außerdem ist es wichtig, dass der Arzt Sie darüber aufklärt, was vor einer solchen Operation zu beachten ist (zum Beispiel 14 Tage vorher nicht rauchen, keinen Alkohol trinken, keine Schmerzmittel oder Schlafmittel einnehmen), was alles an Voruntersuchungen und OP-Vorbereitungen nötig ist, um Risiken und Komplikationen zu minimieren. Ebenso wichtig sind Informationen darüber, was Sie nach der OP beachten müssen (wie lange werden Sie arbeitsunfähig sein, wann dürften Sie frühestens schwanger werden, wann wieder Sport machen und vieles mehr) und schließlich muss Ihr Arzt Sie über die Risiken dieser OP aufklären, das heißt, was kann im schlimmsten Fall passieren und was wird dann mit Ihnen passieren oder was wäre nötig, um das Problem zu lösen.

Bildnachweis: Gorodenkoff / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: