Krankheiten Praxistipps

Wo im Alltag Krankheiten lauern, und wie man sich vor ihnen schützen kann

Lesezeit: 3 Minuten Zunächst einmal das Wichtigste: Krankheitserreger und Keime befinden sich quasi überall, und unser Immunsystem wehrt diese ununterbrochen erfolgreich ab. Dennoch gibt es einige besonders gefährliche Situationen, in denen der Körper Unterstützung braucht.

3 min Lesezeit
Wo im Alltag Krankheiten lauern, und wie man sich vor ihnen schützen kann

Wo im Alltag Krankheiten lauern, und wie man sich vor ihnen schützen kann

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Wir alle kennen das Bild einer phobischen, hygieneverrückten Person, die niemandem die Hand gibt, Gegenstände in der Öffentlichkeit nicht berühren möchte und im Lauf der Zeit vielleicht sogar einen Waschzwang entwickelt, weil sie Angst vor Viren und Bakterien hat. Das andere Extrem ist jemand, der sich über diese Dinge keine Gedanken macht und völlig unbedarft sämtliche Vorsichtsmaßnahmen missachtet. Das kann lange Zeit gut gehen, bis der Körper einmal geschwächt ist und dem Ansturm von außen nicht mehr standhalten kann.

Der goldene Mittelweg ist auch bei diesem Thema die perfekte Wahl: Wissen, wo Gefahren lauern und sich so gut wie möglich schützen, aber nicht panisch oder überängstlich werden oder immer mehr Situationen meiden, weil man kein Risiko eingehen will.

Um klug handeln und seinen Körper optimal unterstützen zu können, muss man zunächst einmal wissen, wo im Alltag die meisten Gefahren für unsere Gesundheit lauern, und wie man diesen am besten begegnen kann.

Nagelpilz verhindern – das geht ganz einfach

Nagelpilz ist eine schmerzhafte, unangenehme Krankheit, die sowohl Finger- als auch Fußnägel befällt und sich gegen viele Behandlungsmethoden resistent zeigt. Der Pilz dringt in die Haut ein und lebt dort, an den Nägeln zeigen sich lediglich seine „Ausläufer“. Je länger man mit der Behandlung wartet umso schwieriger wird, den Pilz zu bekämpfen. Am Anfang kann man mit Hausmitteln sicherlich noch einiges ausrichten, später hingegen braucht man Tabletten gegen den Pilz. Und selbst dann gibt es eine Garantie, dass er dauerhaft verschwindet. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich dem Nagelpilz jedoch vorbeugen. Diese Krankheit bekommt man nämlich durch Ansteckung:

  • In Schwimmbädern, in der Sauna oder im Wellnessbereich sollte man nie barfuß laufen, sondern immer entsprechende Schlappen verwenden. Wenn dort nämlich Pilzsporen etwa am Boden haften, kann man sich anstecken.
  • Man sollte immer gut passende Schuhe tragen, da die Nägel sonst anstoßen und kleine Verletzungen davontragen können.
  • Socken, Handtücher und Bettwäsche sollten bei 60 Grad gewaschen werden.

Hier lauern mehr Keime als auf einer Toilettenbrille

Was ist der schmutzigste, unhygienischste Bereich der Wohnung, an dem die meisten gefährlichen Keime sitzen? Spontan würden die meisten Menschen auf die Toilettenbrille und die dort eventuell lebenden Fäkalbakterien tippen, aber das ist nicht der Fall. In der Küche ist die Gefahr durch Keime wesentlich größer.

Einerseits wohnen viele schädliche Bakterien im Kühlschrank, wo sie sich in kleinen Nischen und Ecken sammeln. Hier lässt sich mit einer regelmäßigen Reinigung leicht vorbeugen. Wesentlich schlimmer sind jedoch Spülschwämme, die nicht häufig genug gewechselt werden. Ihr feucht-warmes Klima ist ein reines Paradies für Keime, die sich millionenfach vermehren und durch die Verwendung des Schwamms beim Spülen auch leicht in den menschlichen Körper geraten können. Selbst Darmbakterien wurden bei Tests auf solchen Schwämmen gefunden, die besonders schlimm kontaminiert sind, wenn sie auch für das Abwischen etwa von Schneidebrettern verwendet werden, auf denen Fleisch geschnitten wurde. Am besten sorgt man mit einer Großpackung vor und wirft den benutzten Schwamm nach spätestens einer Woche in den Müll.

Mehr Safer Sex, bitte!

Als Aids die Bühne der unheilbaren Krankheiten betrat, war Safer Sex eine Zeit lang in aller Munde. Die schönste Nebensache der Welt konnte zu einem Todesurteil werden! Die Menschen waren schockiert und wurden vorsichtiger, die Angst grassierte. Eine Infektion mit HIV ist heute ein Todesurteil mehr, es gibt gute Medikamente, mit denen der Ausbruch von Aids verzögert oder sogar verhindert werden kann. Ob das der Grund ist, dass die Zahl der sexuell übertragbaren Krankheiten in den letzten Jahren kontinuierlich ansteigt? Viele Menschen scheinen leichtsinnig geworden zu sein und nehmen es mit dem Safer Sex nicht so genau. Darum sind Krankheiten wie Chlamydien, HPV, Herpes genitalis und Tripper wieder auf dem Vormarsch. Viele dieser Infektionen können Langezeitschäden hervorrufen, manche sind im schlimmsten Fall tödlich. Doch man kann sich schützen, indem man Kondome und andere, schützende Utensilien verwendet, die Geschlechtspartner nicht zu häufig wechselt, vor dem ungeschützten Verkehr mit einem Langzeitpartner Gesundheitstests durchführen lässt und vorbeugende Maßnahmen wie die HPV Impfung in Anspruch nimmt.

Je stärker die Abwehr, umso schwerer haben es Angreifer

Unser Immunsystem funktioniert wie eine kleine Armee, mit der Haut als Verteidigungslinie und den Schleimhäuten als Burgwehr. Je stärker diese Armee ist, umso schwerer haben es Angreifer, die Linie zu durchbrechen und den Körper zu erobern. Wie für jede andere Armee ist es für unsere Immunabwehr schwierig, an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen – darum kommt auch bei Krankheiten „immer alles auf einmal“. Doch selbst manche Krebszellen werden zerstört und es geschieht eine „Spontanheilung“, mit der niemand gerechnet hatte – am wenigsten die Ärzte. Diese Vorgänge können nicht wirklich verstanden werden. Umso wichtiger ist es, das Immunsystem zu stärken und damit die Selbstheilungskräfte auf einem hohen Niveau zu halten.

Natürlich gibt es viele Medikamente zu kaufen, die das Immunsystem stärken sollen, der Schlüssel zu einer starken Abwehr liegt jedoch in der Lebensweise verborgen. Wer mit einer positiven Einstellung durchs Leben geht und die Finger von Drogen lässt, die den Körper belasten, hat schon den ersten Schritt getan. Eine basenüberschüssige, möglichst vegetarische Ernährung, lieber frische als verarbeitete Lebensmittel und ausreichend Wasser sind die nächsten, wichtigen Punkte. Wer dann noch moderat Sport betreibt und sich im Alltag ausreichend Ruhepausen gönnt, ist auf dem besten Weg zu einem starken Immunsystem und dauerhafter Gesundheit.

Bildnachweis: Elnur / stock.adobe.com

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